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Auch 2024 keine MAKS

Russland sagt kurzfristig Luftfahrtmesse ab

Vergangenes Jahr verschob Russland die Leistungsschau der nationalen Luftfahrtindustrie. Nun sagt die Regierung auch die MAKS 2024 ab - einen Monat vor dem Termin.

Die Ausstellung der Errungenschaften der Volkswirtschaft oder kurz VDNKh am Moskauer Prospekt Mira war in der Sowjetunion der Ort, an dem das Land seine Leistungen in bestem Lichte darstellte. Nach dem Ende der UdSSR wurde sie  zum Messegelände, längst hat sie Präsident Vladimir Putin aber wieder zu nationalen Leistungsschau umfunktioniert. Auch die Luftfahrtbranche stellt sich dort dar.

Wichtiger für die russischen Flugzeugbauer war aber immer die MAKS. Die seit 1992 alle zwei Jahre am Moskauer Flughafen Zhukovsky stattfindenden Messe (offiziell: Internationaler Salon für Luft- und Raumfahrt) war die Leistungsschau von UAC und deren Mutter Rostec mit ihren Töchtern wie Aviastar-SP, Beriev, Ilyushin, Tupolev, United Engine Corporation oder Yakovlev. 2023 wurde sie wegen der westlichen Sanktionen um ein Jahr auf 2024 verschoben – weil die Veranstalter Angst hatten, dass niemand erscheinen würde.

Gibt es 2025 eine MAKS?

Doch die MAKS wird nicht wie geplant vom 23. bis 28. Juli stattfinden. Dies beschloss die Regierung der Russischen Föderation diese Woche. Gründe für die erneute Absage wurden vom Kreml keine genannt. Die militärische Spezialoperation – so nennt Russland den Angriffskrieg gegen die Ukraine – würde zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen für Tausende von Gästen und so zu Unannehmlichkeiten führen, teil die Messe selbst mit «Der nächste Salon wird im Jahr 2025 abgehalten»

Im Juli 2021 hatten sich auf einer Ausstellungsfläche von 10,5 Hektar 831 Unternehmen aus 56 Ländern präsentiert. Sie sammelten Verträge im Gesamtwert von 265 Milliarden Rubel (rund 2,9 Milliarden Euro) ein.