Red-Wings-Flieger: Lebedew vermutet ein politisches Grounding.

Harte Vorwürfe gegen Red Wings

Die russische Staatsanwaltschaft erhebt wegen des Unfalls in Wnukowo schwere Vorwürfe gegen die Fluggesellschaft. Sie soll Piloten zu wenig gut ausbilden.

Top-Jobs

LBV Logo

Sachbearbeiter:in Betriebssicherheit

Schönefeld (bei Berlin)
Feste Anstellung
Luftfahrtbehörde
Landesamt für Bauen und Verkehr
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

VIP Flight Attendant (f/m/d) (full time)

Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
LBV Logo

Sachbearbeiter:in Luftaufsicht, Erlaubnisse

Schönefeld (bei Berlin)
Luftfahrtbehörde
Landesamt für Bauen und Verkehr
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
LBV Logo

Sachbearbeiter:in örtliche Luftaufsicht (2 Stellen)

Feste Anstellung
Luftfahrtbehörde
Landesamt für Bauen und Verkehr
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Schönefeld (bei Berlin)

Die Flieger von Red Wings heben momentan nicht ab. Die russischen Behörden haben der Fluggesellschaft ein Grounding verordnet. Offizieller Grund sind finanzielle Probleme. Doch das sind nicht alle Schwierigkeiten, welche die Airline des Oppositionellen Alexander Lebedew plagen. Die Strafverfolgungsbehörden werfen seinem Unternehmen nun auch vor, die Piloten in der Ausbildung im Simulator nicht ausreichend auf Gefahrensituationen vorzubereiten. Man habe herausgefunden, dass die Crew nicht auf kritische Situationen und Warnungen in Bodennähe vorbereitet sei, so ein Sprecher der Behörde. Ende Dezember war eine Tupolew Tu-204 von Red Wings am Moskauer Flughafen Wnukowo verunglückt. Fünf Menschen kamen dabei ums Leben. Der Flieger war beim Landeanflug über die Piste hinausgeschossen.

Red Wings habe gegen das russische Gesetz verstoßen, heißt es daher. Lebedew ist fassungslos. Die Vorwürfe seien haltlos, gab er auf seinem Twitter-Account bekannt. Denn Simulatoren, mit denen sich derartige Situationen üben ließen, seien in Russland überhaupt nicht erhältlich. Man habe darum das Training im Cockpit eines Fliegers absolviert. Die Staatsanwaltschaft habe überhaupt keine Ahnung, wovon sie rede. Man werde gegen die Suspendierung und die Vorwürfe rechtlich vorgehen.

Gegen das Gesetz verstoßen?

Auch hinter den neuen Schritten sieht Lebedew politische Gründe. Er ist als liberaler Regierungsgegner bekannt. Unter anderem gehört ihm ein Teil von Russlands stärkster Oppositionszeitung Nowaya Gaseta. Momentan läuft auch noch Verfahren wegen Hooliganismus gegen den Milliardär, nachdem er in einer Talkshow im Jahr 2011 einen anderen Gast tätlich angegangen war. Ihm drohen nun bis zu sieben Jahre Gefängnis.

Mehr zum Thema

ilyushin il 114 300

So sollen russische Flugzeuge künftig in Indien gebaut werden

russland iraero antonov an 26 02

Fluggäste in Russland sitzen auf einmal in Transporter statt in Passagierflugzeug

Tu-204: Immer mehr alte Flieger kehren in die Flotten russischer Airlines zurück.

Boeing 747, Antonov An-148, Ilyushin Il-96, Tupolev Tu-204: Russland holt immer mehr alte Jets zurück in die Flotten

Il-76 von Aviacon Ziatrans: In den Iran geflogen.

Ilyushin Il-76 pendeln auffällig oft zwischen Russland und Teheran

Video

Airbus A350 von Air France nach der Landung in Abidjan: Die Passagiere konnten das Flugzeug über Treppen verlassen.
Kleiner Fehler mit großer Wirkung: Ein Airbus A350 von Air France bog nach der Landung in Abidjan falsch ab und blieb stecken. Er musste aufwändig geborgen werden.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Tu-214 in einer Halle: S7 Airlines steht kurz vor der Bestellung von 100 Exemplaren.
Russlands Fluglinien brauchen dringend neue Flugzeuge. Die beiden größten des Landes, Aeroflot und S7 Airlines, reagieren nun mit Großbestellungen - sie wollen 190 Tupolev Tu-214 und Yakovlev MS-21 ordern.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
vueling airbus a320 mann auf flugzeug
Sicherheitsvorfall am Flughafen Valencia. An dem spanischen Airport ist am Wochenende ein junger Mann auf ein Flugzeug von Vueling geklettert.
Timo Nowack
Timo Nowack