Techniker von Aeroflot: Das Wartungsunternehmen Aeroflot Technics ist Opfer eines massiven Cyberangriffs geworden.

24. FebruarSchwerer Hackerangriff legt Aeroflot Technics lahm - an einem ganz besonderen Datum

In der Nacht auf den 24. Februar wurde die Wartungstochter der russischen Nationalairline Opfer einer schweren Cyberattacke. Die Server von Aeroflot Technics sind leer. Der Betrieb läuft manuell weiter, auch dank Hilfsmitteln wie Flugverfolgungsdiensten.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugmechaniker Experimental Shop (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
ticker-dfs-deutsche-flugsicherung

Fluglotse (w/m/d)

Deutsche Flugsicherung DFS
Studium
Langen b. Frankfurt
Top jobs
Deutschland
.

Event Manager (m/f, 100%)

Vollzeit
IRF Reputation AG
Basel
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Luftfahrt

Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine dauert mittlerweile vier Jahre. Am 24. Februar 2022 begann Russland mit einer großangelegten, völkerrechtswidrigen Invasion der Ukraine, die bis heute andauert. Seitdem wehrt sich das Land mit internationaler Unterstützung gegen die Aggression. Dabei setzt sie weiterhin auf Luftschläge, Drohnenangriffe und begrenzte Gegenoffensiven.

In der Nacht zum 24. Februar ist die IT-Infrastruktur von Aeroflot Technics Ziel einer schweren Cyberattacke geworden, wie der russische Telegram-Kanal Aviatorshina berichtet. Das Unternehmen ist der größte Flugzeugwartungsspezialist Russlands. Nach ersten Erkenntnissen ist nur Aeroflot Technics betroffen; Aeroflot selbst meldet keine Ausfälle.

Mitarbeitende nutzen private Mobiltelefone

Aeroflot Technics musste sämtliche Server abschalten. Mitarbeitende sollen derzeit keinen Zugriff auf Internet, interne Programme oder Telefonie haben und sich stattdessen über private Mobiltelefone koordinieren, schreibt Aviatorshina. «Alles ist abgeschaltet, es gibt kein Netzwerk, alle Programme sind ausgefallen, die Telefonie funktioniert nicht», berichten Betroffene.

Auf den Servern von Aeroflot Technics sollen keine Daten mehr verfügbar sein. Das volle Ausmaß des Angriffs wird sich erst zeigen, wenn die Systeme schrittweise wieder hochgefahren werden, berichtet Aviatorshina. Demnach werde die vollständige Wiederherstellung des IT-Betriebs nicht Tage, sondern Wochen in Anspruch nehmen. Fachleute arbeiten derzeit unter Hochdruck daran, die Systeme wiederherzustellen.

Online-Anzeigetafeln und Flightradar24 als Notlösung

In der Zwischenzeit laufen viele Prozesse manuell ab, was zu ungewöhnlichen Lösungen führt: Aktuell werden alle Informationen zu Ankunfts- und Abflugzeiten, Registrierungsnummern und Standorten der Aeroflot-Flugzeuge manuell über die Online-Anzeigetafeln des Flughafens Sheremetyevo sowie den Dienst Flightradar verfolgt.

Techniker wurden angewiesen, alle im Bordbuch dokumentierten Meldungen der Cockpit-Crews priorisiert zu bearbeiten. Auch die Zuweisung von Technikern zu Flugzeugen und Arbeitsumfängen erfolgt derzeit in Handarbeit. Immerhin sind die technische Dokumentation und die Flugpläne noch auf den Servern von Aeroflot verfügbar. Wer hinter der Attacke steht, ist nicht bekannt.

Nicht der erste Angriff

Es ist nicht die erste Cyberattacke auf die russische Luftfahrt. Im Juli 2025 war die Muttergesellschaft Aeroflot Ziel eines Angriffs, bei dem die IT-Systeme schwer beschädigt wurden. Zahlreiche Flüge am Moskauer Flughafen Sheremetyevo mussten in der Folge gestrichen werden.

365 Tage Luftfahrtjournalismus – fair, fundiert und unabhängig. Damit das so bleibt, brauchen wir Ihre Unterstützung. Schon für den Preis eines Getränks am Flughafen genießen Sie aeroTELEGRAPH werbefrei. Jetzt hier klicken und abonnieren

Mehr zum Thema

Blauer Traktor am Flughafen Novosibirsk: Drei Flugzeuge mussten durchstarten.

Blauer Traktor zwingt drei Flugzeuge in Novosibirsk zum Durchstarten

Zweiter Prototyp der Yakovlev MS 21-310:  Russland will neue Gebühr zur Finanzierung.

Passagiere sollen teure Flugzeuge aus russischer Produktion bezahlen

Embraer E190 von Wideroe: Mit diesem Flugzeugtyp wurden die Russinnen und Russen Richtung Heim geflogen.

Widerøe fliegt Russen im Spitzbergen-Eklat zurück nach Hause

Airbus A330 von Aeroflot: Bald mit iranischen Teilen?

Von der Airbus-A330-Wartung zur Teilefertigung: So weit gingen Russlands Pläne mit Iran

Video

Die D-AIHW von Lufthansa: Der Airbus A340-600 machte die Derière.
Jetzt ist es vorbei mit Airbus A340-600 bei Lufthansa. Zum Abschied des letzten Exemplares des Vierstrahlers blicken wir auf fünf Besonderheiten zurück, die ihn zu einem der faszinierendsten Langstreckenjets machten.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
airbus a321 p2f qantas
Einst beförderten sie Fluggäste für China Southern: Jetzt erweitert Qantas mit umgebauten A321 ihre Frachterflotte und fliegt mit den Airbus-Jets für die australische Post. Es ist die Ablösung für die BAE 146-300.
Timo Nowack
Timo Nowack
Blick aus dem Airbus A340-600 von Lufthansa: Jetzt ein Bild der Vergangenheit.
Nach 23 Jahren hat Lufthansa ihren letzten regulären Flug mit einem Airbus A340-600 absolviert. Am Steuer saß Lufthansa-Airlines-Vorstand Francesco Sciortino. Es war ein emotionaler Abschied von einem Flugzeug, das für viele etwas Besonderes war - aber einfach nicht mehr mit den moderneren Modellen mithalten kann.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin