Superjet 100 auf einem Showflug: Bald eine grosse Schwester?

Russland plant Superjet 130

Der Erfolg mit dem Superjet 100 spornt den Flugzeugbauer Sukhoi an. Nun will er eine Langversion bauen. Und ärgert so Boeing.

Top-Jobs

Goldeck Logo

Kapitän Pilatus PC-12NGX (f/m/d)

Goldeck-Flug Gesellschaft m.b.H.
Vollzeit
Top jobs
Wien / Wiener Neustadt
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Sparfell Logo

Captain/First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

SPARFELL Luftfahrt GmbH
Vollzeit
Vienna
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Pilatus Logo

Mechaniker Flugzeugkomponenten (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller

Erst vier Stück seines Regionalfliegers lieferte Sukhoi bislang aus. Die Erfahrungen der Erstbesteller Armavia aus Armenien und Aeroflot sind aber durchwegs positiv. Die russische Fluggesellschaft setzt den Superjet 100 deshalb inzwischen bereits für Flüge ins nahe Ausland ein. Kürzlich flog die erste Maschine nach Oslo. Und die Auftragsbücher sind voll. Insgesamt kann der Flugzeugbauer aus Moskau bereits auf 170 garantierte Bestellungen für das Modell zählen, das bislang in einer Variante für 75 Passagiere und in einer für 95 Passagiere und mit zwei Reichweiten (bis maximal 4580 Kilometer) angeboten wurde.

Doch nun will Sukhoi mehr. Das Unternehmen plant eine verlängerte Version des Superjet 100, wie die Wirtschaftszeitung Kommersant meldet. Der Superjet 130 soll 130 Passagieren Platz bieten. Er soll jedoch nicht einfach nur länger sein als der Superjet 100, sondern ein «faktisch neues Flugzeug» wie ein Informant aus Unternehmenskreisen dem Blatt erklärte. Die Kosten des neuen Projekts werden auf rund 760 Millionen Euro veranschlagt.

Partner aus Italien

Den Superjet 130 kann Sukhoi indes nicht so bauen, wie jetzt das Modell 100. Es wird gegenwärtig vor allem im Werk in Komsomolsk-am-Amur hergestellt. Doch an der Entwicklung des russischen Fliegers war auch Boeing beteiligt. Und die Amerikaner bedungen sich aus, dass Sukhoi keine Flieger bauen darf, die mehr als 129 Sitzplätze aufweisen. Das Modell 130 müsste deshalb zumindest teilweise anderswo produziert werden. Dazu haben die Russen offenbar bereits Gespräche mit dem italienischen Partner Alenia, einer Tochter des Industriekonzerns Finmeccanica, aufgenommen. Sie ist derzeit mit 25 Prozent an Sukhoi beteiligt. Beim neuen Projekt sollen die Italiener gar 49 Prozent besitzen. Sie sind offenbar dem Plan nicht abgeneigt. Finmeccanica-Chef Guiseppe Orsi erklärte jedenfalls kürzlich, man wolle die Zusammenarbeit mit Sukhoi ausbauen, wie Russland Aktuell meldet.

Mehr zum Thema

Tragflüche der Boeing 777X: Die Flugzeuge sollen deutlich weiter fliegen.

Boeing verspricht bei der 777X plötzlich eine deutlich höhere Reichweite

ticker-boeing-1

Dänemark beschafft sich zwei Boeing P-8A Poseidon

ticker-boeing-1

IT-Ausfall bremste Boeing-Produktion und Flugzeugauslieferungen

ticker-boeing-1

Boeing steigt aus Wettbewerb um neuen Jet-Trainer der US Navy aus

Video

Der Airbus A350-1000 ULR mit der Kennung F-WULR ist um 10:43 Ortszeit zum ersten Mal auf australischem Boden gelandet.
Ohne Passagiere, aber mit über tausend Sensoren an Bord, ist der erste Airbus A350-1000 ULR für Qantas Project Sunrise in Melbourne gelandet. Der Testjet legte die Strecke von Toulouse in nicht ganz 20 Stunden zurück, noch in unlackierter Green Livery.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Die VA-1X von Vertical Aerospace: Zeigte in Farnborough, was sie kann.
Elektrische Senkrechtstarter gelten als eines der Zukunftsthemen der Luftfahrt. Auf der Farnborough Airshow demonstrierte Vertical Aerospace eindrucksvoll die Fähigkeiten seines Prototyps. Bis Passagiere regelmäßig mit Evtols fliegen, dürfte allerdings noch einige Zeit vergehen.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Airbus A340-300 von Mahan Air bei der Landung im Jemen: Der Airport ist seit zehn Jahren gesperrt.
Ein Airbus A340 von Mahan Air weicht auf einen seit über zehn Jahren gesperrten Flughafen aus, nachdem Regierungstruppen die Landebahn in Sanaa beschossen haben. Die Regierung hat den gesamten Luftverkehr ausgesetzt.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies