Flieger von Ural Airlines: Viele Jets nun in Russland registriert.

International illegalRussland hat schon 360 Flugzeuge neu registriert

Vor allem im März hat Russland viele Flieger unrechtmäßig im eigenen Land angemeldet. Darunter sind auch viele Jets westlicher Leasingfirmen - eine ist besonders betroffen.

Top-Jobs

Goldeck Logo

Kapitän Pilatus PC-12NGX (f/m/d)

Goldeck-Flug Gesellschaft m.b.H.
Vollzeit
Top jobs
Wien / Wiener Neustadt
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Sparfell Logo

Captain/First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

SPARFELL Luftfahrt GmbH
Vollzeit
Vienna
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Pilatus Logo

Mechaniker Flugzeugkomponenten (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller

Den russischen Behörden missfiel es schon seit Jahren. Doch bis zum russischen Angriff auf die Ukraine im Februar 2022 war der Großteil der in Russland aktiven Flugzeuge nicht in der Heimat registriert, sondern auf den Bermudas oder in Irlands.

Infolge der Sanktionen gegen Russland ergriffen beide Länder jedoch Maßnahmen, um die Lufttüchtigkeitszeugnisse für die Flugzeuge der russischen Betreiber auszusetzen. Russland begann daraufhin, mithilfe eines neues Gesetzes mehr der Flugzeuge im eigenen Land anzumelden - international illegal, denn es fehlen Nachweise der vorherigen Abmeldungen und bei im Westen geleasten Jets fehlen auch Genehmigungen der Eigentümer.

Leasingfirma Aercap trifft es hart

Das britische Luftfahrt-Beratungsunternehmen IBA hat nun in einer Analyse ermittelt, dass Russland seit Anfang März 360 Flugzeuge neu registriert hat. Fast 150 dieser Neuzulassungen geschahen demnach alleine in der Zeit zwischen dem 13. und 18. März.

Laut IBA gehören 171 der 360 neu registrierten Flieger nicht-russischen Leasinggebern. Am stärksten betroffen ist Aercap (49 Flugzeuge) mit deutlichem Abstand vor Air Lease Corporation (13), SMBC Aviation Capital (zwölf) und Carlyle Aviation Management (zehn).

Ural Airlines mit den meisten Fliegern

Etwa 75 Prozent der neu angemeldeten Flugzeuge waren gemäß der Analyse in der dritten April-Woche aktiv. Die meisten der Flieger betreibt demnach Ural Airlines (52), gefolgt von Nordwind Airlines (23), Rossiya (14), Smartavia (13) und Aeroflot (zwölf).

Mehr zum Thema

Russland erlässt Gesetz, das es Leasingfirmen erschwert, Flugzeuge aus Russland zurückzuholen

Russland erlässt Gesetz, das es Leasingfirmen erschwert, Flugzeuge aus Russland zurückzuholen

Boeing 737 von Aeroflot mit bermudischem VQ-Kennzeichen: verliert Lufttüchtigkeit.

740 Jets von Aeroflot, S7, Utair und Co. verlieren Zulassung

Erster Airbus A350 von Aeroflot: Trägt das KennzeichenVQ-BFY und ist in Bermuda registriert.

Russland will ausländische Kennzeichen verbieten

Antonov An-2 einer Feuerwehreinheit zur Waldbrandbekämpfung: Angetrieben von einem Neunzylinder-Sternmotor.

Wie Russland darum ringt, die Antonov An-2 noch lange in der Luft zu halten

Video

Airbus A340-300 von Mahan Air bei der Landung im Jemen: Der Airport ist seit zehn Jahren gesperrt.
Ein Airbus A340 von Mahan Air weicht auf einen seit über zehn Jahren gesperrten Flughafen aus, nachdem Regierungstruppen die Landebahn in Sanaa beschossen haben. Die Regierung hat den gesamten Luftverkehr ausgesetzt.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
boeing 787 dreamliner fenster knopf
Die Boeing 787 hat elektronisch dimmbare Kabinenfenster. Die Knöpfe für deren Bedienung müssen jedoch immer wieder ersetzt werden - auch, weil Fluggäste unnötig häufig drücken.
Timo Nowack
Timo Nowack
Ilyushin Il-114-300: Nur eingeschränkt zugelassen
Die russische Luftfahrtbehörde hat der Ilyushin Il-114-300 die Musterzulassung erteilt. Doch der Schritt hat einen Haken: Das neue Regionalflugzeug darf zunächst nur unter sehr eingeschränkten Bedingungen abheben.
Laura Frommberg
Laura Frommberg