Yakovlelv Yak-42: Kann nicht bei russischen Airlines landen.

Leasing-AngebotRussische Fluggesellschaften lehnen Yakovlev Yak-42 ab

Eine Leasinggesellschaft sah ihre Chance und bot Iraero, Red Wings und Utair Sowjetflieger zum Leasing an. Denn diese bestehen nur aus inländischen Teilen. Doch die Airlines lehnen die Yakovlev Yak-42 ab.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
HahnAir

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung
Etihad Job

First Officer A320

Abu Dhabi
Feste Anstellung
Etihad Airways
United Arab Emirates
Vollzeit
Top jobs

Neue Flugzeuge von Airbus und Boeing bekommen russische Fluggesellschaften wegen den westlichen Sanktionen keine mehr. Und bis die Produktion von Superjet 100 und Irkut MS-21 hochgefahren und die von Tupolev Tu-214 wieder angekurbelt ist, dauert es noch eine Weile. Und so müssen sie sich mit dem begnügen, was sie haben.

Darin sah AT-Leasing eine Chance. Das Moskauer Unternehmen hat sich seit 20 Jahren auf die Vermietung von Yakovlev Yak-42 spezialisiert. 14 Exemplare des Dreistrahlers mit Platz für bis zu 120 Fluggäste besitzt sie. Und die hat sie russischen Fluggesellschaften in den vergangenen Wochen angeboten, wie die Zeitung Izvestia schreibt. Unter anderem gingen Offerten an Iraero, Red Wings und Utair.

 «Es geht nicht um das Alter des Flugzeugs»

Die Yakovlev Yak-42 hat einen großen Vorteil. Sie stammt noch aus der Sowjetära und besteht daher ausschließlich aus inländischen Komponenten. Daher könnte sie auch für Auslandsflüge eingesetzt werden. Zudem sind die Leasingraten niedrig. AT-Leasing verwies zudem auf ihre Wartungszentren in Bykovo bei Moskau in Chelyabinsk und versprach einen erstklassigen Service.

Doch wie Izvestia schreibt, zeigten die russischen Airlines AT-Leasing die kalte Schulter. Man habe kein Interesse an den Yakovlev Yak-42, so der Bescheid. «Es geht nicht um das Alter des Flugzeugs, sondern um seine Leistungsmerkmale», sagte Iraero-Chef Yury Lapin der Zeitung. Die höhere Kapazität im Vergleich zum Superjet 100 gefiel der Fluglinie zwar, aber nicht die Effizienz.

Nur mit Subventionen rentabel

Eine Branchenquelle sagte Izvestia, der Einsatz sowjetischer Flugzeuge könne nur mit erheblicher staatlicher Unterstützung oder auf internationalen Flügen rentabel sein. Red Wings erklärte ebenfalls, ein Leasingdeal wäre vielleicht in der emsigen Sommersaison infrage gekommen, aber nicht mehr jetzt. Utair äußerte sich nicht.

Die Yak-42 datiert zurück aufs Jahr 1972. Damals begann das Yakovlev Design Bureau die Entwicklung eines neuen Kurz- bis Mittelstreckenflugzeuges für 100 bis 120 Passagierinnen und Passagiere. Es sollte Tupolev Tu-134, Ilyushin Il-18, Antonov An-24 und An-26 ersetzen.

187 Exemplare gebaut

Am 7. März 1975 absolvierte der erste Prototyp seinen Erstflug, fünf Jahre danach wurde das erste Exemplar an Aeroflot ausgeliefert. Insgesamt baute Yakovlev 187 Stück des 36,4 Meter langen Dreistrahlers. Mit der Variante Yak-42 D mit mehr Reichweite (4000 statt 2790 Kilometer) konnte der Hersteller auch Exporterfolge in China, im Iran, in Kuba und später in Bosnien erzielen. 2003 wurde die Produktion eingestellt.

Mehr zum Thema

Boeing 737-800 von Aeroflot, hier noch mit Bermuda-Registrierung: Teile gefragt.

Russland erleichtert Ausschlachten von Airbus-und Boeing-Jets

Flugzeug von Aeroflot: Zusätzliche Mühen und Kosten drohen.

Aeroflot und Co. haben Mühe mit ihren Versicherungen

Boeing 757 von Royal Flight: Die Fluglinie gab Jets zurück.

Fünf russische Airlines geben freiwillig Jets zurück

ticker-russland

Russland plant milliardenschweren Ausbau seiner Flughäfen

Video

midway atoll usfws
Die USA müssten mindestens 100 Millionen Dollar investieren, um den Flughafen des Midway Atolls betriebsbereit zu halten. Etliche Airlines und der Flugzeugbauer Boeing werben für die Investition - obwohl es so gut wie keine Starts und Landungen an dem Airport gibt.
Timo Nowack
Timo Nowack
Feuerwerk und Flugzeug: Keine gute Kombination.
Feuerwerk und Flugzeuge sind keine gute Kombination. Das zeigte sich am Flughafen Mundo Maya in Guatemala, als ein Airbus A320 von Avianca zur Landung ansetzte.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
Der neue Honda Jet: Die Maschine heißt ab sofort Echelon.
Der japanische Businessjet-Hersteller vermeldet Fortschritte beim Bau der ersten Echelon-Maschine, muss aber gleichzeitig eine deutliche Verzögerung einräumen. Erstflug und Zulassung verschieben sich um bis zu drei Jahre.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies