Geparkte Flieger von Air Berlin: Viele warten auf Geld.

InsolvenzRund eine Million Gläubiger bei Air Berlin

Vor einem Monat wurde die Insolvenz über Air Berlin offiziell eröffnet. Nun offenbaren die Verwalter, wie viele Forderungen an die Fluggesellschaft gestellt werden dürften.

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Jetzt geht die Arbeit der Juristen erst richtig los. Am 1. November um 9.30 Uhr hat die Richterin am Amtsgericht Charlottenburg das endgültige Insolvenzverfahren über die Air Berlin PLC & Co. Luftverkehrs KG, die Air Berlin PLC und die Air Berlin Technik GmbH eröffnet. Der Grund: «Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung», wie es im Gerichtsbeschluss heißt.

Wer glaubt, noch Geld bei Air Berlin gut zu haben, muss nun bis zum 1. Februar seine Forderungen anmelden – mit Angabe von Grund und Betrag. Unter den Gläubigern sind Mitarbeiter, Lieferanten, Leasinganbieter, Passagiere, Flughafenbetreiber, Treibstofflieferanten oder unter vielen anderen auch Cateringfirmen. Offenbar warten sehr viele auf Geld von Air Berlin - mehr als noch vor wenigen Wochen erwartet.

«Hohe Anzahl der zu erwartenden Forderungen»

«In der Unternehmensgruppe sind zirka eine Million Gläubiger zu berücksichtigen», schreiben die Insolvenzverwalter von der Berliner Kanzlei Flöther & Wissing in einem Schreiben vom 24. November an die Gläubiger, das aeroTELEGRAPH vorliegt. Haben sie ihre Forderungen angemeldet, müssen sie warten. «Wegen der hohen Anzahl der zu erwartenden Forderungen» dauere es, bis alles geprüft sei. Stichtag ist der 1. August 2018. Erst danach können erste Geldbeträge ausbezahlt werden.

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