Dreamliner von Royal Brunei Airlines: Die Fluglinie spürt Gegenwind.

Wegen Gesetz gegen HomosexuelleRoyal Brunei sollen Landerechte entzogen werden

Homosexuelle können in Brunei neuerdings gesteinigt werden. In Australien wird darum ein Landeverbot für die staatliche Royal Brunei Airlines gefordert.

Top-Jobs

IFFD Flugdienste

Piloten/ First Officer (m/w/d)

IFFD GmbH
Graz/Klagenfurt
Feste Anstellung
NCC-Betrieb
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

Flight Operations Officer in Vienna (Austria)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

Compliance Monitoring Manager – Flight Operations

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs

Sultan Hassanal Bolkiah hat eine klare Meinung. «Ich möchte, dass die islamische Lehre in diesem Land stärker wird», so der Alleinherrscher von Brunei gemäß der Nachrichtenagentur AFP in einer Fernsehansprache. In den letzten Jahren hat der 72-Jährige nach und nach die Scharia eingeführt, das Rechtssystem des Islam. Zwei Drittel der rund 417.000 Einwohner des Kleinsaates in Südostasien sind Muslime.

Am Mittwoch (3. April) hat Brunei nun den letzten Schritt zur Umsetzung der Scharia gemacht. Es wurden drakonische Strafen für Diebstahl, Ehebruch und Sodomie eingeführt, die in der Verfassung von 2013 zwar bereits vorgesehen, aber nicht umgesetzt wurden. Homosexualität war bereits strafbar und wurde mit bis zu zehn Jahren Gefängnis bestraft. Nun aber droht Schwulen im Extremfall die Steinigung. Lesben werden ausgepeitscht.

Petition gegen Staatsairline

In einer viel beachteten Aktion hat Schauspieler George Clooney wegen der neuen, unmenschlichen Gesetze gegen Homosexuelle zum Boykott von neun Hotels auf der ganzen Welt aufgerufen, die im Besitz des Sultans von Brunei sind. Elton John hat sich dem Aufruf angeschlossen. Unter dem Radar flog bisher die Nationalairline Royal Brunei Airlines. Das ändert sich nun aber.

Die Lobby der Schwulen und Lesben im Bundesstaat Victoria hat die Zentralregierung Australiens aufgefordert, Royal Brunei Airlines die Landerechte zu entziehen. Die Staatsairline steuert von der Hauptstadt Bandar Seri Begawan aus Melbourne an. Zudem wurde auf der Plattform Megaphone eine Petition gestartet, die das Gleiche fordert. Sie hat bereits mehr als 14.000 Unterschriften erhalten.

Keine Vergünstigungen mehr

Das ist nicht alles. Virgin Australia hat mit sofortiger Wirkung den Vertrag gekündigt, der es den Angestellten von Royal Brunei Airlines erlaubte, vergünstigt zu fliegen. Und der Druck dürfte noch zunehmen. Denn Royal Brunei Airlines fliegt in Europa London an. Auch in Großbritannien sind deshalb Boykottaufrufe zu erwarten.

Es ist nicht das erste Mal, dass Royal Brunei Airlines wegen Homophobie im Fokus steht. Vor fünf Jahren hat die Australian Football League Europe AFL bereits ihren Sponsoringvertrag mit der Fluggesellschaft gekündigt.

Mehr zum Thema

Spieler der AFL Europe: Doch kein Geld von Royal Brunei.

Royal Brunei nicht mehr erwünscht

Dreamliner von Royal Brunei: Umbau für mehr Leistung.

Royal Brunei lässt Dubai links liegen

Neue Bemalung: RB statt Staatswappen auf dem Seitenleitwerk des Dreamliners.

Royal Brunei mit neuem Elan

Lufthansa Cargo rechnet mit Wachstum und setzt auf Asien

Lufthansa Cargo rechnet mit Wachstum und setzt auf Asien

Video

Airbus A350 von Finnair: Bald eigen Musik an Bord.
Die veränderte Kundenstruktur bringt eine stärkere Markenpositionierung als finnische Airline. Komponist Lari Porra schuf für Finnair eine Klangwelt, die finnische Landschaften und das Reisegefühl musikalisch erlebbar machen soll. So klingt sie.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
pab wingair fujairah airbus a320 neo acj
Bei Airbus in Toulouse ist ein frisch produzierter A320 Neo zu erspähen, dessen Lackierung deutlich macht: Er wird in die Vereinigten Arabischen Emirate gehen. Allerdings nicht zu einer Airline.
Timo Nowack
Timo Nowack
airbus a380 qantas sao paolo
Ein Airbus A380 der australischen Airline hat einen Flug nach Brasilien absolviert, der nicht zum Linienflugprogramm von Qantas gehört. Das sorgte für zwei Premieren. Nun gibt es Gerüchte, dass ein Superstar den Superjumbo gemietet haben soll.
Timo Nowack
Timo Nowack