So sah das Flugzeug als VH-OJU bei ihrem letzten Passagierflug noch aus.

Doch kein fliegender PrüfstandRolls-Royce will seine Boeing 747-400 loswerden

Der Triebwerksbauer übernahm eine Boeing 747-400 von Qantas. Der Jumbo-Jet sollte zum fliegenden Prüfstand werden. Stattdessen droht ihm doch die Schrottpresse.

Top-Jobs

bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Hahnair Logo

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung

Ihren letzten Passagierflug machte sie im Oktober 2019 von Sydney nach Los Angeles. Dann wurde die Boeing 747-400 mit dem Kennzeichen VH-OJU ausgemustert. Doch für den Jumbo-Jet der australischen Fluggesellschaft Qantas ging es nicht auf den Schrottplatz.

Das Flugzeug ging an den Triebwerkshersteller Rolls-Royce. Der plante, die Boeing 747-400 künftig als fliegenden Prüfstand für seine Motoren nutzen. Die Spezialfirma Aerotec sollte sie in den kommenden zwei Jahren umbauen und mit den nötigen Messinstrumenten ausstatten. Kostenpunkt für Erwerb und Umbau: rund 70 Millionen Dollar.

Zwei Positionen für Tests geplant

Nach dem Umbau sollte der Vierstrahler einen Versuchsmotor anstelle eines gewöhnlichen Antriebs an der inneren Triebwerksposition unterhalb des linken Flügels tragen können. Kleinere Triebwerke, etwa von Businessjets, sollten außerdem an einer Aufhängung seitlich auf Höhe des Oberdecks installiert und getestet werden.

Doch in den vergangenen Monaten fiel Planespottern immer wieder auf, dass sich an dem Flugzeug, dass jetzt mit dem Kennzeichen N747RR am Grant County International Airport in Moses Lake im amerikanischen Bundesstaat Washington steht, nicht viel tut.

Abschied in den kommenden Wochen

Und tatsächlich hat Rolls-Royce den Plan aufgegeben, den Jumbo-Jet zum fliegenden Prüfstand umzubauen, wie das Portal Flightglobal berichtet. Der Triebwerksbauer wird sich von dem Jet trennen.

Rolls-Royce sagt zur Begründung: «Aufgrund der Covid-19-Pandemie und der daraus resultierenden Auswirkungen auf unser Flugversuchsprogramm (das nun einen reduzierten Umfang über einen längeren Zeitraum hat) haben wir die Entscheidung getroffen, diese Aktivität einzustellen und unsere zukünftigen Flugversuche auf unserer bestehenden 747-200 fortzusetzen, die umkonfiguriert wird, um diese Anforderungen zu erfüllen.» Von der Boeing 747-400 werde man sich in den kommenden Wochen trennen.

Mehr zum Thema

Boeing 747 SP von Pratt & Whitney mit dem Triebwerk PW812D: Der Jumbojet ist ein fliegender Prüfstand.

Diese Boeing 747 hat ein Triebwerk zu viel

Ilyushin Il-76 des Gromov Flight Research Institute: Testet auch das PD-8.

Russland testet neues Superjet-Triebwerk mit Ilyushin Il-76

Boeing 747-400 von General Electric: Großer Rumpf macht den Jumbo zum geeigneten Testflieger.

Wie das größte Triebwerk der Welt im Flug getestet wird

ticker-boeing-1

Boeing wendet Streik von 15.500 Ingenieurinnen und Ingenieuren und Technikfachkräften ab

Video

Szene aus «111 - Echoes from Halifax»: Der Film zeigt die Tragödie anhand menschlicher Schicksale nach.
Anne Walser ist Produzentin des Kinofilms «111- Echoes from Halifax». Im Interview erklärt sie, weshalb das Thema Absturz von Swissair-Flug SR111 auch nach mehr als 25 Jahren noch aktuell ist, wieso sie bewusst auf einen Katastrophenfilm verzichtete und wie sich das Team vorbereitete.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
lufthansa erster airbus a350 1000 erstflug 01
Der erste Airbus A350-1000 der deutschen Fluggesellschaft trägt den XXL-Kranich und hat nun erstmals den Boden verlassen. Noch sitzen aber keine Lufthansa-Piloten am Steuer.
Timo Nowack
Timo Nowack
Die abgestürzte Beechcraft im Maisfeld: Alle vier Personen haben überlebt.
In Wisconsin stürzt ein Kleinflugzeug in ein Maisfeld. Die ersten Helfer kommen nicht über die Straße, sondern mit dem Fallschirm aus einem anderen Flugzeug, das zufällig in der Nähe war.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies