Ilyushin Il-76 des Gromov Flight Research Institute: Testet auch das PD-8.

Aviadvigatel PD-8Russland testet neues Superjet-Triebwerk mit Ilyushin Il-76

Das russische Aviadvigatel PD-8 soll dereinst den Superjet 100 antreiben. Bald stehen die ersten Flugtests an - mit einem fliegenden Labor in einer Ilyushin Il-76.

Top-Jobs

Goldeck Logo

Kapitän Pilatus PC-12NGX (f/m/d)

Goldeck-Flug Gesellschaft m.b.H.
Vollzeit
Top jobs
Wien / Wiener Neustadt
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Sparfell Logo

Captain/First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

SPARFELL Luftfahrt GmbH
Vollzeit
Vienna
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation

Das Projekt hat seit dem Angriff Russlands auf die Ukraine eine noch höhere Dringlichkeit erhalten. Denn die Sanktionen des Westens verhindern, dass die russische Flugzeugindustrie Komponenten aus Europa und Nordamerika erhält. Sie muss daher den Ersatz von Importen beschleunigen.

Doch die meisten Projekte sind noch nicht reif, so auch das Aviadvigatel PD-8. Das Triebwerk soll dereinst den Superjet 100 antreiben und das Power Jet Sam 146 ersetzen, das in Kooperation mit dem französischen Motorenbauer Safran entsteht. Das neue Triebwerk dagegen soll 100 Prozent Made in Russia sein.

«Konstruktionslösungen sind korrekt»

Die United Engine Corporation hat nun immerhin einen weiteren Schritt gemacht. Sie hat das Testprogramm auf dem Prüfstand für den ersten Prototyp des PD-8 erfolgreich abgeschlossen, wie Muttergesellschaft Rostec, der staatliche russische Technologiekonzern, am Mittwoch (11. Mai) meldete. Es habe sich dabei bestätigt, dass «das Triebwerk und seine Systeme gemäß den in der Aufgabenstellung festgelegten Grundparametern funktionieren und dass die im Produkt verwendeten Konstruktionslösungen korrekt sind».

Das PD-8: Soll vor allem den Superjet voranbringen. Bild: Rostec

Damit habe man die wichtigste Etappe bei der Entwicklung eines neuen russischen Triebwerks abgeschlossen, so Rostec. Als nächstes folge die Erprobung der Komponenten auf autonomen Prüfständen. Außerdem seien Testflüge mit dem PD-8 geplant.

Ein gigantisches fliegendes Labor

Der neue Motor wird dabei an einem fliegenden Prüfstand getestet. Verwendet wird dazu die Ilyushin Il-76 LL des Gromov Flight Research Institute. Die Abkürzung LL steht für Letayuschchaya Laboratoriya, fliegendes Labor.

Mit dem Vierstrahler testet Russland seit Längerem neue Motoren, so etwa auch das Aviadvigatel PD-14 oder das Progress D-27. Dabei wird die Ilyushin Il-76 jeweils von den drei Standardtriebwerken vom Typ Soloviev D-30 angetrieben, das vierte ist dann das zu testende.

Auch für Beriev Be-200 geplant

Mithilfe der Il-76 werde man «eine Reihe von technischen Berechnungen durchführen», so Rostec. Das PD-8 soll in Zukunft nicht nur den Superjet New (die russische Variante des Superjet 100) antreiben, sondern auch das Amphibienflugzeug Beriev Be-200.

Mehr zum Thema

Das Herzstück des PD-8: Im Mai begann die erste Testphase.

Herzstück des neuen Superjet-Triebwerks besteht erste Tests

Aviadvigatel PD-14: Das neue russische Triebwerk ist an einem MS-21-Testflieger verbaut ...

Das russische Puzzlestück namens PD-14

ticker-russland

Russland erhöht Finanzierung für Leasing heimischer Flugzeuge deutlich

Tu-214 und drei Mann im Cockpit: S7 Airline könnte deswegen einen Deal platzen lassen.

Auftrag von S7 Airlines für 100 Tupolev Tu-214 wackelt

Video

Canadair CL-415 beim Wasser tanken: Das Flugzeug ist Teil des EU-Katastrophenschutzes.
Während in Frankreich, Spanien und Italien Zehntausende vor den Flammen fliehen, mobilisiert die EU ihre Löschflugzeugflotte Resc EU. Doch die Maschinen sind im Schnitt über 30 Jahre alt. Ersatz ist bereits bestellt, kommt aber erst 2028.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
delta kapitaen verlaedet gepaeck
Der Flug ab Atlanta hatte schon Verspätung und es war nur ein Mitarbeiter da, um das Gepäck ins Flugzeug zu laden. Da stieg ein Pilot von Delta Air Lines aus und packte mit an.
Timo Nowack
Timo Nowack
Der Airbus A350-1000 ULR mit der Kennung F-WULR ist um 10:43 Ortszeit zum ersten Mal auf australischem Boden gelandet.
Ohne Passagiere, aber mit über tausend Sensoren an Bord, ist der erste Airbus A350-1000 ULR für Qantas Project Sunrise in Melbourne gelandet. Der Testjet legte die Strecke von Toulouse in nicht ganz 20 Stunden zurück, noch in unlackierter Green Livery.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies