Trent 1000 von Rolls-Royce: Der Hersteller glaubt daran, dass der Langstreckenmarkt auflebt.

Verspätung der 777XRolls-Royce hofft, von Boeings Problemen zu profitieren

Der Triebwerksbauer ist optimistisch, dass die Branche sich schneller erholt als erwartet. Rolls-Royce will dabei in Segmenten stark werden, wo man aktuell noch kleinere Marktanteile verzeichnet.

Top-Jobs

Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung
Etihad Job

First Officer A320

Abu Dhabi
Feste Anstellung
Etihad Airways
United Arab Emirates
Vollzeit
Top jobs
ticker-dfs-deutsche-flugsicherung

Fluglotse (w/m/d)

Deutsche Flugsicherung DFS
Studium
Langen b. Frankfurt
Top jobs
Deutschland
.

Event Manager (m/f, 100%)

Vollzeit
IRF Reputation AG
Basel
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Luftfahrt

Was die Auswirkungen der Pandemie und die Entwicklung der Nachfrage angeht, haben sich viele Fluggesellschaften verschätzt - was ein Grund für das Chaos an Europas Flughäfen ist. Doch nicht nur sie waren zu pessimistisch. Auch auf der Produktionsseite laufen die Geschäfte besser als erwartet.

Das Interesse an Großraumflugzeuge sei wieder gestiegen, sagte Chris Cholerton, Chef der zivilen Sparte von Rolls-Royce, kürzlich bei einem Medienanlass. Der Konzern stellt unter anderem die Triebwerke für den A350 her. Die Trent-XWB-Motoren sind die einzige Option von Motoren für Airbus' neuesten Langstreckenjet.

Dynamik auf dem Frachtmarkt

Und der A350 könnte ein Treiber des Erfolges für den Triebwerksbauer sein. Ein Grund liegt in den Problemen von Airbus' Konkurrent Boeing. Die Verzögerungen bei der Boeing 777X, deren Liefertermin auf 2025 verschoben wurde, könnten auch «eine Chance für den A350-1000 darstellen», so Cholterton. Er ist die längste Version des A350. Boeings 777X wird aktuell nur mit Triebwerken des Konkurrenten GE vermarktet.

Zusätzlich könne Rolls-Royce von der Dynamik auf dem Frachtmarkt profitieren, so Cholterton. «Ehrlich gesagt waren wir auf dem Cargomarkt nicht so stark», so der Manager. Doch der Airbus A350 F, der erst kürzlich von Airbus offiziell angekündigt wurde, könnte das langsam ändern. Außerdem würden wegen der hohen Nachfrage im Frachtmarkt auch die Flugzeuge, die von Rolls-Triebwerken angetrieben werden, mehr fliegen als noch 2019.

Auch Umbau von Passagier- zu Frachtfliegern hilft

Auch die Tatsache, dass derzeit viele Airbus A330 von Passagier-auf Frachtflieger umgebaut würden, würde die Marktanteile in dem Segment steigern. Denn: Dadurch erhalten die Flieger eine längere Lebensdauer. Ein Großteil der Flugzeuge, die jetzt nach und nach umgebaut würden, werden von Rolls-Royce Trent 700 angetrieben.

Mehr zum Thema

Airbus A350 F: So soll er aussehen.

Geheimnisvoller Kunde ordert sieben A350-Frachter

Boeing 777-9: Sammelt immer mehr Verspätungen ein.

Boeing liefert 777-9 erst ab 2025 und pausiert Produktion

Airbus A350-1000: Der Frachter wird etwas kürzer.

Was der Airbus A350 F im Detail bietet

Der Airbus-A350-F-Prototyp mit der Seriennummer 700: Trägt einen Paketlook, der aus einem Designwettbewerb hervorgegangen ist.

Anonymer Kunde bestellt acht Airbus A350 F

Video

regent viceroy first flight
Der amerikanische Hersteller Regent will seine Seegleiter in Küstenregionen in aller Welt liefern. Jetzt hat das Bodeneffektfahrzeug Viceroy erstmals einen bemannten Flug absolviert. Und die Zulassung verläuft anders als bei einem Flugzeug.
Timo Nowack
Timo Nowack
eurowings training center dus
Eurowings und Lufthansa Aviation Training haben ein Ausbildungszentrum eröffnet: In Düsseldorf üben Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter künftig, wie sie eine verrauchte Kabine evakuieren, einen bewusstlosen Piloten retten und eine Axt benutzen. aeroTELEGRAPH erhielt einen ersten Einblick ins neue Crew Training Center und sprach mit den Trainerinnen und Trainern.
Timo Nowack
Timo Nowack
Blick auf die Unglücksstelle: Die Boeing 767 F rutschte weit über die Piste hinaus.
Der Stimmenrekorder der in Miami verunglückten Boeing 767 F liefert erstmals Einblicke in die entscheidenden Minuten im Cockpit. Einer der Piloten des Fluges von Amazon Air warnte wiederholt vor dem hohen Tempo, automatische Systeme schlugen mehrfach Alarm.
Laura Frommberg
Laura Frommberg