Boeing 747 von Lufthansa: Je nach Ziel sind auch einheimische Flugbegleitende an Bord.

Gegen PersonalknappheitRegionale Lufthansa-Crews dürfen auch auf anderen Strecken arbeiten

Auf Lufthansa-Flügen nach China, Japan und Korea setzt die deutsche Airline Crews aus diesen Ländern ein. Jetzt dürfen sie für Lufthansa auch auf anderen Strecken unterwegs sein.

Top-Jobs

Hahnair

Document Control Manager (all genders)

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair

Prozessmanager (all genders)

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Pilatus Logo

Crossmedia Marketing Content Redakteur (a)

Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Flugzeugwerke AG
Schweiz
Vollzeit
Top jobs
Flightkeys

Subject Matter Expert (f/m/o)

Vienna
Feste Anstellung
Luftfahrttechnologie
Flightkeys GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs

Wer mit Lufthansa nach China, Korea, Indien oder Japan geflogen ist, hat es vielleicht bemerkt. Die Airline setzt auf diesen Strecken sogenannte regionale Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter ein. Das heißt: Sie stammen aus den Ländern, in die der Flug geht und sprechen daher auch die lokale Sprache.

Doch nicht alle dieser regionalen Crews sind aktuell gleichermaßen ausgelastet. So sei etwa das von Lufthansa angeflogene Streckennetz in China noch lange nicht auf dem erwünschten Niveau, heißt es in einer internen Veröffentlichung, die aeroTELEGRAPH vorliegt. Durch das reduzierte Angebot sei es nicht immer möglich, die regionalen Besatzungen wirtschaftlich entsprechend ihrer vertraglichen Arbeitszeiten einzusetzen.

Zu wenige Crews auf anderen Strecken

Gleichzeitig gibt es allerdings bei Lufthansa auf anderen Strecken oft zu wenige Crews. Daher hat man nun eine pragmatische Lösung gefunden: Regionale Flugbegleitende können auch außerhalb ihrer regionalen Strecken zum Einsatz kommen.

Primär werden regionale Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter weiterhin auf den Originärstrecken nach China, Japan und Korea eingesetzt. Liegt die Stundenauslastung danach aber zu niedrig, gibt es jetzt auch andere Strecken, auf denen die Crews fliegen können. Von Frankfurt aus sind das die Umläufe nach Almaty und Astana, Bahrain, Bangalore, Mumbai, Delhi, Dammam, Dubai und Teheran. Ab München sind Flüge nach Bangalore, Mumbai und Dubai möglich.

Keine Benachteiligung der anderen Mitarbeitenden

Es gehe nicht darum, die Gruppe der nicht-regionalen Flugbegleiterinnen und Flugbegleiter zu benachteiligen. «Es war uns außerordentlich wichtig, dass hier keine Umverteilung von Stunden entsteht, sondern ein sinnvolles Unterstützen durch die regionalen Flugbegleiter» heißt es in der Veröffentlichung. Man stelle sicher, dass die jeweilige regionale Gruppe nicht über den Stundenschnitt der nicht regionalen Flugbegleitergruppe geplant wird.

Stationiert sind die meisten dieser Besatzungsmitglieder in Frankfurt oder München, auch wenn es noch kleine Basen in Tokio und Delhi gibt. Bislang erhielten sie bei der Einstellung einen auf drei Jahre befristeten Vertrag. Danach hatten sie die Möglichkeit, in einen unbefristeten Vertrag zu wechseln, wenn sie Deutschkenntnisse der Stufe B2  - fortgeschrittene Mittelstufe - vorweisen konnten.

Neue Regelung zu den Sprachkenntnissen

Da inzwischen gesetzlich nur noch eine Befristung auf zwei Jahre erlaubt ist, haben die Mitarbeitenden weniger Zeit, das Niveau B2 zu erreichen - wenn sie es denn noch nicht haben. Daher gilt neu, dass man bereits zu Beginn das Niveau A2 vorweisen muss - also in der Lage sein, einfache Sätze zu verstehen und zu beantworten.

Mehr zum Thema

Crew von Lufthansa: Es fehlt an Personal.

Lufthansa-Crews sprechen von «untragbaren» Zuständen

Lufthansa-Jet in Frankfurt: Wie gut läuft es im Oktober?

Lufthansa-Crews warnen: «Flugbetrieb in Frankfurt kurz vor Kollaps»

Flieger von Swiss und Lufthansa: Geplant ist ein Personaltausch.

Auch Lufthansa-Personal ärgert sich über Einsatz bei Swiss

lufthans boeing 787 9 d abpf

Lufthansa will bald weitere Langstreckenjets bestellen

Video

santa monica douglas dc 3 monument
Er ist mehr als 100 Jahre alt, doch Ende 2028 wird er schließen. Der Flughafen Santa Monica in Kalifornien war zwar nie ein großer Verkehrsflughafen, aber dennoch historisch bedeutsam.
Timo Nowack
Timo Nowack
wrack bombardier crj 900 ntsb
Die Unfalluntersuchungsbehörde NTSB hat neues Videomaterial zum Zusammenstoß einer Bombardier CRJ 900 von Air Canada mit einem Feuerwehrauto am New Yorker Flughafen LaGuardia veröffentlicht. Die Aufnahmen zeigen, wie heftig die Kollision war.
Timo Nowack
Timo Nowack
michael rousseau air canada
Nach dem tödlichen Unglück einer Bombardier CRJ 900 am New Yorker Flughafen La Guardia brachte der Chef von Air Canada sein Mitgefühl zum Ausdruck - allerdings nur auf Englisch. Nun kommt von hochrangiger Stelle eine Rücktrittsforderung - auch, weil es nicht der erste sprachliche Fauxpas ist.
Timo Nowack
Timo Nowack