Staatspräsident Jacob Zuma: South African Airways wird nie verkauft.

SüdafrikaRegierung will South African Airways ewig behalten

Noch immer ist South African Airways faktisch bankrott. Nun setzt die Regierung der Nationalairline eine letzte Frist, um einen Sanierungsplan umzusetzen. Zugleich verspricht sie aber der Airline ewige Treue.

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Im Januar stand die Uhr auf eins vor zwölf. South African Airways drohte das Geld auszugehen. Eine amerikanische Bank hatte der Fluggesellschaft eine wichtige Kreditlimite gestrichen. Der Zugang zu diesen Barmitteln fehlte SAA danach im täglichen Geschäft. Seither fliegt die Nationalairline Südafrikas nur mit Liquiditätsspritzen des Schatzamtes weiter.

Und die Regierung macht keine Anstalten, South African Airways fallen zu lassen. Eines sei ganz klar, sagte Staatspräsident Jacob Zuma kürzlich bei einem Besuch bei der Fluggesellschaft: «Wir werden dieses Unternehmen niemals verkaufen». South African Airways gehöre zu einem von zwei für alle Zeiten staatlichen Konzernen. Der andere sei das Stromversorgungsunternehmen Eskom. Beide würden eine zentrale Rolle bei der Entwicklung des Landes spielen, argumentierte Zuma.

Neue Führung

Einer seriösen Unternehmensführung ist diese Garantie offensichtlich nicht förderlich. Denn das Finanzministerium in Pretoria musste South African Airways dieser Tage bereits zum dritten Mal auffordern, endlich die Bücher für das Geschäftsjahr 2014/15 abzuliefern. Eigentlich wären diese spätestens Ende September fällig geworden. Doch South African Airways hat ein Problem: Die Airline konnte die Jahresrechnung nicht abschließen, weil sie faktisch bankrott ist und daher das Fortführungsprinzip nicht mehr gegeben ist. Nur wegen einer staatlichen Garantie schritten die Konkursrichter bislang noch nicht ein.

Nun bekam South African Airways bis Mitte Juli Zeit, das Problem zu lösen. Bis dann müssen ein neuer Aufsichtsrat und ein neues Management bestimmt sein. Sie haben dann rasch einen definitiven Turnaround-Plan vorzustellen und einzuleiten. Ein Kern davon ist auch, dass die drei staatlichen Fluggesellschaften South African Airways, South African Express und Mango unter dem Dach einer Holding zusammengeführt werden sollen. Erst dann ist der Staat bereit, die Garantie zu verlängern.

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