Jet von AIr Baltic: Unsichere Zukunft

Regierung lässt Air Baltic fallen

Die lettische Regierung hat genug vom Ärger mit der Airline. Sie erwägt nun die Gründung einer neuen Fluggesellschaft.

Top-Jobs

Hahnair

Kapitän C680A (all genders) mit Zusatzaufgaben

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair

Deputy Continuing Airworthiness Manager (all genders)

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Aero Bildungs Logo

Ausbilder / Technischer Trainer (m/w/d) für Fluggerätelektronik / Avionik / Cat B2 – Luftfahrttechnik

AERO-Bildungs GmbH
Oberpfaffenhofen
Feste Anstellung
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair

Document Control Manager (all genders)

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Man habe bereits erste Gespräche mit potenziellen Investoren geführt, erklärte Karl Krastins vom Beratungsunternehmens Prudentia am Donnerstag (22. September) in Riga vor Journalisten. Er berät die Regierung in Sachen Air Baltic. Noch sei aber nichts entschieden. Die Abklärungen bezüglich der Gründung einer neuen lettischen Fluggesellschaft bräuchten rund ein bis zwei Wochen. Doch die Regierung prüfe dies «ernsthaft». Mit der Beantragung von Gläubigerschutz (aeroTELEGRAPH berichtete) habe das Air-Baltic-Management einen schlechten Weg eingeschlagen. Das führe dazu, dass der Fluglinie nicht mehr getraut werde und sie Leistungen bar bezahlen müsse.

Dass Riga den Weg einer Neugründung erwägt, hat auch damit zu tun, dass sich die Regierung so oder so darauf einstellt, für die schlingernde Air Baltic zu bezahlen. Denn: Sie hält die Minderheitsaktionäre rund um Firmenchef Bertolt Flick für nicht zahlungsfähig. Deshalb müsste man als Mehrheitseigner wohl im Falle der Zahlungsunfähigkeit für Ausstände aufkommen, so Krastins. Und Premierminister Valdis Dombrovskis erklärte gleichentags: «Bis jetzt gibt es keinerlei Fortschritte auf dem Weg zur Erfüllung der Forderungen der Regierung, um Air Baltic zu unterstützen». Man sei deshalb bereit, «schnell zu handeln». Die Regierung hatte als Voraussetzung einer Kapitalerhöhung den Rücktritt von Flick gefordert.

Regierung austricksen

Am Mittwoch hatte Air Baltic Gläubigerschutz beantragt. Die Airline und ihr Chef wollten so die Regierung umgehen. «Als Konsequenz wird die lettische Regierung als Aktionär nicht länger in der Lage sein, jedwede Entscheidungen der Fluggesellschaft zu blockieren», erklärte Flick in einer Medienmitteilung. Er warf Riga vor, eine Kapitalerhöhung über Monate verschleppt zu haben, die mitzutragen er bereit gewesen wäre. Auch will er alle Bedingungen erfüllt sehen. Stattdessen habe die Regierung plötzlich gedroht, ihre Aktien an Air Baltic zu verkaufen.

Mehr zum Thema

Airbus A220 von Air Baltic: Der Staat hilft der angeschlagenen Nationalairline.

Lettland greift Air Baltic mit Notkredit unter die Arme

Airbus A220 von Air Baltic: Die hohen Kerosinpreise machen der Airline Sorgen.

Steigender Kerosinpreis treibt Air Baltic in die Enge

ticker-air-baltic

Flughafen Frankfurt: Air Baltic zieht an diesem Wochenende um zu Lufthansa

ticker-air-baltic

Air Baltic fliegt im Winter von Hamburg und Berlin nach Kuusamo

Video

Rundflug zur Aero Friredrichshafen: Blick auf die Insel Mainau
Auf der Aero Friedrichshafen wurden die Flugzeuge ausgestellt und bewegten sich nicht – außer das von Alpen Air. Die kleine deutsche Airline hobab und zeigt, wie sich die Allgemeine Luftfahrt wirklich anfühlt. Ein kurzer Flug, der lange im Kopf bleibt.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Bildschirmfoto 2026-05-01 um 164538
Am Flughafen São Paulo-Congonhas kamen eine landende Boeing 737 und eine startende Embraer E2 sich extrem nahe, so nahe, dass das Kollisionswarnsystem Alarm schlug. Der Jet von Gol und der Jet von Azul näherten sich entlang der Piste bis auf 22 Meter an.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
Boeing 727 landet am 28. April am Flughafen Doncaster Sheffield: Es war die erste Landung eines großen Flugzeugs seit 2022.
Vier Jahre lang lag der britische Flughafen im Dornröschenschlaf. Jetzt soll er wieder Flüge bekommen. Die erste Landung am Flughafen Doncaster/Sheffield absolvierte aber ein Oldie.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies