Red-Wings-Flieger: Müssen am Boden bleiben

Red Wings: Politisches Grounding?

Die Fluggesellschaft verliert nach dem Unfall in Moskau die Lizenz. Eigner Alexander Lebedew sieht die Gründe dafür in seiner politischen Einstellung.

Top-Jobs

k5 logo

Captain A320 (m/w/d)

K5-Aviation GmbH
München, Hamburg, Stuttgart
Feste Anstellung
Business Aviation
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
logo-gi-group

Teamleiter (gn) am Flughafen Hamburg

Hamburg
Feste Anstellung
Gi Group Recruiting
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair Logo

Kapitän C680A (all genders) mit Zusatzaufgaben

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair Logo

Deputy Continuing Airworthiness Manager (all genders)

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Es sind keine guten Wochen für Alexander Lebedew. Ende Dezember war eine Tupolew Tu-204 seiner Red Wings am Moskauer Flughafen Wnukowo verunglückt. Fünf Menschen kamen bei dem Unfall ums Leben. Nun sieht es so aus, als sei es mit der Fluggesellschaft nun ganz vorbei. Die Luftfahrtbehörde Rosawiatsia entzog Red Wings die Lizenz. Ab Montag (4. Februar) bleiben alle Flieger am Boden, berichten russische Medien. Mit dem Crash habe das aber nichts zu tun. Vielmehr mit finanziellen Problemen, in denen die Fluglinie stecke.

Lebedew, dem neben der Airline unter anderem die britischen Zeitungen Evening Standard und Independent gehören, ist entrüstet über diesen Schritt der Regierung. Die Begründung, seine Fluglinie habe finanzielle Probleme, die den sicheren und effizienten Betrieb unmöglich machten, sei schlicht nicht wahr. Vielmehr stecke hinter dem Verbot eine politische Absicht. Lebedew ist als liberaler Regierungsgegner bekannt. Unter anderem gehört ihm ein Teil von Russlands stärkster Oppositionszeitung Nowaya Gaseta.

Aus für Red Wings

Für Red Wings bedeutet die Suspendierung laut Eigner Lebedew das Aus. Sein Gegenspieler Alexander Bastrykin habe gesiegt. Er leitet das Untersuchungskomitee der Russischen Föderation, die Staatsanwaltschaft. Dort ermittelt man gerade intensiv gegen Kreml-Kritiker. «Er schaffte es, Red Wings zu grounden. Er zog den Kreml, die Regierung und die russische Luftfahrtindustrie auf seine Seite», twitterte Lebedew nach der Bekanntgabe.

Mit dem Ärger um Red Wings ist es noch nicht getan. Am Donnerstag beginnt vor einem Moskauer Gericht ein Verfahren wegen Hooliganismus gegen den Milliardär. In einer Talkshow im Jahr 2011 ging er einen anderen Gast tätlich an. Ihm drohen nun bis zu sieben Jahre Gefängnis. Das sei völlig übertrieben, so der Unternehmer. Und gefährlich, findet sein in London lebender Sohn Evgeny laut eines Artikels der britischen Zeitung Daily Telegraph. Würde sein Vater in Russland inhaftiert, könne das seinen Tod bedeuten.

Mehr zum Thema

Boeing 777 von Nordwind Airlines: Fliegt eher leer nach Nordkorea.

Flüge von Moskau nach Pjöngjang bleiben praktisch leer

ilyushin il 114 300 kaelte

Polar Airlines will Ilyushin Il-114-300 - aber nur, wenn sie noch ein zusätzliches Detail bekommt

ticker-aeroflot

Aeroflot verbindet Irkutsk mit chinesischer Strand-Destination

Techniker von Aeroflot: Das Wartungsunternehmen Aeroflot Technics ist Opfer eines massiven Cyberangriffs geworden.

Schwerer Hackerangriff legt Aeroflot Technics lahm - an einem ganz besonderen Datum

Video

Absturzstelle: Hier prallte der Jet ins Gebirge.
Der Absturz von Flug MU5735 beschäftigt Ermittlungsbehörden seit mehr als vier Jahren. Jetzt deuten neue Daten darauf hin, dass es im Cockpit der Boeing 737 von China Eastern Airlines vor dem Crash zu einem Kampf um die Kontrolle kam.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
Der Moment vor der Berührung: Die Boeing 767 von United fliegt extrem niedrig an.
Eine Boeing 767 von United Airlines ist bei der Landung in Newark extrem tief geflogen. Neue Videoaufnahmen zeigen nun von außen, wie das Hauptfahrwerk den Lastwagen auf der Autobahn berührte.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Moment der Kollision: Zum Glück verletzte sich der Fahrer nur leicht.
Eine Boeing 767 von United Airlines berührte beim Anflug in Newark einen Lastwagen und einen Lichtmast. Flug UA169 landete dennoch sicher. Brisant: Weder Cockpit noch Flugsicherung registrieren die Kollision zunächst.
Laura Frommberg
Laura Frommberg