Akbar Al Baker: «Potenziell lukrativer Markt»

BeteiligungenQatar Airways will mehr von IAG

Akbar Al Baker ist in Kauflaune. Der Chef von Qatar Airways will den Anteil an derbritisch-spanischen IAG aufstocken und sich an zwei weiteren Fluggesellschaften beteiligen.

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Ein bisschen scheint es fast, als würde Qatar Airways es der Konkurrentin Etihad nachmachen, die sich weltweit Beteiligungen zusammenkauft. Wie Chef Akbar Al Baker laut der Nachrichtenagentur Bloomberg erklärte, ist er interessiert daran, seinen Anteil am britisch-spanischen Luftfahrt-Konzern IAG, zu dem British Airways und Iberia sowie Aer Lingus und Vueling gehören, aufzustocken. Derzeit hält Qatar rund zehn Prozent an der International Airlines Group.

Es sei «sehr wahrscheinlich», dass Qatar den Anteil an IAG erhöhe. Wann, wollte Al Baker aber nicht sagen. Die Gruppe stellt für die Golfairline eine Möglichkeit dar, die Strategie gegen Westen weiter zu entwickeln. Sie ist in Amerika nicht stark. Sie fliegt nur nach Argentinien (Buenos Aires), Brasilien (São Paulo), Kanada (Montreal) und in die USA (Atlanta, Boston, Chicago, Dallas, Houston, Los Angeles, Miami, New York, Philadelphia und Washington).

Auch an Indigo interessiert

Damit aber hat der Qatar-Chef nicht genug. Man erwäge auch, einen Anteil der marokkanischen RAM Royal Air Maroc zu kaufen. Man prüfe momentan, ob das profitabel wäre. Qatar verspricht sich von einer Beteiligung den Zugang zu unterversorgten Märkten in Westafrika und der Sahara-Region. Ein Codeshare-Abkommen mit RAM unterhält Qatar schon jetzt. Nun will Al Baker, dass die Airline es auch in die One-World-Allianz schafft.

Und noch eine Airline hat es Al Baker angetan. Bis zu 49 Prozent der indischen Indigo will er mit Qatar kaufen. Die Billigairline hat sich Ende Oktober an die Börse gewagt und bringt es auf einen Wert von 4,2 Milliarden Dollar. Vor dem Gang aufs Parkett konnte Qatar sich nur schwer an Indigo beteiligen, weil die indische Regierung das mit Restriktionen verhinderte.

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