B747 von Air Pacific: Bald voll in staatlicher Hand

Qantas verliert Kontrolle in Fidschi

Die Airline hatte bisher bei der Nationalairline von Fidschi ein Vetorecht. Das nahm ihr die Regierung des Inselstaats nun.

Top-Jobs

LBV Logo

Sachbearbeiter:in Betriebssicherheit

Schönefeld (bei Berlin)
Feste Anstellung
Luftfahrtbehörde
Landesamt für Bauen und Verkehr
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

VIP Flight Attendant (f/m/d) (full time)

Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs
LBV Logo

Sachbearbeiter:in Luftaufsicht, Erlaubnisse

Schönefeld (bei Berlin)
Luftfahrtbehörde
Landesamt für Bauen und Verkehr
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
LBV Logo

Sachbearbeiter:in örtliche Luftaufsicht (2 Stellen)

Feste Anstellung
Luftfahrtbehörde
Landesamt für Bauen und Verkehr
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Schönefeld (bei Berlin)

Jetzt macht die Regierung von Fidschi Ernst. Seit Jahren verhandelt sie mit Qantas über einen Kauf der Anteile an Air Pacific. Die australische Fluggesellschaft hält 46,3 Prozent an der Nationalairline des pazifischen Inselstaates. Doch der Kaufpreis von rund 40 Millionen Dollar, den Qantas verlangte, war für den finanzschwachen Staat zu viel. Und das passte der Regierung gar nicht. Man bräuchte dringend die Kontrolle über das für Fidschis Wirtschaft essenzielle Unternehmen, sagte sie gemäß Radio Australia. Nun hat die Regierung einen Weg gefunden, um doch noch an ihr Ziel zu kommen. Fidschi raubt den Australiern ihr gesetzliches Vetorecht.

Obwohl Qantas nur einen Minderheitsanteil an Air Pacific hält, hatte sie bisher ein Vetorecht bei einigen geschäftlichen Entscheidungen. So konnten die Vorstandsmitglieder von Qantas Entscheidungen etwa über Budget, Boni, Routen und Personal verhindern, bei denen eine Einstimmigkeit des Vorstands verlangt wurde. Gleichzeitig dazu stehe Qantas' Billigtochter Jetstar im direkten Wettbewerb mit Air Pacific, was inakzeptabel sei, findet die Regierung. Während Air Pacific tägliche Flüge von der Touristenhochburg Nadi nach Sydney anbietet, fliegt Qantas-Tochter Jetstar acht Mal in der Woche auf derselben Route.

Anteile verlieren an Wert

Die Entscheidungen vorangegangener Regierungen, die Qantas das ermöglichten, habe man nun korrigiert, heißt es auf der Internetseite der aktuellen, nicht gewählten Militärregierung. Ausländer sollen nun nicht mehr die Kontrolle über die Staatsairline haben. Diese solle nur bei Staatsbürgern des Inselstaats liegen. Qantas widersprach den Aussagen von Fidschis Regierung gegenüber der Nachrichtenagentur Bloomberg. Es sei «absolut inkorrekt», dass man die absolute Veto-Macht über sämtliche Geschäftsentscheidungen von Air Pacific habe, so ein Sprecher der Airline gegenüber Bloomberg.

In der Branche vermutet man dahinter also auch eine Strategie der Regierung, um wieder an die Anteile der Airline zu kommen. Denn durch den Schritt hat sich deren Wert deutlich verringert - egal wie viel oder wenig Macht genau Qantas verloren geht. Doch wie ein Sprecher von Fidschi sagt, wolle man Qantas mit der Regelung in keiner Weise zum Verkauf der Anteile treiben. Vielmehr wolle man sich den internationalen Standards anpassen, so Fidschis Luftfahrtminister Aiyaz Sayed-Khaiyum gemäß The Australian. Er zog den Vergleich zu Qantas, die erst kürzlich versuchte, zu verhindern, dass Konkurrentin Virgin Australia durch eine neue Eigentümerstruktur vermehrt in ausländische Hände geraten kann.

Mehr zum Thema

ticker-qantas

Qantas steigt bei Jetstar Japan aus

Airbus A380 von Qantas: Ein Werkzeug blieben der Tragfläche.

Werkzeug in Tragfläche von Airbus A380 entdeckt – nach zwei Langstreckenflügen

ticker-qantas

Qantas schließt Manager von First Class auf neuen Airbus A350 aus

ticker-qantas

Qantas stockt Kapazitäten auf - für ein Konzert

Video

Die Fokker 50 nach der Notlandung: Niemand kam bei dem Unglück ums Leben.
In Somalia musste eine Fokker 50 notlanden. Dabei ist das Flugzeug von Starsky Aviation über die Piste hinausgeschossen und am Strand zum Stillstand gekommen. Verletzt wurde niemand.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Zwei der drei Löschfahrzeuge am Flughafen St. Helena: Weil alle Fahrzeuge defekt sind, darf der Flughafen kein Flüge mehr abfertigen.
Die Atlantikinsel St. Helena ist aktuell nicht mehr per Flugzeug erreichbar. Alle drei Fahrzeuge der Flughafenfeuerwehr sind defekt. Wann der Flugverkehr wieder starten kann, ist unklar.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Airbus A350 von Air France nach der Landung in Abidjan: Die Passagiere konnten das Flugzeug über Treppen verlassen.
Kleiner Fehler mit großer Wirkung: Ein Airbus A350 von Air France bog nach der Landung in Abidjan falsch ab und blieb stecken. Er musste aufwändig geborgen werden.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies