Flieger von Tap: Greift Lufthansa zu?

NationalairlinePortugal will Tap wieder verkaufen - an Lufthansa oder Air France-KLM

Die Regierung von Portugal will die Nationalairline loswerden. Gemäß einem Bericht möchte sie Tap an Lufthansa oder Air France-KLM veräußern. Und das schnell.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
HahnAir

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung
Etihad Job

First Officer A320

Abu Dhabi
Feste Anstellung
Etihad Airways
United Arab Emirates
Vollzeit
Top jobs

Schon bevor Covid-19 die Luftfahrtwelt durcheinanderwirbelte, gab es gerüchteweise Gespräche. Damals soll Investor David Neeleman Interesse gehabt haben, seine Beteiligung an Tap an Lufthansa zu verkaufen. Doch dann kam die Pandemie und das Geschäft platzte.

Seither hat der portugiesische Staat dem brasilianisch-amerikanischen Investor seine Anteile abgekauft. Die Regierung besitzt wieder 92 Prozent der Nationalairline. Schon vor Jahresfrist begann sie aber, an einen schrittweisen Ausstieg zu denken und brütete über Plänen, eine Minderheit an Tap an Lufthansa oder Air France-KLM zu verkaufen.

IAG fällt wegen Kartellhürden faktisch weg

Bloß ging das damals nicht, weil beide wegen der erhaltenen Staatshilfe keine Firmen kaufen durften. Jetzt aber sind die Pläne erneut aktuell. Wie die Zeitung Expresso berichtet, will die Regierung Tap offenbar wieder verkaufen. Dabei stünden Lufthansa und Air France-KLM als Käufer zur Auswahl. Gemäß dem Bericht würden in Lissabon aktuell verschiedene Szenarien durchgerechnet.

Nicht infrage kommt ein Verkauf an IAG, die Mutter von British Airways und Iberia. Denn die Marktkonzentration Richtung Südamerika und auch auf der iberischen Halbinsel wäre erst recht nach dem IAG-Einstieg bei Air Europa viel zu hoch. Die Wettbewerbshüter würden einem solchen Deal ohne große Abstriche kaum zustimmen.

Verstärkung Richtung Südamerika

Favorisiert wird offenbar ein Verkauf von mindestens der Hälfte von Tap. Einige Leute innerhalb der portugiesischen Regierung wären aber auch bereit, alle staatlichen Anteile abzustoßen. Das wäre ganz nach dem Gusto von Lufthansa. Denn in Frankfurt wünscht man sich möglichst wenig staatlichen Einfluss.

Der deutsche Luftfahrtkonzern hatte bei ITA Airways das Nachsehen. Er wäre sicherlich nicht abgeneigt, das Star-Alliance-Mitglied mit seinem Drehkreuz Richtung Brasilien und Lateinamerika zu integrieren. Denn so könnte Lufthansa die Konsolidierung vorantreiben und auf einem weiteren Kontinent eine sehr starke Stellung erlangen.

Lissabon hat es eilig

In Lissabon will man den Verkauf offenbar noch dieses Jahr in die Wege leiten. Gemäß Expresso soll er dann Anfang 2023 abgeschlossen werden.

Mehr zum Thema

Flieger von Tap: Steigt Lufthansa doch noch ein?

Portugal hofft auf Einstieg von Lufthansa bei Tap

Embraer E190 von Tap: Nicht groß, nicht die neueste Generation.

Cockpitpersonal von Tap hält Embraer für die falsche Wahl

Airbus A321 LR von Tap: Die Fluglinie kündigte neue Flüge ab Porto an, um die Wogen zu glätten.

«Wir wollen Tap nicht hier haben»

Emirates und Dubai: Zwei Schwergewichte der Luftfahrt, die zuletzt Passagiereinbrüche verzeichneten.

Wer zählt am meisten Passagiere?

Video

midway atoll usfws
Die USA müssten mindestens 100 Millionen Dollar investieren, um den Flughafen des Midway Atolls betriebsbereit zu halten. Etliche Airlines und der Flugzeugbauer Boeing werben für die Investition - obwohl es so gut wie keine Starts und Landungen an dem Airport gibt.
Timo Nowack
Timo Nowack
Feuerwerk und Flugzeug: Keine gute Kombination.
Feuerwerk und Flugzeuge sind keine gute Kombination. Das zeigte sich am Flughafen Mundo Maya in Guatemala, als ein Airbus A320 von Avianca zur Landung ansetzte.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
Der neue Honda Jet: Die Maschine heißt ab sofort Echelon.
Der japanische Businessjet-Hersteller vermeldet Fortschritte beim Bau der ersten Echelon-Maschine, muss aber gleichzeitig eine deutliche Verzögerung einräumen. Erstflug und Zulassung verschieben sich um bis zu drei Jahre.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies