Flieger von Tap: Steigt Lufthansa doch noch ein?

TapPortugal hofft auf Einstieg von Lufthansa bei Tap

Vor der Corona-Krise verhandelte die deutsche Airline über einen Einsteig bei Tap. Daran will Portugals Regierung anknüpfen und geht erneut auf Lufthansa zu.

Top-Jobs

bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Hahnair Logo

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung

Im Februar 2020 wollte Investor David Neeleman seine Anteile an Tap verkaufen. Portugiesischen Medien zufolge gehörte Lufthansa damals zu den Interessenten. Sogar eine Art Vorvertrag soll es schon gegeben haben. Die Corona-Krise vereitelte jedoch die Umsetzung.

Neeleman stieg im Höhepunkt der Pandemie trotzdem bei Tap aus. Der Staat hält seither und nach einer Kapitalerhöhung wieder 92 Prozent der Anteile. Und nun kommt wieder der Name Lufthansa ins Spiel. Die Zeitung Jornal de Negocios berichtet, die portugiesische Regierung sei an einem Einstieg des deutschen Konzerns interessiert, könnte sich aber auch eine andere Airline wie etwa Air France als neue Minderheitsaktionärin vorstellen.

Portugal schaut auf EU-Prüfung

Auf das Thema angesprochen, sagte der portugiesische Präsident Marcelo Rebelo de Sousa kürzlich, die Verhandlungen mit Lufthansa seien vor der Pandemie schon weit fortgeschritten gewesen. Sie seien dann aber «eingefroren» worden. Laut dem Portal Econews soll Portugals Regierung die deutsche Airline inzwischen bereits wieder kontaktiert haben.

Für Portugal könnte der Einstieg eines Aktionärs wichtig werden bei den Prüfungen der Europäische Kommission. Sie wird untersuchen, ob die Umstrukturierungsbeihilfe, die der portugiesische Staat Tap gewähren will, mit den EU-Vorschriften im Einklang steht. Lufthansa müsste derweil zunächst die eigenen Staatshilfen zurückzahlen, um bei einem anderen Unternehmen einzusteigen.

Lufthansa muss Staatshilfe zurückzahlen

Lufthansa plant, dies vor der Bundestagswahl Ende September zu schaffen. Die Fluggesellschaft will sich zu den Spekulationen um Tap nicht äußern.

Mehr zum Thema

Flieger von Tap: Staat übernimmt wieder die klare Mehrheit.

Portugal besitzt wieder Mehrheit von Tap

EU-Kommission prüft Restrukturierungshilfe für Tap genauer

EU-Kommission prüft Restrukturierungshilfe für Tap genauer

Airbus A330 Neo von Tap: Wer greift zu?

Steigen Lufthansa und United bei Tap ein?

Emirates und Dubai: Zwei Schwergewichte der Luftfahrt, die zuletzt Passagiereinbrüche verzeichneten.

Wer zählt am meisten Passagiere?

Video

Ex-Swissair-Sprecher Urs Peter Naef: «»
Als die Nachricht vom Absturz vor Halifax eintraf, war das Krisenhandbuch der Swissair-Kommunikationsabteilung noch nicht fertig. Medienverantwortlicher Urs Peter Naef musste improvisieren – und zugleich die Angehörigen vor aufdringlichen Medien schützen. Seine wichtigste Lehre aus der Katastrophe: «Steh zu dem, was passiert ist, und zeig Flagge.»
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier
Kälin
Mit der Rückkehr der Angehörigen aus Kanada war die Arbeit für die Swissair längst nicht beendet. Persönliche Gegenstände mussten zurückgegeben, Gedenkveranstaltungen organisiert und Familien weiter begleitet werden. Der Ehemalige Finanzchef Walter Kälin blickt auf die Herausforderungen zurück – und erklärt, wie die Erfahrungen von damals die heutige Krisenbetreuung prägen
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier
Ex-Swissair-Personalchef Matthias Mölleney zum Unglück von Flug SR1111: «...»
Als Flug SR111 von Swissair vor Halifax abstürzte, war Matthias Mölleney erst seit 95 Tagen Personalchef der Airline. Plötzlich musste er die Angehörigen und Mitarbeitenden betreuen und zugleich den Flugbetrieb aufrechterhalten. Fast drei Jahrzehnte später erinnert er sich an die schwersten Tage seiner Karriere – und an die Lehren für das spätere Grounding.
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier