Dreamliner von British Airways: Die Airlines müssen den Schalter alle 30 Tage überprüfen.

Probleme beim FeuerlöschsystenPiloten warnen wegen Problemen mit dem Dreamliner

Ein Schalter, der Triebwerksbrände bei Boeing 787 löschen soll, funktioniert offenbar in einigen Fällen nicht. Nun müssen Betreiber diesen häufiger überprüfen.

Top-Jobs

Smartline

Commander / First Officer Cessna Latitude C680A (m/f/d)

Smartline Luftfahrt GmbH
Vollzeit
Airport St. Gallen Altenrhein
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Smartline

Commander / First Officer Cessna C560XLS (m/f/d)

Smartline Luftfahrt GmbH
Vollzeit
Airport St. Gallen Altenrhein
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Smartline

Commander / First Officer Cessna 525 (m/f/d)

Smartline Luftfahrt GmbH
Vollzeit
Airport St. Gallen Altenrhein
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Interpersonal

Trainer (SFI/TRI/TRE, all genders)

Interpersonal trainerpool
Vollzeit
Hamburg
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt

Boeing hat es derzeit alles andere als leicht. Der Konzern steht seit Monaten wegen dem Umgang mit den Problemen der 737 Max in der Kritik. Und auch die neue 777X macht ihm Sorgen. Nun ist auch noch der Dreamliner dran. Britische Piloten äußerten sich gegenüber der Zeitung Observer besorgt über einen Sicherheitsaspekt des Flugzeugs.

Konkret geht es um den Schalter für ein Feuerlöschsystem, das im Fall eines Triebwerksbrandes aktiviert wird. Laut einer Lufttüchtigkeitsanweisung der amerikanischen Luftfahrtbehörde FAA besteht die Gefahr, dass dieser in einigen Fällen nicht richtig funktioniert. Im schlimmsten Fall könnte das zum Versagen einer Tragfläche führen, so die Federal Aviation Administration.

Alle Dreamliner-Modelle betroffen

Die Lufttüchtigkeitsanweisung der FAA datiert von Ende Februar. Doch erst jetzt haben sich die Piloten zu Wort gemeldet. In dem Schreiben der Behörde heißt es, dass der Schalter, der Triebwerksfeuer löschen soll, in «einer kleinen Anzahl» von Fällen nicht funktioniert hat. Er ist dazu da, Löschstoff zum Triebwerk zu führen, damit die Flammen sich nicht weiter ausbreiten. Die Anweisung betrifft alle Dreamliner-Modelle 787-8, 787-9 und 787-10. Airlines, so die FAA, sollen alle 30 Tage überprüfen, ob der Schalter noch richtig funktioniert.

Wie Boeing in einem Schreiben an die Dreamliner-Betreiber festhält, kann andauernde Hitze dazu führen, dass der Schalter sich nicht mehr betätigen lässt. In der Mitteilung der FAA heißt es, dass der Hersteller an einer dauerhaften Lösung für das Problem arbeitet. Doch laut den britischen Piloten ist das noch nicht geschehen. Sie ärgern sich vor allem darüber, wie Boeing mit dem Risiko umgeht.

Piloten bemängeln Boeings Umgang mit Risiken

Der Hersteller sage, das Risiko eines Triebwerksbrandes sei sehr gering, was auch korrekt sei, so die Piloten. Aber angesichts der Abstürze der 737 Max wünsche man sich einen vorsichtigeren Umgang mit einem solchen Problem. «Wenn der Schalter nicht funktioniert, haben wir keine Möglichkeit, das Feuer anders zu löschen», so ein Pilot, der anonym bleiben möchte, zum Observer. Im Zweifel müsste man dann bei einem Transatlantikflug drei Stunden mit einer brennenden Tragfläche fliegen, bis man landen kann.

Boeing erklärte in einer Mitteilung noch einmal, dass die Schalter in weniger als einem Prozent der geprüften Fälle nicht funktioniert hätten. Zudem sei es noch nie zu einem Triebwerksbrand bei einer 787 gekommen. Man arbeite mit Behörden und Fluggesellschaften an der Lösung des Problems. Von den Airlines heißt es, sie würden sich an sämtliche Vorschriften der Behörden und Anweisungen von Boeing halten.

Mehr zum Thema

ticker-usa

US Navy sucht neue Kampfdrohne für Flugzeugträger

Boeing 737 Max 7: Klein, aber mit viel Reichweite ausgestattet.

Boeing bringt die 737 Max 7 ans Ziel - was sie den Kunden bietet

ticker-boeing-1

Boeings Tarifangebot findet erste Zustimmung bei Gewerkschaft - Streikrisiko sinkt

Flieger mit Boeing-Logo: Der Hersteller zahlt an Hinterbliebene.

Fluglinie aus Kamerun und Boeing streiten 30 Jahre nach Absturz um 179 Millionen Dollar

Video

erste boeing 737 max tarom
Die rumänische Fluglinie steht kurz vor der Übernahme ihrer ersten Boeing 737 Max. Das Flugzeug von Tarom trägt schon seine Bemalung - und die zeigt neue Designelemente.
Timo Nowack
Timo Nowack
fiat panda mailand linate hawker
Ungewöhnlicher Unfall am Flughafen Mailand-Linate: Ein Fiat Panda ist dort ungebremst mit einem rollenden Privatjet kollidiert, wie ein Video einer Überwachungskamera zeigt.
Timo Nowack
Timo Nowack
Flughafen Pereria: Massive Schäden am Terminal.
Ein Erdbeben der Stärke 7,4 hat im Westen Kolumbiens schwere Zerstörungen angerichtet und mindestens 110 Menschen das Leben gekostet. Auch der Luftverkehr ist betroffen: Sieben Flughäfen mussten ihren Betrieb einstellen.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin