Dreamliner von British Airways: Die Airlines müssen den Schalter alle 30 Tage überprüfen.

Probleme beim FeuerlöschsystenPiloten warnen wegen Problemen mit dem Dreamliner

Ein Schalter, der Triebwerksbrände bei Boeing 787 löschen soll, funktioniert offenbar in einigen Fällen nicht. Nun müssen Betreiber diesen häufiger überprüfen.

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Boeing hat es derzeit alles andere als leicht. Der Konzern steht seit Monaten wegen dem Umgang mit den Problemen der 737 Max in der Kritik. Und auch die neue 777X macht ihm Sorgen. Nun ist auch noch der Dreamliner dran. Britische Piloten äußerten sich gegenüber der Zeitung Observer besorgt über einen Sicherheitsaspekt des Flugzeugs.

Konkret geht es um den Schalter für ein Feuerlöschsystem, das im Fall eines Triebwerksbrandes aktiviert wird. Laut einer Lufttüchtigkeitsanweisung der amerikanischen Luftfahrtbehörde FAA besteht die Gefahr, dass dieser in einigen Fällen nicht richtig funktioniert. Im schlimmsten Fall könnte das zum Versagen einer Tragfläche führen, so die Federal Aviation Administration.

Alle Dreamliner-Modelle betroffen

Die Lufttüchtigkeitsanweisung der FAA datiert von Ende Februar. Doch erst jetzt haben sich die Piloten zu Wort gemeldet. In dem Schreiben der Behörde heißt es, dass der Schalter, der Triebwerksfeuer löschen soll, in «einer kleinen Anzahl» von Fällen nicht funktioniert hat. Er ist dazu da, Löschstoff zum Triebwerk zu führen, damit die Flammen sich nicht weiter ausbreiten. Die Anweisung betrifft alle Dreamliner-Modelle 787-8, 787-9 und 787-10. Airlines, so die FAA, sollen alle 30 Tage überprüfen, ob der Schalter noch richtig funktioniert.

Wie Boeing in einem Schreiben an die Dreamliner-Betreiber festhält, kann andauernde Hitze dazu führen, dass der Schalter sich nicht mehr betätigen lässt. In der Mitteilung der FAA heißt es, dass der Hersteller an einer dauerhaften Lösung für das Problem arbeitet. Doch laut den britischen Piloten ist das noch nicht geschehen. Sie ärgern sich vor allem darüber, wie Boeing mit dem Risiko umgeht.

Piloten bemängeln Boeings Umgang mit Risiken

Der Hersteller sage, das Risiko eines Triebwerksbrandes sei sehr gering, was auch korrekt sei, so die Piloten. Aber angesichts der Abstürze der 737 Max wünsche man sich einen vorsichtigeren Umgang mit einem solchen Problem. «Wenn der Schalter nicht funktioniert, haben wir keine Möglichkeit, das Feuer anders zu löschen», so ein Pilot, der anonym bleiben möchte, zum Observer. Im Zweifel müsste man dann bei einem Transatlantikflug drei Stunden mit einer brennenden Tragfläche fliegen, bis man landen kann.

Boeing erklärte in einer Mitteilung noch einmal, dass die Schalter in weniger als einem Prozent der geprüften Fälle nicht funktioniert hätten. Zudem sei es noch nie zu einem Triebwerksbrand bei einer 787 gekommen. Man arbeite mit Behörden und Fluggesellschaften an der Lösung des Problems. Von den Airlines heißt es, sie würden sich an sämtliche Vorschriften der Behörden und Anweisungen von Boeing halten.

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