Alaska-Airlines-Kapitän verklagt Boeing - Hersteller habe ihn indirekt Schuld für Vorfall mit Rumpfpaneel zuweisen wollen

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Der Kapitän jener Boeing 737 Max, bei der sich im Januar 2024 im Flug ein Rumppaneel gelöst hatte, hat Klage gegen Boeing eingereicht. Er fordert 10 Millionen Dollar Schadenersatz (rund 9,2 Millionen Euro). Er wirft dem Hersteller vor, ihn indirekt für den Vorfall verantwortlich gemacht zu haben.

Hintergrund ist die juristische Verteidigung Boeings gegen Schadenersatzforderungen von Passagieren. Dabei habe der Konzern argumentiert, mögliche Schäden seien durch unsachgemäße Wartung oder Nutzung durch Dritte entstanden. Der Kapitän sieht darin den Versuch, die Verantwortung auf die Cockpitbesatzung abzuwälzen. Er und seine Kopilotin hätten das beschädigte Flugzeug aber sicher gelandet.

Nach Angaben des Klägers hätten Medien weltweit über diese Argumentation berichtet, was seinem Ruf geschadet habe. Zudem werde er inzwischen selbst von zwei Passagieren verklagt, was zu erheblicher emotionaler Belastung geführt habe. Boeing äußerte sich bislang nicht zu den Vorwürfen.

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