Dreamliner von Norwegian: Auf der Langstrecke wird's schwieriger.

Norwegian verärgertNorwegen will Langstrecken-Tickets teurer machen

Die norwegische Regierung will Tickets für Langstreckenflüge mit höheren Steuern belegen. Eine schlechte Nachricht für den Billigflieger Norwegian.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Trainer Aircraft Chief Engineer

Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Flugzeugwerke AG
Schweiz
Vollzeit
Top jobs
k5 logo

Captain A320 (m/w/d)

K5-Aviation GmbH
München, Hamburg, Stuttgart
Feste Anstellung
Business Aviation
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
logo-gi-group

Teamleiter (gn) am Flughafen Hamburg

Hamburg
Feste Anstellung
Gi Group Recruiting
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Aufschlag auf der Langstrecke: Norwegens Regierung will Flugtickets zu Zielen außerhalb von Europa deutlich höher besteuern. Demnach soll die Abgabe pro Ticket von zurzeit 80 Kronen (etwa 8,50 Euro) auf 200 Kronen (circa 21 euro) steigen, wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet. Im Gegenzug ist geplant, die Steuern auf Tickets für Flüge innerhalb Europas von 80 auf 75 Kronen zu senken. Das sieht ein Vorschlag zum Haushalt 2019 vor.

Die Regierung erklärt in dem Vorschlag, durch die Änderung würde eine ökologische Differenzierung zwischen Europa- und Langstreckenflügen geschaffen. Stimmt das Parlament dem Plan zu, tritt er zum 1. April 2019 in Kraft. Insgesamt sollen die Einnahmen der Staatskasse durch die Flugtickets in etwa gleich bleiben.

Norwegian Spitzenreiter in New York

Ein Sprecher der norwegischen Billigairline Norwegian Air Shuttle sagte: «Es ist positiv, dass die Regierung die Steuern auf Flüge in Europa senkt, aber der Anstieg bei internationalen Flügen ist eine schlechte Nachricht für Norwegens Luftfahrtindustrie, Tourismus und Wirtschaft.» Natürlich betrifft die mögliche Änderung nicht nur Norwegian, doch dem Billigflieger mit etlichen Langstreckenrouten und Schuldenproblemen wird der Plan der heimischen Regierung wohl besonders wenig schmecken.

Erst Anfang dieser Woche hatte sich gezeigt, wie Norwegian auf Transatlantik-Strecken ausgebaut hat. So beförderte sie in den zwölf Monaten bis Ende Juli 2018 1,67 Millionen Passagiere zu und von den New Yorker Flughäfen JFK, La Guardia und Newark. Im entsprechenden Vorjahreszeitraum waren es lediglich 750.000. Die aktuellen Zahlen der Hafenbehörde, welche die Airports betreibt, zeigen, dass keine andere Fluglinie, die nicht aus den USA stammt, mehr Fluggäste über den Atlantik von und nach New York beförderte. Damit stieß Norwegian British Airways mit 1,63 Millionen Reisenden vom Thron.

Mehrere Langstreckenrouten gestrichen

Obwohl Norwegian für September eine Auslastung von 92,4 Prozent auf ihren Langstreckenflügen vermeldete und ab dem 28. Oktober einen dritten täglichen Flug von London nach New York JFK anbieten wird, läuft nicht alles rund. So streicht die Fluglinie etwa die Strecke London - Singapur sowie Routen von Belfast und Edinburgh in die USA. In der schottischen Hauptstadt machte sie die Regierung des Landes für den Rückzug verantwortlich, da diese die Passagiergebühren nicht wie versprochen halbiert habe.

Die drohenden Mehrkosten in der Heimat bringen Norwegian nun in eine missliche Lage: Sie selber zu tragen, wird schwierig für eine Fluggesellschaft, die nach dem rasanten Wachstum nun Schulden reduzieren und dazu sogar 90 Flugzeuge verkaufen will. Und die Kosten an die Passagiere weiterzugeben, hieße, die eigene Niedrigpreisstrategie zu konterkarieren in einer Zeit, in der Konkurrenten wie British Airways oder Lufthansa mit Eurowings ebenfalls Günstigangebote über den Atlantik lancieren.

Mehr zum Thema

lufthansa johann lafer

Was Lufthansa in Zukunft auf der Langstrecke auf den Teller bringt

lufthansa oktoberfest

Lufthansa passt Mahlzeitenservice auf der Langstrecke an - macht aus anderen Neuerungen aber weiter ein Geheimnis

Swiss-Langstreckenjet über Toronto: 2024 zu sehen?

Fünf Ziele sind Favoriten für neue Langstrecken bei Swiss

Visualisierung eines Blended-Wing-Body-Fliegers des Tsagi: Ist das die Langstreckenzukunft?

Russland plant eigenes neues Langstreckenflugzeug

Video

erdfall la guardia loch
Am New Yorker Flughafen LaGuardia ist nahe einer Start- und Landebahn ein tiefes Loch im Rollweg entdeckt worden. Viele Flüge mussten am Mittwoch gestrichen werden.
Timo Nowack
Timo Nowack
Snowbirds im Formationsflug: Die Flugstaffel fliegt ab 2030 mit Pilatus PC-21.
Über 50 Jahre setzten die Snowbirds auf heimische Strahlflugzeuge von Canadair. Nach der aktuellen Saison ist damit Schluss. Künftig werden die Pilotinnen und Piloten der kanadischen Kunstflugstaffel mit Flugzeugen von Pilatus begeistern.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Sukhoi Su-57: Erstflug absolviert.
Die neue Variante des russischen Kampfjets soll nicht nur Pilotinnen und Piloten ausbilden, sondern künftig auch Kampfdrohnen koordinieren. Moskau positioniert die Sukhoi Su-57D damit noch stärker als Antwort auf amerikanische Tarnkappenflugzeuge wie die Lockheed Martin F-35.
gerard al fil
Gérard Al-Fil