Bombardier Global 7500 der Schweizer Regierung: Muss zwei Jahre auswärts parken.

Holpriger StartNeuer Schweizer Regierungsjet: Zu groß für Bern und noch nicht bereit für die Anden

Die Schweiz hat ihren neuen Regierungsjet. Doch mit dem gibt es aktuell noch das ein oder andere Problem.

Top-Jobs

DERTOUR Logo

Destination Manager (w/m/d)

DERTOUR Destination Services AG
Vollzeit
Top jobs
Feste Anstellung
Reiseveranstalter
ticker-dfs-deutsche-flugsicherung

Fluglotse / Fluglotsin (w/m/d)

Studium
Deutsche Flugsicherung DFS
Studium
Top jobs
Langen b. Frankfurt
Deutschland
AMX Support

Lizenzierter Fluggerätmechaniker / Certifying Staff B1/B2 (m/w/d)

AMX Support Germany GmbH
Vollzeit
Flughafen Oberpfaffenhofen (EDMO
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
AMX Support

Flugzeug Mechaniker

AMX Support Germany GmbH
Vollzeit
Flughafen Oberpfaffenhofen (EDMO
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt

«Palast der Lüfte», wird die Bombardier Global 7500 in der Schweizer Presse gern genannt. Denn im Vergleich zum vorherigen Modell ist der Jet um einiges größer. Für rund 109 Millionen Dollar kaufte die Regierung den Businessjet. Weil dies das Budget 2024 gesprengt hätte, wurde das nachträglich noch dem Abschluss für das Jahr 2023 zugeschrieben.

Das Flugzeug kann bis zu 14.260 Kilometer weit fliegen, ohne zu tanken. Das reicht beispielsweise für Flüge ab Bern nach Tokio, Los Angeles oder sogar Australien. Nur gibt es mit den Flügen ab Bern ein Problem. Zwei sogar.

Piste in Bern zu kurz - Hangar zu klein

Denn: Für längere Flüge müsste der Flieger ab Zürich oder Genf starten. Die Piste am Flughafen der Stadt des Regierungssitzes ist schlicht zu kurz, wenn das Flugzeug mit hoher Beladung und Betankung abhebt. Und wie sich jetzt herausstellt, ist das nicht alles. Denn die Global 7500 passt in Bern auch gar nicht in den Hangar. Die Länge von 33,83 Metern, die Spannweite von 31,79 Metern und die Höhe von 8,14 Metern sprengen die bisherigen Dimensionen.

Der Flughafen baut an einem neuen Hangar. Doch das dauert zwei Jahre, schätzt die Regierung. Bis dahin wird das Flugzeug mit dem Kennzeichen T-787 in Payerne im Kanton Waadt stationiert.

Und eine Zertifizierung fehlt

Zu seinem ersten Einsatz startete das Flugzeug Anfang Februar. Und es ging auch direkt auf eine weite Reise. Bundesrat Ignazio Cassis flog mit der Global 7500 nach Südamerika, wo er Paraguay, Bolivien und Brasilien besucht. Doch auch hier lief noch nicht alles reibungslos.

Dem neuen Regierungsjet fehlt aktuell noch die Zulassung für die Landung auf hoch gelegenen Airports. Und eines der Ziele der Reise war der bolivianische Regierungssitz La Paz. Sein Flughafen ist mit über 4000 Metern einer der höchst gelegenen der Welt. Cassis musste daher laut einem Bericht der Zeitung Sonntagsblick im bolivianischen Tiefland landen und dann mit einem Linienflug weiterreisen.

Auch für Evakuierungen und humanitäre Notlagen

Die Global 7500 besitzt 19 Sitzplätze, wovon 14 auch als Arbeitsplatz dienen können. Neben dem Transport von Regierungsmitgliedern und anderen wichtigen Verwaltungsmitgliedern wird sie auch für Evakuierungen, Soforthilfe bei Umweltkatastrophen und humanitäre Notlagen eingesetzt.

Im Preis waren ein militärisches Funksystem, Bodenmaterial und Ersatzteile enthalten. Und ein Selbstschutzsystem. Es warnt die Besatzung vor Bedrohungen und aktiviert Gegenmaßnahmen bei Angriffen vom Boden oder aus der Luft. Diese Raketenabwehr sei unter anderem im Zusammenhang mit Evakuierungen aus Krisengebieten wichtig, hieß es dazu von der Regierung. Bisher besaßen die Schweizer Regierungsflieger keine solchen Systeme. Der Einbau ist für den Sommer 2025 geplant.

Bombardier ersetzt Cessna

Bis die Aufrüstung abgeschlossen ist, werden weiterhin die bisherigen Flugzeuge der Regierungsflotte genutzt. Dabei handelt es sich um eine Cessna Citation Excel 560XL mit Baujahr 2002 und eine Falcon 900EX mit Baujahr 2008. Die Citation Excel 560XL wird mittelfristig durch die Bombardier Global 7500 ersetzt.

Mehr zum Thema

Bombardier Global 7500 in der offiziellen Lackierung der Schweiz: Wird ab 2025 VIPs fliegen.

Schweiz bekommt erstmals Regierungsjet mit Raketenabwehr

Global 7500: Flieger mit großer Reichweite.

Bombardier reklamiert längsten Flug für sich

Kontrollturm in Zürich: Es kam erneut zu einer STörung bei Skyguide.

Erneut Panne bei Flugsicherung: Schweiz muss große Teile des Luftraums schließen

ticker-schweiz

Schweizer Parlament will Betriebszeiten der Landesflughäfen gesetzlich absichern

Video

Flughafen Düsseldorf U-Bahn 9
Nach sieben Jahren Bauzeit eröffnet Düsseldorf zwei neue U-Bahn-Linien. Sie binden erstmals den Flughafen an das Stadtbahnnetz der Landeshauptstadt an.
Jakob Wert
Jakob Wert
Der Moment bevor das Kleinflugzeug mit dem Helikopter Kollidiert: Jetzt ist der NTSB-Bericht erschienen.
Vor zwei Wochen kollidierten eine Cessna 150 und ein Bell 407 an einem Flugplatz in Pennsylvania. Was in den letzten Sekunden davor geschah, zeigt nun der erste Zwischenbericht der Untersuchungsbehörde NTSB.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Airbus A400M der Roal Air Force nach der Landung in Jan Mayen: Mit dem Transporter wurden Nato-Kontingente in die Arktis verlegt.
US-Marines, britische Royal Marines und norwegische Soldatinnen und Soldaten üben auf Jan Mayen. Airbus A400 M und Lockheed C-130 brachten für die Manöver neben Truppen auch Material auf die abgelegene Arktisinsel.
gerard al fil
Gérard Al-Fil