Flieger von Alitalia: Wohin geht die Reise?

400 Millionen Euro KreditWird Alitalia verstaatlicht?

Die geplante Investorenlösung für Alitalia ist gescheitert. Nun prüft die italienische Regierung Alternativen und muss der Fluggesellschaft nochmals Kredit gewähren.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Allroundmitarbeiter Luftfahrzeug (a) Flugzeugmontage/-unterhalt

Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Flugzeugwerke AG
Schweiz
Vollzeit
Top jobs
sunny cars

Customer Service Expert (m/w/d)

München / Remote
Feste Anstellung
Autovermietung
Sunny Cars
Deutschland
30 - 40 Stunden
Top jobs
IFFD Flugdienste

Piloten/ First Officer (m/w/d)

IFFD GmbH
Graz/Klagenfurt
Feste Anstellung
NCC-Betrieb
Österreich
Vollzeit
Top jobs

Es war eine bittere Feststellung: «Wir haben keine Marktlösung in Griffweite», sagte der italienische Premierminister Giuseppe Conte vergangene Woche, als er auf Alitalia angesprochen wurde. Und Entwicklungsminister Stefano Patuanelli sagte im Parlament, den Weg der Übernahme durch ein privates Konsortium gebe es nicht mehr. Man prüfe deshalb Alternativen.

Eigentlich war vorgesehen, dass die Staatsbahn Ferrovie dello Stato FS und der Autobahn- und Flughafenbetreiber Atlantia je 37,5 Prozent der Anteile von Alitalia übernehmen, Delta Air Lines 10 Prozent, und der Staat 15 Prozent. Doch die vier Partner konnten sich nicht einigen, Atlantia warf gegen Ende November frustriert das Handtuch. Schon zuvor verliefen die Gespräche schleppend, immer wieder musste die Regierung eine Verlängerung gewähren.

Eine Million Verlust pro Tag

Jetzt verschob die Regierung den Termin für eine definitive Lösung für Alitalia gezwungenermaßen erneut. Neu gilt der 31. Mai 2020 als Stichtag. Damit es die Fluggesellschaft überhaupt bis dahin schafft, musste Rom ihr zugleich ein neues Darlehen von 400 Millionen Euro gewähren. Am Montag (2. Dezember) unterzeichnete die Regierung das Dekret zum Kredit. Ob das mit EU-Regeln vereinbar ist, ist noch unklar.

Seit der Anmeldung der Insolvenz im Mai 2017 bekam Alitalia bereits 900 Millionen Euro an Staatshilfen. Davon sind bereits zwei Drittel aufgebraucht. Ende Oktober hätten sich noch 315 Millionen in der Kasse der Fluglinie befunden, schreibt die Wirtschaftszeitung Il Sole 24 Ore. Dieses Geld wäre im Februar aufgebraucht, denn Alitalia macht täglich rund eine Million Verlust.

Kosten senken

Die drei Sonderkommissare, die seit der Insolvenz von Amtes wegen die Geschäfte von Alitalia führen, müssen nun die Kosten senken, damit sich die Fluggesellschaft bis zu einer definitiven Lösung über Wasser halten kann und für einen potenziellen Investor attraktiver wird. Genau das fordert Lufthansa seit Langem. Sie will nur in eine sanierte Alitalia investieren.

Für die Regierung in Rom ist der Verkauf an einen privaten Investor noch immer der bevorzugte Weg. Doch es gibt auch einen zweiten Pfad, der inzwischen nicht mehr ausgeschlossen wird. Die Verstaatlichung sei nicht mehr tabu, so Entwicklungsminister Patuanelli.

Mehr zum Thema

Airbus A319 von Alitalia: Wer hat die Fluglinie im Visier?

So pokert Lufthansa um Alitalia

Leitwerk eines Alitalia-Fliegers: Die Partner des Rettungskonsortiums stehen nun fest.

Staatsbahn hat letzten Partner für Alitalia gewählt

Flieger von Alitalia: Easyjet könnte Zubringer für die Langstrecken werden.

Staatsbahn will mit Easyjet Alitalia retten

ticker-delta-airlines

Delta plant tägliche Flüge von Los Angeles nach Manila

Video

la guardia crj 900 air canada express
Am Flughafen LaGuardia in New York ist eine Bombardier CRJ900 von Air Canada nach der Landung mit einem Feuerwehrfahrzeug zusammengestoßen. Die beiden Piloten kamen ums Leben.
Timo Nowack
Timo Nowack
König Willem-Alexander bei seinem letzten Flug mit einer Boeing 737: Er lässt sich nochmals umschulen.
Fußballfans, Familien auf dem Weg nach Lappland oder Urlauber nach Ibiza: Viele Passagiere ahnten nicht, dass ihr Kopilot der König der Niederlande war. Jetzt flog Willem-Alexander letztmals mit einer Boeing 737 von KLM - und beginnt nun die Umschulung auf Airbus.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
amboseli airstrip under water
Ein Video aus dem Amboseli-Nationalpark in Kenia scheint einen See zu zeigen. Aber nein: Es ist die Start- und Landebahn des Park-Airports. Sie ist vollständig im Wasser verschwunden.
Timo Nowack
Timo Nowack