Jubiläumsmarke von 1971: Alitalia ist heue nur noch ein Schatten ihrer selbst.

BeschlussAlitalia geht in die Insolvenz

Die Aktionäre haben genug. Weil die Angestellten das Sparpaket nicht mittragen, schicken sie Alitalia in die Insolvenz. Die Regierung muss nun den Betrieb sichern.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Mechaniker & Spengler

Flugzeughersteller
Pilatus Flugzeugwerke AG
Schweiz
Vollzeit
Top jobs
Feste Anstellung
Weeze

Verkehrsleiter vom Dienst (w/m/x)

Flughafen Niederrhein GmbH
Weeze
Feste Anstellung
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
DERTOUR Logo

Virtuelle Reisebetreuung (m/w/d)

Reiseveranstalter
DERTOUR Destination Services AG
Home Office
Vollzeit
Top jobs
Sparfell Logo

CAMO Engineer f/m/d (full time) in Vienna (Austria)

Vienna
Feste Anstellung
Business Aviation
SPARFELL Luftfahrt GmbH
Österreich
Vollzeit
Top jobs

Es gab keinen Ausweg mehr. Die Aktionäre der italienischen Nationalairline haben am Dienstag (2. Mai) beschlossen, die Insolvenz einzuleiten. Die Ablehnung des Sanierungsplans durch die Mitarbeitenden habe ein Weitermachen verunmöglicht, begründeten die Alitalia-Eigner in einer Mitteilung. Sie bezeichnen die wirtschaftliche Lage des Unternehmens selbst als «ernst».

Man sei bereit gewesen, nochmals zwei Milliarden Euro einzuschießen, erklären die italienischen Aktionäre (51 Prozent der Anteile) und Etihad Airways (49 Prozent). Denn man erachte das Potenzial von Alitalia weiterhin als groß. Aber ohne die Zustimmung der Angestellten könne man die geplanten Maßnahmen zur Kostensenkung nicht umsetzen.

Neue Probleme belasteten

Etihad zeigt sich besonders enttäuscht über die Entwicklung. «Wir haben als Minderheitsaktionär alles getan, um Alitalia zu unterstützen. Doch nun braucht es eine tiefgreifende Restrukturierung, um überleben und in Zukunft wieder wachsen zu können», erklärt Konzernchef James Hogan in einer Stellungnahme. Nach dem Einstieg seiner Airline habe sich die italienische Fluglinie zuerst gut entwickelt. Doch dann hätten steigende Konkurrenz durch Billigairlines und verändertes Reiseverhalten als Folge von Terrorismus zu neuen Problemen geführt.

Die Regierung in Rom muss nun Insolvenzverwalter bestimmen, die Alitalia vorübergehend führen. In dieser Zeit ist die Fluggesellschaft vor dem Zugriff durch Gläubiger geschützt. Die Phase dürfte rund sechs Monate dauern. Die amtlichen Manager müssen prüfen, ob es eine Überlebenschance für die Fluggesellschaft gibt oder ob sie abgewickelt werden muss.

Überbrückungskredit

Der Flugbetrieb wird vorerst ganz normal weitergeführt. Dafür braucht Alitalia aber Geld von der Regierung. Das Kabinett in Rom tagt derzeit, um einen Überbrückungskredit von mehreren hundert Millionen Euro zu sprechen.

Mehr zum Thema

Ryanair Malta Air Boeing 737-800 Landung

Können Sie diese Falschaussagen über die Luftfahrt aufdecken?

Flieger von Air Canada: Kanada erlebt einen Tourismusboom.

USA sind out - noch nie gab es so viele Flüge aus Europa nach Kanada

Die Golden Gate Bridge am Eingang der San Francisco Bay: Beide Flughäfen in der Nähe.

Sommerflaute: Nachfrage für Flüge zwischen Europa und USA erholt sich kaum

Platz 7: Barcelona
55 Millionen (+10,3 Prozent vs. 2023, +4,4 Prozent vs. 2019)

Europas beliebteste Flugrouten im Sommer 2025

Video

An einem Airbus A321 Neo: GTF-Triebwerk von Pratt & Whitney.
Der Chef des weltgrößten Leasingunternehmens hat Ratschläge für Fluggesellschaften mit Triebwerken der neuesten Generation. Aengus Kelly warnt vor Problemen und Herausforderungen sowohl bei Kurz- als auch Langstreckenflugzeugen.
Timo Nowack
Timo Nowack
airbusa350edelweissbusinesssuite003
Alles neu bei Edelweiss: Die Schweizer Ferienfluglinie stellt ihre komplett neu entwickelte Airbus-A350-Kabine vor. Premium Economy, Business Suite und ein aufgewertetes Design sollen das Langstreckenerlebnis neu definieren – ohne die Ferien-DNA zu verlieren. Genau darin liegt die Chance. Und das Risiko.
Luca La Rocca
Luca La Rocca
united airlines airbus a321 neo nosewheel
Harte Landung in Orlando: Ein Airbus A321 Neo von United Airlines hat bei der Ankunft in Orlando eines der Räder des Bugfahrwerkes verloren.
Timo Nowack
Timo Nowack