Starke Kopfschmerzen im Flugzeug: Vor allem Männer sind betroffen.

Neue Krankheit: Flug-Kopfweh

Ärzte vermuten, dass Fliegen Kopfschmerzen verursacht. Eine Untersuchung soll nun klären, wieviele Passagiere betroffen sind.

Top-Jobs

Goldeck Logo

Kapitän Pilatus PC-12NGX (f/m/d)

Goldeck-Flug Gesellschaft m.b.H.
Vollzeit
Top jobs
Wien / Wiener Neustadt
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Sparfell Logo

Captain/First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

SPARFELL Luftfahrt GmbH
Vollzeit
Vienna
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Pilatus Logo

Mechaniker Flugzeugkomponenten (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller

Fliegen ist anstengend. Stress am Flughafen, Kontrollen, Warten, Ärger mit Mitreisenden, mitunter geringer Komfort an Bord. Doch viele Reisende plagt noch etwas anderes. Italienische Neurologen sind einem Phänomen auf der Spur, das sie Flug-Kopfschmerzen nennen. Diese treten üblicherweise 30 bis 60 Minuten vor der Landung ein, treffen meistens Männer über 30 Jahre und dauern weniger als 30 Minuten. Nach der Landung ist der Schmerz weg. Dies belegt ein kürzlich veröffentlichter Bericht über eine Untersuchung von 75 Passagieren. Jeder Betroffene beschreibt den Schmerz als sehr stark. Er tritt seitlich auf und breitet sich auf der Stirn über der Augenpartie aus.

Die Wissenschafler führen dieses Phänomen auf den Druckunterschied an Bord zurück. Im Reiseflug herrscht in der Kabine eines Passagierjets der gleiche Druck wie etwa auf 2'500 Metern Höhe über Meer. Dabei entsteht im frontalen Sinus ein Überdruck, welcher bei Betroffenen nicht ausgeglichen werden kann, so die Vermutung. Die ganz genauen Ursachen dieser Kopfschmerzen sind zwar noch unklar. Die Ärzte fanden aber begünstigende Umstände: die Form der Nasennebenhöhlen, die Reisegeschwindigkeit und -höhe sowie der Kabinendruck.

2004 zum ersten Mal aufgetaucht

2004 tauchte das Krankheitsbild zum ersten Mal auf. Neurologen gingen dann noch von Einzelfällen aus. Inzwischen denken sie anders. «Wir vermuten, dass es weiter verbreitet ist als angenommen. Um dies zu beweisen, müssen wir noch mehr Daten sammeln», erklärte Federico Mainardi, Neurologe aus Venedig, gegenüber dem Fernsehsender MSNBC. Er hofft nun, dass diese Krankheit bei der Internationalen Klassifikation von Kopfschmerzerkrankungen eingetragen wird. Auf dieser Liste sind zur Zeit 200 verschiedene Arten von Kopfschmerzen aufgeführt. Mainardi empfiehlt Betroffenen klassische Schmerzmittel sowie den Einsatz von Nasensprays kurz vor der Landung. Linderung könnte auch der Dreamliner von Boeing bringen. Die B787 schafft dank Kompressor sowie neuer Aussenhülle eine angenehmere Atmosphäre an Bord. Die Luft ist weniger trocken und der Druck entspricht nur noch dem von etwa 1'800 Metern über Meer.

Mehr zum Thema

Bordservice Project Fox: Bei Lufthansa werden die Komponenten nun getrennt erhitzt.

Mehr Gourmet, weniger Toilette: Neuer Lufthansa-Bordservice hat gesperrtes WC zur Folge

Die auf der Nase liegene Boeing 787, vergessener Verriegelungsstift: kleines Teil, großer WIrkung.

Auf Nase gekrachte Boeing 787 von Lufthansa: Der Sicherungsstift lag noch in der Werkzeugkiste

Die nach vorne gekippte Boeing 787 von Lufthansa: Das Heck ragt in den Himmel.

Lufthansa-Dreamliner: Wie lange dauert die Reparatur nach dem Fahrwerksunfall?

Letzter Start ZA004: Jetzt ist die Boeing 787 in Rente.

Boeing mustert letzten Dreamliner-Testflieger aus

Video

Der Airbus A350-1000 ULR mit der Kennung F-WULR ist um 10:43 Ortszeit zum ersten Mal auf australischem Boden gelandet.
Ohne Passagiere, aber mit über tausend Sensoren an Bord, ist der erste Airbus A350-1000 ULR für Qantas Project Sunrise in Melbourne gelandet. Der Testjet legte die Strecke von Toulouse in nicht ganz 20 Stunden zurück, noch in unlackierter Green Livery.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Die VA-1X von Vertical Aerospace: Zeigte in Farnborough, was sie kann.
Elektrische Senkrechtstarter gelten als eines der Zukunftsthemen der Luftfahrt. Auf der Farnborough Airshow demonstrierte Vertical Aerospace eindrucksvoll die Fähigkeiten seines Prototyps. Bis Passagiere regelmäßig mit Evtols fliegen, dürfte allerdings noch einige Zeit vergehen.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Airbus A340-300 von Mahan Air bei der Landung im Jemen: Der Airport ist seit zehn Jahren gesperrt.
Ein Airbus A340 von Mahan Air weicht auf einen seit über zehn Jahren gesperrten Flughafen aus, nachdem Regierungstruppen die Landebahn in Sanaa beschossen haben. Die Regierung hat den gesamten Luftverkehr ausgesetzt.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies