Bemalung von Solyom: Ungarische Nationalfarben.

Neue Airline will Malev ersetzen

Noch ein ehrgeiziges Airlineprojekt in Ungarn: Schon im August will Sólyom Hungarian Airways Flüge aufnehmen - vorerst mit sechs Flugzeugen.

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Für das Land war es ein Schock als Malev Februar 2012 dichtmachte. 66 Jahre lang hatte die ungarische Nationalairline die Bürger in die Welt geflogen. Nun nach anderthalb Jahren verspricht ihnen jemand Ersatz. Schon im August plant die neue Fluggesellschaft Sólyom Hungarian Airways den Betrieb aufzunehmen und Flüge nach Europa und in den Nahen Osten anzubieten, berichtet die Zeitung Magyar Nemzet. Hinter dem Projekt sollen Investoren aus Ungarn und dem arabischen Raum stehen. Geschäftsführer ist József Vágó, ein ehemaliger Leiter der nationalen Luftfahrtbehörde.

Dabei wird geklotzt und nicht gekleckert. Loslegen will die neue Airline gleich mit sechs Maschinen und 700 Angestellten. Bis 2017 aber sollen die Flotte auf 50 Flugzeuge und der Personalbestand auf 3000 anwachsen. Als Ziel setzte sich Sólyom (Falke) gleich 3 Millionen Passagiere im ersten Betriebsjahr. 2017 sind dann schon 8 Millionen vorgesehen.

Harte Konkurrenz

Es ist nicht das erste Mal, dass der Versuch unternommen wird, eine neue Nationalairline Ungarns zu schaffen. Hungarian World Airways wollte noch dieses Jahr täglich mindestens einmal oder auch mehrmals an sechzig Destinationen auf vier Kontinenten fliegen. Doch um die neue Fluggesellschaft wurde es ruhig.

Auch die Pläne von Sólyom werden vielerorts skeptisch begutachtet. Denn das Unternehmen will zwar im August starten, gegründet wurde es aber erst gerade vor ein paar Wochen. Zudem sind die Eigentümer in Ungarn kaum bekannt. Doch auch die Konkurrenzsituation macht das Vorhaben nicht einfacher. Lowcost-Anbieter wie Wizz oder Ryanair schnappten sich längst die besten Verbindungen in Europa. Und auf Interkontinentalstrecken machten sich unter anderem Turkish, Lufthansa und Emirates als neue Anbieter breit.

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