König Willem-Alexander bei seinem letzten Flug mit einer Boeing 737: Er lässt sich nochmals umschulen.

Der fliegende HolländerKönig Willem-Alexander steuerte das letzte Mal eine Boeing 737 von KLM

Fußballfans, Familien auf dem Weg nach Lappland oder Urlauber nach Ibiza: Viele Passagiere ahnten nicht, dass ihr Kopilot der König der Niederlande war. Jetzt flog Willem-Alexander letztmals mit einer Boeing 737 von KLM - und beginnt nun die Umschulung auf Airbus.

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«Guten Morgen, hier spricht ihr Kopilot Willem-Alexander Claus George Ferdinand, König der Niederlande, Prinz von Oranje-Nassau Junker van Amsberg.» So hätte er eigentlich seine Ansagen aus dem Cockpit beginnen sollen. Doch seinen wahren Namen verriet der König der Niederlande nie, wenn er einen Flug für KLM absolvierte.

Der Monarch fliegt seit 30 Jahren gelegentlich für die niederländische Nationalairline. So kann er die Flugstunden sammeln, die es für die Aufrechterhaltung seiner Lizenz braucht. Denn Willem-Alexander ist begeisterter Pilot. Wenn er nicht in eine Königsfamilie geboren worden wäre, wäre sein Traum gewesen, große Flugzeuge wie die Boeing 747 durch die ganze Welt zu fliegen, verriet er einmal.

Der König der Niederlande begann bei KLM auf der Fokker 70

Der König der Niederlande begann seine Karriere als Teilzeit-Kopilot bei KLM im Jahr 1996. Zuerst steuerte er Fokker 70. Nach deren Ausflottung im Jahre 2017 ließ sich Willem-Alexander auf die Boeing 737 umschulen. Doch nun verschwindet auch die aus der Flotte von KLM. Die Fluggesellschaft wechselt zu Airbus. Und so gab es wieder einen Abschied für den Monarchen. Am Mittwoch (11. März) absolvierte Willem-Alexander seinen letzten Flug auf einer Boeing 737 von KLM.

Er habe schöne Erinnerungen an die Zeit mit dem Flugzeug. «Im Laufe der Jahre haben wir mit der 737 so viele Passagiere von A nach B gebracht. Diese Mischung aus Menschen und Momenten machte das Fliegen zu etwas Besonderem», sagt er in einer offiziellen Mitteilung des Königshauses. So habe er Fußballfans von Feyenoord Rotterdam und AZ Alkmaar zu Spielen der Europa League geflogen, oder Kinder nach Lappland, um den Weihnachtsmann zu treffen. «Aber auch Urlaubsflüge nach Ibiza und Malaga.»

Willem-Alexander lässt sich auf Airbus A320 Neo umschulen

Die Karriere des 58-Jährigen als Kopilot bei KLM ist damit aber nicht beendet. «Ich hoffe, dass ich dieselbe bunte Gesellschaft wieder im Airbus begrüßen darf», so Willem-Alexander. Er lässt sich «in der kommenden Zeit» auf die Airbus A320 Neo-Famile umschulen. «Ich finde Fliegen einfach fantastisch», schwärmte der König einmal in einem Interview. Sobald er im Flugzeug sei, sei er völlig entspannt. Willem-Alexander: «Ich kann meine Probleme dann nicht vom Boden mitnehmen, ich bin dann verantwortlich für Passagiere und Crew.»

Die Boeing 737 bleibt ihm allerdings dennoch etwas erhalten. Der König steuert auch oft die Boeing 737-700 BJJ mit dem Kennzeichen PH-GOV, den Regierungsjet der Niederlande.

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