Spacejet: Es lockt ein großer Auftrag aus den USA.

Mesa Airlines will bis zu 100 Spacejet M100Mitsubishi darf auf Großauftrag aus den USA hoffen

Neuer Name, neues Glück: Mitsubishi kann auf eine wichtige Bestellung aus den USA hoffen. Die Wet-Lease-Anbieterin Mesa Airlines plant, bis zu 100 Spacejet M100 zu kaufen.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugmechaniker (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Luftfahrzeugmechaniker Flugbetrieb (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Teamleiter Montage & Support (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Leiter Zerspanung Kleinteile / Stv. Abteilungsleiter (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller

Will ein Hersteller von Regionalflugzeugen in den USA Erfolg haben, muss er das Wort Scope Clause kennen. Alle großen Fluglinien haben mit ihren Pilotengewerkschaften Regeln ausgehandelt, die den Einsatz von Wet-Lease-Anbietern begrenzen. Diese externen Airlines dürfen demnach nur eine bestimmte Anzahl von Jets für ihre großen Kunden betreiben und auch nur solche bis zu einer individuell festgelegten Größe.

Doch die Scope Clauses sind dynamisch. Bei United laufen die aktuellen Begrenzungen Ende dieses Jahres aus, bei American und Delta Ende 2020. Allgemein wird erwartet, dass die Grenzen in Bezug auf Passagierzahl und maximales Startgewicht in den neuen Verträgen mit den Pilotengewerkschaften angehoben werden. Auch damit müssen die Flugzeugbauer umgehen.

Mitsubishi passte sich an

Im Hinblick auf diese Veränderungen hat Mitsubishi im Juni bekannt gegeben, das bisher geplante Modell MRJ70 fallen zu lassen und eine neue Variante des Regionalfliegers zu bauen, die speziell auf die USA und veränderte Scope Clauses zugeschnitten ist. Spacejet M100 heißt sie und ist eine von 33,4 Meter auf 34,5 Meter gestreckte Variante des alten Flugzeuges. Das maximale Startgewicht beträgt jetzt 42 statt 39 Tonnen. Die M100 kann in zwei Klassen 76 Reisende und in einer 88 Reisende befördern.

Zudem hat Mitsubishi Aircraft damals das CRJ-Programm von Bombardier gekauft, um so ein bestehendes Servicenetz zu bekommen. Beide Maßnahmen zeigen nun bereits Wirkung. Die Wet-Lease-Anbeiterin Mesa Airlines hat am Donnerstag (5. September) eine Absichtserklärung zum Kauf von bis zu 100 Spacejet M100 unterzeichnet.

Niederlage für Embraer

Ziel ist eine feste Order von 50 Exemplare und eine Option zum Kauf von weiteren 50 Jets. Die Mitsubishi Spacejet M100 sollen ab 2024 an Mesa ausgeliefert werden. «Mit seiner großen Kabine, seinem Komfort, seiner neuen Technologie und seinen niedrigen Betriebskosten» könne der Jet ein Premium-Erlebnis bieten, das von den Kunden der großen Airlines der USA zunehmend verlangt werde, kommentiert Mesa-Chef Jonathan Ornstein.

Mesa Airlines fliegt derzeit für American Airlines (American Eagle) und United (United Express). Die Flotte besteht aus 60 Embraer E175, 64 Bombardier CRJ 900, 20 CRJ 700 und einer CRJ 200. Insofern ist die Kaufabsicht der Fluglinie aus Arizona auch eine Niederlage für Embraer, die im Hinblick auf eine Aufweichung der Scope Clauses die E175-E2 ins Rennen schickte.

Mehr zum Thema

Aus Regional Jet wird Spacejet: Mitsubishi benennt seine Flieger um.

Mitsubishi bringt neue Variante seines Regionalfliegers

Bombardier CRJ 900: Die Fleger werden nicht mehr lange gebaut.

Mitsubishi beerdigt den Canadair Regional Jet

Bremsen 737-Max-Probleme Mitsubishi aus?

Bremsen 737-Max-Probleme Mitsubishi aus?

Das Heck ist abgetrennt worden.

Mitsubishi Spacejet lässt milliardenhohen Schuldenberg zurück

Video

airbus a319 xizang airlines tibet airlines
Auf einem frisch lackierten Airbus A319 von Tibet Airlines ist der Name Xizang Airlines zu lesen. Es könnte der erste Schritt einer größeren Umbenennung sein, die auch einen politischen Hintergrund haben könnte.
Timo Nowack
Timo Nowack
Airbus A380 von Lufthansa: Die D-AIMH wird noch bis Anfang Juni in. Dresden umgebaut.
Noch hängen Kabel aus der Kabine und manche Fußablagen fehlen. Doch der Umbau der Airbus A380 von Lufthansa bei EFW in Dresden zeigt bereits, wie die modernisierte Business Class aussehen wird. Der Zeitplan ist straff – und die Logistik kompliziert.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Der Moment vor dem Absturz: Die Cessna kollidiert mit dem Gleitschirm.
Eine Paragliderin überlebt mit Glück den Zusammenstoß mit einer Cessna. Der Unfall wirft Fragen auf: Wer muss wem ausweichen? Und warum sehen sich Motorpiloten und Gleitschirmpiloten im selben Luftraum oft erst im letzten Moment?
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies