Boeing 737 Max von American Airlines: Auf zwei Jets muss die Fluglinie zurzeit warten.

Boeings KrisenfliegerMax-Probleme wirbeln Pläne der Airlines durcheinander

Noch immer wissen Betreiber der Boeing 737 Max nicht, wann ihre Flugzeuge wieder abheben dürfen. American Airlines, Ryanair und Co müssen ihre Pläne ständig überarbeiten.

Top-Jobs

bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Hahnair Logo

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung

Alle Fluggesellschaften, die schon Boeing 737 Max besitzen oder welche bestellt haben, sind derzeit nervös. Sie warten gespannt darauf, wann Luftfahrtbehörden weltweit dem Flugzeugmodell wieder erlauben zu starten. Noch ist der Termin völlig ungewiss.

Gerade erst haben Insider aus der US-Luftfahrtbehörde FAA gegenüber der Zeitung Wall Street Journal gesagt, dass die Max vielleicht bis Anfang 2020 am Boden bleiben muss. American Airlines und United haben die Max mittlerweile bis November aus ihren Flugplänen gestrichen. Andernorts ist von einem Neustart im Oktober die Rede.

Es braucht viel Vorlauf

Klar ist, dass es für die betroffenen Fluglinien schwieriger wird, je länger das Grounding anhält. Sie müssen ihre Flugpläne mit vielen Monaten Vorlauf erarbeiten. Das geht aber nur dann, wenn sie auch wissen, wie groß ihre künftige Flotte sein wird.

Was das bedeutet, zeigt Ryanair. Airline-Chef Michael O'Leary erklärte kürzlich gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters, er sorge sich aufgrund der Max-Problematik um die Sommersaison 2020. «Die Herausforderung ist, dass das Flugzeug Ende September, Oktober oder spätestens November wieder fliegen muss, damit das unser Wachstum im Sommer 2020 nicht unterbrochen wird», so O'Leary. Ryanair hat 135 Exemplare der Spezialversion 737 Max bestellt, die sich 737 Max 200 nennt.

Ryanair plant mit weniger Jets im Sommer

Knapp eine Woche später teilte Ryanair dann am Dienstag (16. Juli) mit, dass man für den Sommer 2020 wirklich schmaler planen müsse. «Boeing hofft, dass das Zertifizierungspaket im September den Regulierungsbehörden vorgelegt wird», so O'Leary nun. Kurz danach sei vom Hersteller die Rückkehr der Max in den Betrieb geplant. Man selber halte es jedoch für möglich, dass der Neustart erst spät im Dezember komme.

Die bestellte Spezialversion Max 200 müsste zudem separat zertifiziert werden, womit man zwei Monate nach dem erneuten Betriebsstart der normalen Max rechne. «Entsprechend hofft Ryanair heute, die ersten Max 200 irgendwann zwischen Januar und Februar 2020 zu erhalten», so der Airline-Chef. Auch dann sind die Probleme aber nicht gelöst. Denn man könne nur sechs bis acht 737 Max pro Monat in Empfang nehmen aufgrund des Aufwandes des Lieferprozesses und der Verfügbarkeit trainierter Max-Piloten.

Verzögerungen aufholen

Daher rechne man damit, Ende Mai 30 737 Max 200 zu haben statt der ursprünglich geplanten 58, erklärte O'Leary. Das Wachstum im Sommer 2020 und im gesamten Jahr werde daher zurückgehen und man prüfe nun sogar, Basen zu schließen. Trotz allem stehe man weiter zur Max und werde mit Boeing und Europas Luftfahrtbehörde Easa daran arbeiten, die Verzögerungen im Winter 2020 aufzuholen, so der Ryanair-Chef.

So wie Ryanair geht es weltweit allen 47 Fluggesellschaften, die bereits 737 Max besitzen und den mehr als 30 anderen, die noch Lieferungen erwarten. Ihre Planungsabteilungen sind derzeit im Dauerstress.

Mehr zum Thema

Tailfin of a Ryanair aircraft: They operate a large fleet of solely 737 aircraft

Ryanair will wegen 737 Max Basen schließen

Boeing 737 Max 8 von Air China: Wann darf sie wieder fliegen?

Wo liegt für Airlines die rote Linie bei der 737 Max?

Boeing 737 Max beim Erstflug: Malaysia Airlines will den neuen Jet.

Auch Autopilot der Boeing 737 Max zickt

ticker-wizzair-1

Wizz Air und Ryanair nehmen Flüge nach Jordanien wieder auf

Video

Airbus A350 F Erstflug in Toulouse: Der Frachter war vier Stunden in der Luft.
Vier Stunden, 220 Gigabyte Daten und ein Start ohne elektronische Schutzfunktionen: Der Airbus A350 F ist zum ersten Mal geflogen. Was die Crew testete und was den Frachter besonders macht.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
airbus a350 f erstflug 01
Am Dienstag ist der Airbus-A350-Frachter zum ersten Mal abgehoben. Ende 2027 will der Flugzeugbauer den ersten A350 F aus der Serienproduktion ausliefern. Zwei Kunden kommen für die Premiere infrage.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Timo Nowack
Timo Nowack
Ex-Swissair-Sprecher Urs Peter Naef: «»
Als die Nachricht vom Absturz vor Halifax eintraf, war das Krisenhandbuch der Swissair-Kommunikationsabteilung noch nicht fertig. Medienverantwortlicher Urs Peter Naef musste improvisieren - und zugleich die Angehörigen vor aufdringlichen Medien schützen. Seine wichtigste Lehre aus der Katastrophe: «Steh zu dem, was passiert ist, und zeig Flagge.»
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier