CF34-10-Triebwerk von General Electric: Der Mann kletterte absichtlich in den Motor.

Suizid in AmsterdamMann ließ sich absichtlich von KLM-Triebwerk einsaugen

Der schreckliche Vorfall von Amsterdam-Schiphol ist geklärt. Beim Opfer handelte sich um einen Angestellten einer Firma am Flughafen. Zudem war sein Tod ein Suizid.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Principal Engineer - Flight Physics Simulation

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
aaa aviation academy austria logo

ATO Training Expert (m/f/d)

Aviation Academy Austria
Vollzeit
Neusiedl am See
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Head of Mechanical Final Assembly PC-12 (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugmechaniker Experimental Shop (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller

Die Embraer E190 von KLM Cityhopper sollte am Mittwochnachmittag (29. Mai) als Flug KL1341 nach Billund fliegen. Doch dazu kam es nicht. Beim Zurückstoßen des Flugzeuges von einem Gate von Pier B im Abflugbereich 1A des Flughafens Amsterdam-Schiphol geriet gegen 16 Uhr eine Person in das laufende Triebwerk. Sie erlag ihren Verletzungen.

Der genaue Ablauf des Unfalls und auch die Identität des Opfers wurden zunächst nicht bekannt gegeben. Jetzt hat die niederländische Gendarmerie mehr Details verraten. Beim Opfer habe es sich um einen Mann gehandelt, der «bei einem Unternehmen am Flughafen» beschäftigt gewesen sei, erklärte sie am Donnerstagabend (30. Mai).

Absichtlich in Triebwerk geklettert

Die Ermittlungen hätten zudem ergeben, dass der Mann absichtlich in das Triebwerk geklettert sei. «Es handelt sich um einen Fall von Suizid», so die Koninklijke Marechaussee. Aus Respekt gegenüber dem Opfer und Rücksichtnahme auf dessen Angehörige gebe man keine weiteren Erklärungen ab, erklärte sie weiter.

Alle Passagiere und Besatzungsmitglieder mussten nach dem Vorfall am Flughafen Amsterdam das Flugzeug wieder verlassen. Offenbar hatten viele von ihnen das tragische Ereignis mitbekommen. «Unsere Gedanken sind bei den Hinterbliebenen und wir sind besorgt um die Passagiere und Kolleginnen und Kollegen, die Zeuge des Vorfalls waren», so der Flughafen Amsterdam in einer Mitteilung.

Riesige Saugkraft

Das schreckliche Ereignis von Amsterdam ist kein Einzelfall. Vergangenen Juni mussten Angestellte des Flughafens von San Antonio erleben, wie ein Bodenmitarbeiter vom Triebwerk eines Airbus A319 von Delta Air Lines erfasst und eingesaugt wurde. Er verstarb an seinen Verletzungen. Auch damals ergaben die Ermittlungen, dass ein Suizid hinter der Tragödie stand.

Die Kraft heutiger Flugzeugmotoren ist gigantisch. Die Fans der Triebwerke saugen bis zu 1,4 Tonnen Luft an – pro Sekunde. Das entspricht dem Volumen eines halben olympischen 50-Meter-Schwimmbeckens. Wer in den Saugstrahl gerät, der hat deshalb wenig Chancen.

Wenn Sie daran denken, sich das Leben zu nehmen, versuchen Sie, mit anderen Menschen darüber zu sprechen. Mit Freunden, Verwandten oder mit jemandem, der anonym für Sie da ist - etwa die Telefonseelsorge in Deutschland, der Schweiz oder Österreich.

Mehr zum Thema

Embraer E190 von KLM Cityhopper: Tragischer Zwischenfall mit Todesfolge.

Person wird in Amsterdam in Triebwerk gesogen und stirbt

Airbus A319 von Air India: Beim Unglück in Mumbai lief sehr viel schief.

Unachtsamkeit führte zu Tragödie in Mumbai

Die gefährliche Saugkraft der Triebwerke

Die gefährliche Saugkraft der Triebwerke

ticker-klm

KLM ersetzt Delfter-Blau-Sicherheitsvideo nach mehr als zehn Jahren

Video

Business Class Centre Seats
Teilweise wird sie in Airbus A350-900 und A350-900 ULR nachgerüstet, ganz kommt sie später in der Boeing 777-9 zum Einsatz: die neue Langstreckenkabine von Singapore Airlines. Wir zeigen, was das neu vorgestellte Produkt ausmacht.
Peter Pfänder
Peter Pfänder
Die ehemalige D-AICD: Sie hat ihren Standplatz verlassen.
Seit Anfang 2022 steht am Flughafen Düsseldorf ein ehemaliges Condor-Flugzeug. Nun wurde der 28 Jahre alte Airbus A320 von seiner Position weggeschleppt. Denn der geheimnisvolle Eigentümer lässt prüfen, ob der Jet wieder abheben kann.
Timo Nowack
Timo Nowack
Bangkok Suvarnabhumi aus der Luft: Der Flughafen soll seine Kapazität verdoppeln.
Der Flughafen Bangkok-Suvarnabhumi soll künftig 120 Millionen Fluggäste pro Jahr abfertigen, doppelt so viele wie heute. Dafür sind ein neues Südterminal und eine vierte Piste geplant. Und schon zuvor soll es eine Erweiterung geben.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies