Letzte Aktualisierung: um 8:52 Uhr

Embraer E190 von KLM Cityhopper

Person wird in Amsterdam in Triebwerk gesogen und stirbt

Tragischer Zwischenfall am Flughafen Amsterdam: Eine Person wurde auf dem Vorfeld von einem Triebwerk einer Embraer E190 von KLM Cityhopper eingesaugt. Sie verstarb an ihren Verletzungen.

Aktualisiert vor 1 Minute

Es ist ein Horrorszenario für jedes Unternehmen: ein tödlicher Unfall. Genau das ist am Mittwoch (29. Mai) am Flughafen Amsterdam-Schiphol passiert. Wie die niederländische Gendarmerie mitteilt, wurde eine Person auf dem Vorfeld von einem laufenden Triebwerk eingesaugt. Sie erlag wenig später ihren Verletzungen.

Bilder aus Sozialen Medien zeigen, dass sich der Zwischenfall bei Pier B im Abflugbereich 1A gegen 16 Uhr ereignet hat. Betroffen war eine Embraer E190 von KLM Cityhopper. Es handelt sich um den Jet mit dem Kennzeichen PH-EZL, der als Flug KL1341 hätte nach Billund fliegen sollen.

Genaue Umstände bisher nicht bekannt

Wie es genau zum tragischen Zwischenfall kam, ist bisher nicht bekannt. Offenbar passierte es aber beim Zurückstoßen der E190 vom Gate als die Triebwerke bereits liefen. Es werde noch untersucht, ob es sich um einen Unfall oder Suizid gehandelt habe, so die Gendarmerie. Unklar ist auch, ob es sich beim Opfer um einen Angestellten oder einen Passagier handelt.

Alle Passagiere und Besatzungsmitglieder seien von Bord gegangen würden betreut, erklärte die Gendarmerie weiter. Offenbar hatten viele von ihnen den Vorfall mitbekommen. «Unsere Gedanken sind bei den Hinterbliebenen und wir sind besorgt um die Passagiere und Kolleginnen und Kollegen, die Zeuge des Vorfalls waren» so der Flughafen Amsterdam in einer Mitteilung.

Triebwerke haben eine immense Kraft

Die Kraft heutiger Flugzeugmotoren ist gigantisch. Die Fans der Triebwerke saugen bis zu 1,4 Tonnen Luft an – pro Sekunde. Das entspricht dem Volumen eines halben olympischen 50-Meter-Schwimmbeckens. Wer in den Saugstrahl gerät, der hat deshalb wenig Chancen.

Wenn Sie daran denken, sich das Leben zu nehmen, versuchen Sie, mit anderen Menschen darüber zu sprechen. Mit Freunden, Verwandten oder mit jemandem, der anonym für Sie da ist – etwa die Telefonseelsorge in Deutschland, der Schweiz oder Österreich.