Am 7. Dezember schrieb der Flughafenbetreiber die drei Boeing 747 aus, um den Eigentümer zu finden.

Flughafen Kuala LumpurVerwaiste Boeing 747 – alles noch viel vertrackter

Die Posse geht weiter. Die kleine Frachtairline Swift Air Cargo beansprucht die drei verwaisten Boeing 747 für sich. Doch der Flughafen Kuala Lumpur sagt, eine chinesische Firma sei letzter Eigner.

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Noch heißt das Unternehmen offiziell Splunk N' Dash. Aus der Gesellschaft mit beschränkter Haftung soll aber bald Swift Air Cargo werden. Der Namenswechsel sei bei den malaysischen Behörden beantragt, schreibt es auf seiner Webseite. Es will dereinst Fracht von Asien nach Afrika und Südamerika fliegen. Das sei eine Nische, so die Firmeninhaber.

Schon bald werde Swift Air Cargo den Betrieb als Luftfrachtairline aufnehmen. «Wir werden bald fliegen», schreibt Swift Air Cargo weiter. Doch da gibt es ein Problem. Die Flotte von Swift Air Cargo soll nämlich zuerst aus 2 Boeing 747-200F bestehen. Die habe man im Juli 2015 zusammen mit einer weiteren Boeing 747-200F vom bisherigen Besitzer gekauft, erklärt das Unternehmen. Dafür gebe es offizielle, von Anwälten und dem malaysischen Konsul in Hongkong beglaubigte Dokumente. Der Flughafen von Kuala Lumpur sieht es aber anders, wie er am Samstag (12. Dezember) in einer Medienmitteilung erklärte.

Chinesischer Besitzer der Boeing 747 ohne Spuren

Die drei am Kuala Lumpur International Airport herumstehenden und von Swift Air Cargo beanspruchten Boeing 747 hätten ursprünglich Air Atlanta Icelandic gehört. Die Frachtairline habe die Jumbo-Jets mit den ehemaligen Kennzeichnungen TF-ARM, TF-ARH und TF-ARN aber Mitte 2010 verkauft und dann 2011 und 2012 auch aus dem isländischen Flugzeugregister austragen lassen, so der Flughafenbetreiber. Neuer Eigentümer sei damals Shaanxi Sunshine Cargo aus Shanghai geworden.

Bis 2013 stand der Flughafen dann auch regelmäßig mit Shaanxi Sunshine Cargo – einem Speditionsunternehmen – in Kontakt. Seither aber herrsche Funkstille. Vom Unternehmen gibt es denn auch kaum eine Spur. Viel mehr als eine Telefonnummer findet sich nicht. Kein Wunder griff der Flughafen Kuala Lumpur zur Notmaßnahme des Inserates und rief den Besitzer auf, sich zu melden. Das sei international Gepflogenheit, erklärt Malaysia Airports Holdings.

Swift Air Cargo fehlt ein Luftverkehrsbetreiberzeugnis

«Zur Registrierung eines Flugzeuges benötigt man ein Luftverkehrsbetreiberzeugnis», schreibt der Flughafenbetreiber weiter. Ein solches AOC hat aber Swift Air Cargo nicht. «Als verantwortlicher Flughafenbetreiber müssen wir alle Besitzansprüche mit den zuständigen Behörden klären», erläutert Malaysia Airports Holdings. Man bitte den heutigen Besitzer nochmals, wirklich alle Dokumente vorzulegen, die den Besitz auch belegten. Die Posse kann also weitergehen.

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