Dash 8 von Luxair: Mehr wie Lufthansa Regional werden

Turbulente Zeiten bei Luxair

2012 war erneut ein schlechtes Jahr für Luxair. Die Fluggesellschaft steht auf der Kippe. Nun steht ein massives Sparprogramm an.

Top-Jobs

bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
Pilatus Logo

Team Leader Account Management

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Hahnair Logo

Compliance Monitoring Manager (all genders)

Hahn Air Lines GmbH
Vollzeit
Düsseldorf
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Etihad Job

Captain A320

Etihad Airways
Vollzeit
Abu Dhabi
Top jobs
United Arab Emirates
Feste Anstellung

Die zunehmende Konkurrenz durch Billigflieger wie Easyjet oder Vueling auf besonders beliebten Strecken und eine ineffiziente Kostenstruktur setzen Luxemburgs Nationalairline zu. 2012 verbuchte sie einen massiven Verlust von 19 Millionen Euro. Im Großherzogtum herrscht deswegen Krisenstimmung. Denn auch die Muttergesellschaft Luxair Group, zu der neben der Linienfluggesellschaft ein Fracht- und Tourismusbereich gehört, ist angeschlagen. Sie musste letztes Jahr einen Anteil an Cargolux von Qatar Airways übernehmen und ist in der Folge verpflichtet, Kapitalerhöhungen des Frachtriesen mitzumachen. Dadurch werden die Rücklagen aufgefressen. Eine defizitäre Fluglinie kann sie sich da nicht mehr lange leisten.

Um zu schauen, wie man Luxair wieder auf Kurs bringen kann, beauftragte das Management die Beratungsfirma Roland Berger mit der Überprüfung der Geschäfte. Das Urteil: Im Grunde sei das Geschäftsmodell solide, aber zugleich «extrem fragil». Zudem seien die Kosten zu hoch, zitiert der Radiosender RTL aus dem Bericht. So kostet die Beförderung eines angebotenen Platzes über einen Kilometer bei Luxair 18 Cent. Bei der Lufthansa sind es nur 12 Cent. Nur wenn man die Kosten in den Griff bekomme, so Roland Berger, habe die Fluglinie eine Zukunft.

Autonom bleiben

Deshalb muss nun gespart werden. Das Management hat sich zum Ziel gesetzt, die Kosten um jährlich 25 Millionen Euro zu senken. Luxair wolle aber weiterhin eine regionale und autonome Airline mit einem hohen Serviceangebot bleiben, so Präsident Paul Helmingergegenüber der Zeitung Luxemburger Wort. Man verlange «Opfer» von der Belegschaft. Doch Entlassungen soll es nicht geben. Insgesamt 80 Arbeitsplätze will Helminger abbauen, das allerdings durch natürliche Abgänge wie Pensionierungen. Daneben wird Luxair auch die 3-Typen-Flotte bereinigen, weil sie zu umfangreiche Kosten verursacht.

Bis 2020 hofft das Management die Fluglinie wettbewerbsfähig getrimmt zu haben. Man wolle gar zu einer maßgeblichen regionalen Fluggesellschaft in Europa werden, erklärt es. Dabei will sich Luxair unter anderem am Modell von Lufthansa Regional orientieren.

Mehr zum Thema

Emirates und Dubai: Zwei Schwergewichte der Luftfahrt, die zuletzt Passagiereinbrüche verzeichneten.

Wer zählt am meisten Passagiere?

ticker-atc

Europas Luftverkehr erreicht erneut Rekordniveau: 37.640 Flüge an einem Tag

Airbus A330 von Sir Lankan Airlines in Colombo: Die Fluglinie will mehr Langstreckenjets.

Sri Lankan Airlines will forsch wachsen - doch es fehlen Flugzeuge

Ryanair: Wie viele Flugzeuge hat die Airline-Gruppe?

Können Sie diese Falschaussagen über die Luftfahrt aufdecken?

Video

Ex-Swissair-Sprecher Urs Peter Naef: «»
Als die Nachricht vom Absturz vor Halifax eintraf, war das Krisenhandbuch der Swissair-Kommunikationsabteilung noch nicht fertig. Medienverantwortlicher Urs Peter Naef musste improvisieren - und zugleich die Angehörigen vor aufdringlichen Medien schützen. Seine wichtigste Lehre aus der Katastrophe: «Steh zu dem, was passiert ist, und zeig Flagge.»
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier
Kälin
Mit der Rückkehr der Angehörigen aus Kanada war die Arbeit für die Swissair längst nicht beendet. Persönliche Gegenstände mussten zurückgegeben, Gedenkveranstaltungen organisiert und Familien weiter begleitet werden. Der Ehemalige Finanzchef Walter Kälin blickt auf die Herausforderungen zurück – und erklärt, wie die Erfahrungen von damals die heutige Krisenbetreuung prägen
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier
Ex-Swissair-Personalchef Matthias Mölleney zum Unglück von Flug SR1111: «...»
Als Flug SR111 von Swissair vor Halifax abstürzte, war Matthias Mölleney erst seit 95 Tagen Personalchef der Airline. Plötzlich musste er die Angehörigen und Mitarbeitenden betreuen und zugleich den Flugbetrieb aufrechterhalten. Fast drei Jahrzehnte später erinnert er sich an die schwersten Tage seiner Karriere – und an die Lehren für das spätere Grounding.
Christopher Scheffelmeier
Christopher Scheffelmeier