Dash 8 von Luxair: Mehr wie Lufthansa Regional werden

Turbulente Zeiten bei Luxair

2012 war erneut ein schlechtes Jahr für Luxair. Die Fluggesellschaft steht auf der Kippe. Nun steht ein massives Sparprogramm an.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Mechaniker Flugzeugkomponenten (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Systems Engineer - Electrical Focus

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugmechaniker (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Luftfahrzeugmechaniker Flugbetrieb (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller

Die zunehmende Konkurrenz durch Billigflieger wie Easyjet oder Vueling auf besonders beliebten Strecken und eine ineffiziente Kostenstruktur setzen Luxemburgs Nationalairline zu. 2012 verbuchte sie einen massiven Verlust von 19 Millionen Euro. Im Großherzogtum herrscht deswegen Krisenstimmung. Denn auch die Muttergesellschaft Luxair Group, zu der neben der Linienfluggesellschaft ein Fracht- und Tourismusbereich gehört, ist angeschlagen. Sie musste letztes Jahr einen Anteil an Cargolux von Qatar Airways übernehmen und ist in der Folge verpflichtet, Kapitalerhöhungen des Frachtriesen mitzumachen. Dadurch werden die Rücklagen aufgefressen. Eine defizitäre Fluglinie kann sie sich da nicht mehr lange leisten.

Um zu schauen, wie man Luxair wieder auf Kurs bringen kann, beauftragte das Management die Beratungsfirma Roland Berger mit der Überprüfung der Geschäfte. Das Urteil: Im Grunde sei das Geschäftsmodell solide, aber zugleich «extrem fragil». Zudem seien die Kosten zu hoch, zitiert der Radiosender RTL aus dem Bericht. So kostet die Beförderung eines angebotenen Platzes über einen Kilometer bei Luxair 18 Cent. Bei der Lufthansa sind es nur 12 Cent. Nur wenn man die Kosten in den Griff bekomme, so Roland Berger, habe die Fluglinie eine Zukunft.

Autonom bleiben

Deshalb muss nun gespart werden. Das Management hat sich zum Ziel gesetzt, die Kosten um jährlich 25 Millionen Euro zu senken. Luxair wolle aber weiterhin eine regionale und autonome Airline mit einem hohen Serviceangebot bleiben, so Präsident Paul Helmingergegenüber der Zeitung Luxemburger Wort. Man verlange «Opfer» von der Belegschaft. Doch Entlassungen soll es nicht geben. Insgesamt 80 Arbeitsplätze will Helminger abbauen, das allerdings durch natürliche Abgänge wie Pensionierungen. Daneben wird Luxair auch die 3-Typen-Flotte bereinigen, weil sie zu umfangreiche Kosten verursacht.

Bis 2020 hofft das Management die Fluglinie wettbewerbsfähig getrimmt zu haben. Man wolle gar zu einer maßgeblichen regionalen Fluggesellschaft in Europa werden, erklärt es. Dabei will sich Luxair unter anderem am Modell von Lufthansa Regional orientieren.

Mehr zum Thema

Airbus A330 von Sir Lankan Airlines in Colombo: Die Fluglinie will mehr Langstreckenjets.

Sri Lankan Airlines will forsch wachsen - doch es fehlen Flugzeuge

Ryanair: Wie viele Flugzeuge hat die Airline-Gruppe?

Können Sie diese Falschaussagen über die Luftfahrt aufdecken?

Flieger von Air Canada: Kanada erlebt einen Tourismusboom.

USA sind out - noch nie gab es so viele Flüge aus Europa nach Kanada

Die Golden Gate Bridge am Eingang der San Francisco Bay: Buchungen aus Westeuropa im Minus für den Sommer.

Sommerflaute: Nachfrage für Flüge zwischen Europa und USA erholt sich kaum

Video

2005: Boeing 737-800 (VH-XZJ) «Mendoowoorrji»
Rund 13 Jahre lang flog die Boeing 737 namens Mendoowoorrji mit einem Aborigine-Kunstwerk auf dem Rumpf um die Welt. Nun wird das Flugzeug von Qantas umlackiert, ganz verschwindet die Geschichte aber nicht.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Special Olympics Airlift 2025: Zahlreiche Jets nehmen an der Aktion teil.
Vom 20. bis 26. Juni finden die Special Olympics USA Games statt. Zur Anreise können die Athletinnen und Athleten den Special Olympics Airlift nutzen, bei dem Flugzeugbesitzer ihre Flieger kostenlos zur Verfügung stellen. Erstmals ist auch eine Boeing 777 dabei.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
König Felipe VI. und Prinzessin Leonor: Flogen gemeinsam.
Prinzessin Leonor befindet sich auf der letzten Etappe ihrer militärischen Ausbildung. Ein Höhepunkt folgte nun in San Javier: Die spanische Thronfolgerin flog gemeinsam mit König Felipe VI. in einer Formation – mit einer Pilatus PC-21.
gerard al fil
Gérard Al-Fil