C-Series von Bombardier: Lufthansa-Chef Carsten Spohr will «mehr Wettbewerb im Markt».

Bombardier C-SeriesLufthansa will Duopol von Airbus und Boeing aufbrechen

Lufthansa war Erstbestellerin der C-Series von Bombardier. Vorstandsvorsitzender Carsten Spohr verriet nun, weshalb: Er wollte mehr Wettbewerb.

Top-Jobs

AMX Support

Lizenzierter Fluggerätmechaniker / Certifying Staff B1/B2 (m/w/d)

AMX Support Germany GmbH
Vollzeit
Flughafen Oberpfaffenhofen (EDMO
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
AMX Support

Flugzeug Mechaniker

AMX Support Germany GmbH
Vollzeit
Flughafen Oberpfaffenhofen (EDMO
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
AMX Support

LAGER MITARBEITER (m/w/d) – Luftfahrt

Oberpfaffenhofen / Flughafen München (EDMO)
AMX Support Germany GmbH
Vollzeit
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt
Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugelektriker (a)

Vollzeit
Pilatus Flugzeugwerke AG
Flugzeughersteller
Feste Anstellung
Top jobs
Schweiz

Es gehe darum, die Werte wirtschaftlicher Erfolg, Umweltverträglichkeit und Passagierkomfort unter einen Hut zu bringen. Darum kaufe man 30 Bombardier C-Series, erklärte Lufthansas damaliger Flottenchef Nico Buchholz vor sieben Jahren. Als erste Airline der Welt hatte die deutsche Fluggesellschaft damals eine Absichtserklärung zum Kauf des neuen Flugzeuges des kanadischen Herstellers abgegeben.

Noch war die C-Series ein Papiertiger. Unter der Medienmitteilung stand die Warnung: «Die C-Series befindet sich im Designprozess. Alle Angaben sind Schätzungen, die sich noch ändern können.» In der Tat folgten in den kommenden Jahren auch noch einige Aufs und Abs. Vergangenes Jahr stand Bombardier sogar fast vor der Pleite. Doch die Provinz Québec sprang mit Kapital ein. Das Programm war gerettet und nun steht Swiss als Erstbetreiberin kurz vor der Übernahme der ersten C-Series.

«Mehr Innovation»

Auf dem ersten Flug des Modells mit Passagieren machte Lufthansa-Chef Carsten Spohr am vergangenen Freitag (4. Juni) klar, weshalb sein Unternehmen damals auf das Neue und nicht das Bewährte gesetzt hat. «Wir waren der Meinung, dass es mehr Wettbewerb in diesem Markt geben sollte, mehr Innovation», sagte er an Bord. Und Lufthansa habe auch das Gefühl gehabt, dass Bombardier der richtige Hersteller sei, um das Duopol aufzubrechen. Darum sei man auch die ganze Zeit dabei geblieben.

Bislang kontrollierten Airbus und Boeing den Markt für Passagierflugzeuge mit Düsenantrieb. Mit Bombardier bekommen sie nun einen harten Konkurrenten für ihre kleinsten Flieger. Bei den Europäern sind die alten Modelle A318 und A319 schon länger Ladenhüter. Und ihr Airbus A319 Neo ist ebenfalls kein Verkaufsschlager. Ihm steht die modernere und effizientere C-Series CS300 als Konkurrentin gegenüber. Bei Boeing verkauft sich die 737-700 NG nur mit massiven Rabatten und die neue 737 Max 7 schlecht. Beide Modelle sind leicht kleiner als die CS300. Die Ankündigung einer leicht größeren neuen Variante mit dem Arbeitstitel Boeing 737 Max 7X kommt wohl zu spät, um das Blatt noch zu wenden.

Und da ist auch noch Embraer

Im Markt für Flieger mit 100 bis 150 Plätzen hat sich Bombardier mit der C-Series daher endgültig festgesetzt. Embraer wird wohl zum vierten Spieler. Die neuen E2-Jets der Brasilianer sind ebenfalls größer als die bisherigen E-Jets und konkurrenzieren mit Boeing 737 Max 7 und Airbus A319 Neo.

Die neuen Embraer-Fieger werden allerdings noch nicht produziert, wenn sie auch auf gutem Wege sind. Das hemmt die Verkäufe vorerst. Tendenziell sind die neuen E2-Jets zudem leicht kleiner als die Produkte von Bombardier. Der E2-195 bietet maximal 144 Plätze, die CS300 150 bis zu 160. Der Markt geht derzeit hin zu größeren Fliegern.

Superjet und Comac noch keine Konkurrenz

Noch keine wirkliche Konkurrenz sind der Sukhoi Superjet 100 und die chinesische Comac C919. Bis die Flugzeuge auch im Westen breite Akzeptanz finden, wird es noch lange dauern - wenn sie es je schaffen. In Asien, Lateinamerika und Afrika könnten sie dagegen Airbus, Boeing, Bombardier und Embraer durchaus noch den einen oder anderen Auftrag wegschnappen.

Mehr zum Thema

ticker-lufthansa

Wachstum bei Lufthansa City Airlines geht trotz Schlichtung weiter

Airbus A320 Neo von Lufthansa mit Jubiläumslackierung: der Konzern sucht den Frieden mit den Gewerkschaften.

Lufthansa-Führung will den gordischen Knoten durchtrennen und sucht den Frieden mit den Gewerkschaften

ticker-lufthansa

Vorerst keine weiteren Streiks: Lufthansa und Pilotengewerkschaft einigen sich auf Schlichtung

Die Boeing 787-9 von Lufthansa mit der 100-Jahre-Sonderlackierung: Zuerst sollte der Kranich blau werden.

Lufthansa-Designer: «Mit dem weißen Kranich sind wir auf Gold gestoßen»

Video

Die Landung der saudischen Boeing 787 in Funchal: ungewöhnlicher Gast auf Madeira.
Langstreckenjets sind am Flughafen von Madeira seltene Gäste. Nun gab es eine Premiere: Eine Boeing 787 der saudischen Regierung landete in Funchal. An Bord sollen sich Mitglieder der Königsfamilie befunden haben.
Redaktion
fedex express boeing 777 f rosie
Der Flughafen Memphis trägt nun den Namen von Fedex-Gründer Frederick Wallace Smith. Die erste Landung nach der Umbenennung absolvierte eine Boeing 777 F mit ganz besonderer Bemalung.
Timo Nowack
Timo Nowack
iberia sonnenfinsternis
Die Sonnenfinsternis hielten die Menschen an vielen Orten in Europa in Atem. Iberia beobachtete sie von einem Airbus A321 XLR aus - und hielt das im Video fest.
Timo Nowack
Timo Nowack