Schiff von MSC mit Boeing 747-8 von Lufthansa: Gemeinsame Sache bei ITA.

Offiziell Interesse bekundetLufthansa will mit Schifffahrtsriese MSC Mehrheit von ITA Airways

Jetzt ist klar: Lufthansa will ITA Airways kaufen. Doch der deutsche Konzern geht das Projekt nicht alleine an, sondern mit einem großen Partner mit italienischen Wurzeln.

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Schon seit einer Weile brodelte es in der Gerüchteküche. Am Wochenende kochte der Topf mit dem Inhalt Lufthansa und ITA über. Mehrere italienische Medien berichteten übereinstimmend, Lufthansa wolle bis zu 40 Prozent der neuen italienischen Nationalairline kaufen.

Jetzt ist es offiziell – und es geht nicht nur um eine Minderheitsbeteiligung. ITA Airways teilte am Montagabend (24. Januar) mit, dass die Lufthansa-Gruppe eine Interessensbekundung zum Kauf der Mehrheit abgegeben habe. Der deutsche Konzern plant die Übernahme allerdings nicht allein, sondern gemeinsam mit dem Konzern MSC. Der Schifffahrtsriese mit einer Flotte von 570 Schiffen und 100.000 Mitarbeitenden weltweit hat seinen Sitz in Genf.

Aufsichtsrat entscheidet bald

«Die MSC-Gruppe hat sich mit Lufthansa auf eine Partnerschaft zu Bedingungen geeinigt, die während der Due Diligence [vertieften Prüfung der Bücher] festgelegt werden», heißt es in der Mitteilung von ITA. Sowohl der Schifffahrtsriese als auch der Luftfahrtkonzern hätten den Wunsch geäußert, dass die italienische Regierung eine Minderheitsbeteiligung an der Fluggesellschaft behalte. Darüber hinaus haben sie um eine 90-tägige Exklusivität für die Ausarbeitung eines konkreten Plans gebeten.

«Der Aufsichtsrat wird die Einzelheiten der Interessenbekundung in einer der nächsten Sitzungen prüfen», heißt es in der Mitteilung weiter. Man sei aber überzeugt, dass nach den Prozessen um eine Übernahme ein erfolgreiches und überlebensfähiges Unternehmen resultieren werde. Die Sitzung von ITA wird am 31. Januar stattfinden.

MSC-Gruppe hat italienische Wurzeln

Die MSC-Gruppe ist ein Riesenkonzern. Sie hat sowohl eine Fracht- als auch eine Kreuzfahrtabteilung. Auch wenn der Sitz in Genf ist, ihre DNA ist italienisch. Gegründet wurde sie 1970 von Gianluigi Aponte in Neapel. Der Italiener und Schiffskapitän ist auch heute noch Teil der Spitze des Unternehmens – genauso wie sein Sohn Diego. Man sehe die Möglichkeit, positive Synergien für beide Unternehmen in den Bereichen Fracht und Passagiere» zu nutzen, so das Unternehmen.

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