Airbus A350 von Lufthansa: Die Airline holt sich Nachschub.

Gebrauchte JetsLufthansa schnappt sich vier Ex-Latam-Airbus-A350

Der deutsche Luftfahrtkonzern baut seine Langstreckenflotte weiter aus. Lufthansa kauft vier Airbus A350, die früher in Brasilien und Katar unterwegs waren.

Top-Jobs

Goldeck Logo

Kapitän Pilatus PC-12NGX (f/m/d)

Goldeck-Flug Gesellschaft m.b.H.
Vollzeit
Top jobs
Wien / Wiener Neustadt
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Sparfell Logo

Captain/First Officer Embraer 550 / Legacy 500 (m/f)

SPARFELL Luftfahrt GmbH
Vollzeit
Vienna
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Pilatus Logo

Mechaniker Flugzeugkomponenten (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller

Zu Tode betrübt - himmelhoch jauchzend. So nannte es Johann Wolfgang von Goethe. Die Gemütsverfassung, die der deutsche Dichter 1788 in seinem Trauerspiel Egmont so trefflich beschrieb, passt auch bestens zur aktuellen Lage in der Luftfahrt. Noch vor zwei Jahren ging es ihr miserabel, vielen Fluggesellschaften drohte während der Pandemie das Aus. Jetzt reisen die Menschen wieder - und wie. Und die Ticketpreise sind merklich gestiegen. Das spült der Branche massig Geld in die Kasse.

Derart beflügelt investieren gerade wieder viele Airlines in ihre Flotte. So auch Lufthansa. Anfang Mai bestellte sie bei Boeing weitere sieben 787-9 und zehn Frachter für ihre Tochter Lufthansa Cargo. Im März hatte sie bereits zehn Airbus A350-1000 und fünf weitere A350-900 sowie sieben zusätzliche Dreamliner in der Version 787-9 geordert. Und in Frankfurt machte man klar, dass man sich nach weiteren guten Gelegenheiten umschaue.

Zwischen dreieinhalb und siebenjährig

Eine solche ist jetzt gekommen. Lufthansa kauft der britischen Leasing- und Flugzeuginvestmentgesellschaft Deucalion Aviation vier Airbus A350 ab, wie sie am Dienstag (23. Mai) bekannt gab. Es handelt sich um die Jets mit den Seriennummern 035, 045, 079 und 363. Sie alle gehörten früher zur Flotte von Latam und zwei von ihnen waren zwischenzeitlich auch für Qatar Airways unterwegs. Die südamerikanische Gruppe entschied sich 2021, künftig ganz auf die Boeing 767, 777 und 787 zu setzen und flottete ihre A350 wieder aus.

Seit 2021 stehen die vier Airbus A350-900, welche einst die Kennzeichen PR-XTC, PR-XTD, PR-XTG und PR-XTM getragen hatten, auf dem Flugzeugparkplatz und -friedhof Victorville in den USA. Sie sollen noch im laufenden Jahr an Lufthansa übergeben werden. Das jüngste Exemplar ist dreieinhalb Jahre alt, die anderen drei sind rund siebenjährig.

Auch Interesse an zwei weiteren Jets

Im März waren erstmals Gerüchte aufgekommen, Lufthansa könnte die vier Ex-Latam-Jets kaufen. Damals heiß es auch, daneben würde sich der Konzern für zwei weitere gebrauchte A350 interessieren, die einst für South African Airways geflogen waren.

Mehr zum Thema

Boeing 777-8 F für Lufthansa: So soll sie aussehen.

Lufthansa bestellt Boeing-777X-Frachter und mehr 787-9

Airbus A350-1000 über Frankfurt: Lufthansa bestellt.

Lufthansa Group kauft 22 weitere Airbus A350 und Boeing 787

Airbus A380 von Lufthansa in Teruel: Sechs Superjumbos gehen an Airbus.

Airbus zahlt Lufthansa über 300 Millionen für sechs A380

Neue Infostelen: Wie will Lufthansa Group die Reisenden künftig anpsrechen?

Austrian, Swiss und Co. sollen auch an Flughäfen sichtbarer zu Lufthansa Group gehören

Video

Der Airbus A350-1000 ULR mit der Kennung F-WULR ist um 10:43 Ortszeit zum ersten Mal auf australischem Boden gelandet.
Ohne Passagiere, aber mit über tausend Sensoren an Bord, ist der erste Airbus A350-1000 ULR für Qantas Project Sunrise in Melbourne gelandet. Der Testjet legte die Strecke von Toulouse in nicht ganz 20 Stunden zurück, noch in unlackierter Green Livery.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies
Die VA-1X von Vertical Aerospace: Zeigte in Farnborough, was sie kann.
Elektrische Senkrechtstarter gelten als eines der Zukunftsthemen der Luftfahrt. Auf der Farnborough Airshow demonstrierte Vertical Aerospace eindrucksvoll die Fähigkeiten seines Prototyps. Bis Passagiere regelmäßig mit Evtols fliegen, dürfte allerdings noch einige Zeit vergehen.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Airbus A340-300 von Mahan Air bei der Landung im Jemen: Der Airport ist seit zehn Jahren gesperrt.
Ein Airbus A340 von Mahan Air weicht auf einen seit über zehn Jahren gesperrten Flughafen aus, nachdem Regierungstruppen die Landebahn in Sanaa beschossen haben. Die Regierung hat den gesamten Luftverkehr ausgesetzt.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies