Airbus A350-1000 über Frankfurt: Lufthansa bestellt.

Erstmals A350-1000Lufthansa Group kauft 22 weitere Airbus A350 und Boeing 787

Der deutsche Konzern bestellt erstmals Airbus A350-1000. Zehn Exemplare des großen Langstreckenjets kauft er. Daneben ordert die Lufthansa-Gruppe fünf zusätzliche A350-900 und sieben Boeing 787. Das ist noch nicht alles.

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Es ist eine eindrückliche Zahl. In den nächsten Jahren erhält Lufthansa Group fast 110 fabrikneue Langstreckenflugzeuge. Darunter wird sich auch ein Modell befinden, dass das Management des Konzerns ursprünglich nicht wollte, über das es angesichts der schnell steigenden Nachfrage inzwischen aber anders denkt.

Am Donnerstag (2. März) bestätigte er eine Order für Airbus A350-1000. Zehn Stück des längsten A350 gab das Unternehmen in Auftrag. Doch das ist nicht alles. Lufthansa Group stockt auch die Bestellung für A350-900 auf. Fünf weitere Exemplare will sie. Insgesamt bekommt die Gruppe damit noch 33 Exemplare des Airbus-Langstreckenjets.

Investition von mehreren Milliarden

Zugleich bestellt Lufthansa Group auch bei Boeing Nachschub. Man habe weitere sieben 787-9 in Auftrag gegeben, so der Konzern in einer Mitteilung. Insgesamt bekommt er damit in den kommenden Jahren noch 36 Dreamliner. Die Aufträge für die insgesamt 22 zusätzlichen Langstreckenflugzeuge haben einen Gesamtwert nach Listenpreisen von rund 7,5 Milliarden Dollar.

Airbus A350-1000 in den Farben von Lufthansa: Wird die Flotte verstärken. Bild: Lufthansa

Doch auch damit ist der Wachstumsdurst nicht gestillt. Man befinde sich «in fortgeschrittenen Verhandlungen für weitere Langstreckenflugzeuge», so Lufthansa Group. Und während die 22 neu bestellten Jets ab 2025 ausgeliefert werden, würden diese «kurzfristig verfügbar sein». Es dürfte sich also um Flugzeuge handeln, die andere Kunden nicht mehr wollen oder die Betreiber nach kurzer Zeit außer Betrieb setzen.

Airbus A350-1000 bekommen First Class

Die 73,8 Meter langen Airbus A350-1000 werde man «vorrangig» für premiumstarke Märkte verwenden. Daher würden sie mit einer First Class ausgestattet. Dabei wird die neue Allegris-Kabine zum Einsatz kommen. Das deutet darauf hin, dass sie nach München gehen könnten.

Die zusätzlichen Airbus A350-900 könnten nicht nur für Lufthansa bestimmt sein, einige Exemplare dürften perspektivisch auch an Edelweiss gehen. Der Schweizer Ferienflieger stellt sich bereits auf den A350 als Ersatz für ihre A340 ein.

Diese Modelle sortiert die Gruppe aus

Mit den zusätzlichen Jets wird Lufthansa Group nicht nur ausbauen. Sie will auch ältere Modelle ersetzen. Das hatte sie eigentlich bereits vor der Pandemie geplant. Weil die Nachfrage derart heftig zurückkam und zugleich Boeing Verspätung bei der Lieferung von 777X und 787 hat, musste die Gruppe viele wieder reaktivieren.

Man werde mittelfristig die Boeing 747-400, die Airbus A340-600 und die Airbus A340-300 stilllegen und damit emissionsreichere Modelle ausflotten. Aber auch die zweimotorigen Boeing 777-200, Boeing 767-300 und Airbus A330-200 würden in Rente geschickt, so Lufthansa Group.

Entscheidung für Austrian gefallen?

Die Nennung von 777-200 und 767-300 deutet auch darauf hin, dass die Entscheidung über neue Langstreckenflugzeuge bei Austrian Airlines definitiv gefallen ist. Bereits Ende Dezember hatte Konzernchef Carsten Spohr erklärt, es werde «immer teurer, die Flugzeuge, die wir jetzt haben, wartungsmäßig und vom Zustand her, den wir brauchen, fit zu halten». Er sprach damit die ziemlich alte Langstreckenflotte der österreichischen Tochter an.

Der Konzern verhandle aktuell mit Boeing über Kompensationszahlungen für die weiter verspäteten 777X. Und dabei sei es immer besser, «Naturalien, sprich Flugzeuge,» zu nehmen als eine Zahlung. Ma reden mit dem Flugzeugbauer ganz konkret über « ein paar 787», die für die AUA konfiguriert sind.

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