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Tieferes Sicherheitsrating für Malaysia

Luftfahrtbehörde der USA bremst Air Asia X aus

Die Wachstumspläne liegen vorerst auf Eis: Malaysias Fluglinien dürfen keine neuen Ziele in den USA ansteuern. Das trifft vor allem Air Asia X.

Airbus

Airbus A330 Neo von Air Asia X: Vorerst nicht in die USA unterwegs.

Mahathir Mohamad will eine Erklärung von den USA. Wie lokale Medien berichten, will der malaysische Premierminister, dass die Federal Aviation Administration FAA Gründe nennt, warum sie sein Land in puncto Sicherheit herabgestuft hat. Bisher galt für Fluglinien aus Malaysia die Kategorie 1. Das heißt, sie konnten ohne Einschränkungen in die USA fliegen. Nun sind sie in die Kategorie 2 abgerutscht.

Das Rating heißt nicht, dass die USA die Fluggesellschaften des Landes für unsicher halten. Die Kritik richtet sich an die malaysischen Aufsichtsbehörden, die es – nach Meinung der Amerikaner – nicht in den Griff bekommen, die Luftfahrt ordentlich zu kontrollieren. Daher will die Regierung in Kuala Lumpur nun Erklärungen. Man wolle genau wissen, woran man arbeiten müsse, so Mahathir Mohamad.

Keine neuen Ziele

Die Folge der Herabstufung ist, dass Fluggesellschaften aus Malaysia keine neuen Ziele in den USA anfliegen und keine neuen Codeshare-Abkommen abschließen dürfen. Bestehende Routen und Vereinbarungen können aber weiterhin bedient werden. Aktuell fliegt nur die Billigairline Air Asia X in die USA. Sie bedient via Osaka Honolulu.

Air Asia X ist dennoch die Hauptleidtragende der Herabstufung, denn die Fluggesellschaft hatte eigentlich vor, Richtung USA auszubauen. Das muss nun erst einmal warten, bis die Sicherheit wieder neu eingeschätzt wird. In der Kategorie 2 finden sich unter anderem Thailand, Ghana oder Costa Rica.

Höherstufung gut möglich

Es kann aber auch geschehen, dass die FAA nach einer Überprüfung findet, dass die Standards wieder genügen. Im Februar hat die Luftfahrtbehörde der USA etwa Vietnam wieder in die Sicherheitskategorie 1 hinaufgestuft.



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