Embraer E190 in den Farben von Lübeck Air: Ein Bild der Vergangenheit.

Keine FlügeLübeck Air verlängert Winterschlaf in den Sommer

Die hauseigene Fluggesellschaft des norddeutschen Flughafens wird auch im Sommer keine Flüge durchführen. Lübeck Air bleibt im Tiefschlaf.

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Es war eine Vollbremsung. Im März änderte Lübeck Air abrupt ihre Strategie. Sie verkaufte ihre ATR 72. Deswegen verloren 15 Beschäftigte aus Cockpit und Kabine ihre Jobs. Und statt vor allem Städteziele wie Bern, München, Stuttgart und Salzburg anzusteuern, setzte die hauseigene Fluggesellschaft des norddeutschen Flughafens fortan ganz auf touristische Nischendestinationen, die sie mit Wet-Lease-Partnern ansteuerte.

Und diesen Winter machte Lübeck Air sogar ganz Pause. Der Grund sei eine Umstrukturierung, erklärte die Fluggesellschaft. Man nutze die kalten Monate, um Bautätigkeiten am Flughafen voranzutreiben.

Marke könnte wiederauferstehen

Wie sich jetzt zeigt, wird aus dem Winter- ein Ganzjahresschlaf. «Lübeck Air wird zunächst weiterhin pausieren», so eine Sprecherin zu aeroTELEGRAPH. Dies sei «eine strategische Entscheidung». Sobald Partner gefunden seien, «könnte die virtuelle Airline als Marke wieder an den Start gehen», ergänzt sie.

Solange es nicht dazu komme, konzentriere man sich am Flughafen Lübeck auf Drittairlines. Im Programm stehen im Sommer Flüge nach Mallorca, Korfu, Kos, Kreta und Rhodos. Die Nachfrage nach Mittelmeerdestinationen  sei «sehr vielversprechend», so die Sprecherin. Die Flüge ab Lübeck wird Sundair durchführen, die dazu einen Airbus A319 am Flughafen stationiert.

Vor zwei Jahren noch Ausbau der Flotte geplant

Im Höhepunkt im Sommer 2022 bot Lübeck Air mit ihrer ATR 72 Flüge zu 16 Destinationen an. Von Bastia auf Korsika, über die Kanalinsel Jersey bis Zadar in Kroatien. Damals beschaffte sich die Fluggesellschaft sogar eine Embraer E190 von German Airways im Wet-Lease.

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