ATR 72 von Lübeck Air: Wird verkauft.

Neue StrategieLübeck Air verkauft ihr einziges Flugzeug und baut Stellen ab

Die hauseigene Airline des Flughafens Lübeck will weniger Städte- und mehr Urlaubsverbindungen anbieten. Daher verkauft Lübeck Air ihre ATR 72 und streicht Stellen.

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Mitten in der Pandemie kam sie an. Am 21. Juli 2020 übernahm Lübeck Air ihre ATR 72-500. Wenige Wochen später startete die hauseigene Fluggesellschaft des norddeutschen Flughafens mit der Turbopropmaschine mit dem Kennzeichen D-ALBC ihren Betrieb - mit Flügen nach München und Stuttgart.

Mit «Verbindung von Nord und Süd» umriss Lübeck Air ihre Vision. Inzwischen steuert sie neben den beiden ersten Zielen ganzjährig auch Bergen und Salzburg an sowie saisonal die Urlaubsdestinationen Bern, Bastia, Menorca, Neapel, Olbia, Reykjavík-Keflavik und Sälen. Doch das ändert sich.

Jobs in Cockpit und Kabine weg

Obwohl die Fluggesellschaft noch vor wenigen Wochen erklärte, ab Mai mehr Verbindungen nach Stuttgart anzubieten, machte sie jetzt eine strategische Kehrtwende. Sie will sich künftig vor allem auf Flüge zu touristischen Nischendestinationen konzentrieren. Dies berichtet das Portal Airliners. Die Flüge nach Stuttgart stellt Lübeck Air deshalb ein.

Lübeck Air verkauft auch ihr einziges Flugzeug, die ATR 72. Als Konsequenz kommt es zu einem Jobabbau. Rund 15 Stellen in Cockpit und Kabine gehen verloren, wie aus Luftfahrtkreisen zu vernehmen ist. Auch in anderen Bereichen könnte es zu einem Abbau kommen. Die Airline war bis zur Publikation des Artikels für eine Stellungnahme nicht erreichbar.

Flüge mit Marathon Airlines

Ihre Flüge wird die Fluggesellschaft künftig von einer Wet-Lease-Anbieterin durchführen lassen. Gemäß dem Bericht handelt es sich um die griechische Marathon Airlines. Früher hatte die Fluglinie auf German Airways gesetzt. Dieser Vertrag werde nicht weitergeführt, heißt es.

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