Dreamliner von Lot: Die Airline setzt große Hoffnungen in die B787.

Dreamliner erhöht Druck auf Lot

Die polnische Staatsairline kämpft mit hohen Schulden. Ihr Überlebensplan hängt maßgeblich von Boeings Flieger ab – doch der lässt sie momentan noch im Stich.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Head of Mechanical Final Assembly PC-12 (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugmechaniker Experimental Shop (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
ticker-dfs-deutsche-flugsicherung

Fluglotse (w/m/d)

Deutsche Flugsicherung DFS
Studium
Langen b. Frankfurt
Top jobs
Deutschland
.

Event Manager (m/f, 100%)

Vollzeit
IRF Reputation AG
Basel
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Luftfahrt

Gerade einmal einen Langstreckenflug absolvierte Lot mit dem Dreamliner. Dann kam das weltweite Grounding. Noch immer wirbt die Fluglinie aber damit, die erste in Europa zu sein, die Flüge mit Boeings modernstem Jet anbietet. Sie braucht den Dreamliner auch dringend. Lot-Chef Sebastian Mikosz muss die Regierung überzeugen, dass seine Fluglinie ihre Unterstützung weiter verdient. Sein Plan dazu setzt allerdings fest darauf, dass die acht bestellten Dreamliner auch fliegen und kräftig Zusatzeinnahmen generieren. Die Boeing B787 machen künftig einen Viertel der Flotte aus. Wenn die Regierung das Sparpaket durchwinkt, bekommt die Fluglinie eine Finanzspritze von rund 240 Millionen Euro.

Lot hatte sich von den effizienten B787 um 20 Prozent geringere Betriebskosten versprochen. «Es ist ein bisschen wie ein Glücksspiel. Wenn der Dreamliner zurückkommt und verlässlich fliegt, könnte Lot von ihm profitieren wie keine andere Airline», so Sash Tusa von Echelon Research & Advisory in London gegenüber der Nachrichtenagentur Bloomberg. Doch auf der anderen Seite ebenso schlimm sei es für die polnische Nationalairline, wenn der Dreamliner weiter Probleme mache. Dementsprechend drängt Lot Boeing auch wie kaum eine andere Airline, ihr für die Ausfälle Kompensationen zu zahlen.

Lot will Entschädigung

Lot setzt in der neuen Strategie auf die profitableren Langstrecken. Die B787 sollte nach Peking, New York, Chicago und Toronto fliegen. Doch statt Geld zu sparen, verliert Lot durch das Grounding nun 55'000 Dollar pro Tag. Inzwischen liefen also schon Verluste von 3,6 Millionen auf.

Der amerikanische Flugzeugbauer macht seinen Kunden inzwischen Hoffnungen, dass die B787-Flotte bald wieder abhebt. Die US-Luftfahrtbehörde FAA winkte die Verbesserungspläne für das Batterieproblem inzwischen durch. Die Änderungen sollen Überhitzung und Feuer in den Lithium-Ionen-Batterien in den Dreamlinern verhindern. Schon in wenigen Wochen könne man wieder abheben, kündigte der Flugzeugbauer daraufhin an.

Mehr zum Thema

Emirates und Dubai: Zwei Schwergewichte der Luftfahrt, die zuletzt Passagiereinbrüche verzeichneten.

Wer zählt am meisten Passagiere?

ticker-atc

Europas Luftverkehr erreicht erneut Rekordniveau: 37.640 Flüge an einem Tag

Airbus A330 von Sir Lankan Airlines in Colombo: Die Fluglinie will mehr Langstreckenjets.

Sri Lankan Airlines will forsch wachsen - doch es fehlen Flugzeuge

Ryanair: Wie viele Flugzeuge hat die Airline-Gruppe?

Können Sie diese Falschaussagen über die Luftfahrt aufdecken?

Video

airbus a340 600 lufthansa abschied duesseldorf
Der erste von vier Airbus A340-600 von Lufthansa hat Düsseldorf wieder verlassen. Der lange Vierstrahler winkte zum Abschied.
Timo Nowack
Timo Nowack
Airbus A350 von Finnair in Melbourne: Der Weihnachtsmann fliegt selbstverständlich mit der finnischen Nationalairline nach Australien.
15.200 Kilometer, ein Zwischenstopp in Bangkok und ein neuer Kontinent im Streckennetz: Finnair hat ihre erste Australien-Verbindung eröffnet. Weshalb die Wahl auf Melbourne fiel, warum auch Fracht eine wichtige Rolle spielt und weshalb selbst der Iran-Krieg die Airline nicht von ihren Plänen abbrachte.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
6767 bitte? Der Wunsch wurde dem Piloten erfüllt.
Ein Privatpilot in den USA wollte beim Funken offenbar ein bisschen Spaß haben. Also fragte er die Flugsicherung nach einem ganz bestimmten Transpondercode: 6767. Der Fluglotse verstand die Anspielung auf das Internet-Meme Six Seven und musste lachen.
Laura Frommberg
Laura Frommberg