Airbus A319 von Wind Jet: Gehen zurück an die Leasingfirmen.

SizilienBilligflieger Wind Jet gibt auf

Die italienische Fluggesellschaft groundete ihre Flotte. Zuvor waren Übernahmeverhandlungen mit Alitalia gescheitert.

Top-Jobs

k5 logo

Captain A320 (m/w/d)

K5-Aviation GmbH
München, Hamburg, Stuttgart
Feste Anstellung
Business Aviation
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
logo-gi-group

Teamleiter (gn) am Flughafen Hamburg

Hamburg
Feste Anstellung
Gi Group Recruiting
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair Logo

Kapitän C680A (all genders) mit Zusatzaufgaben

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs
Hahnair Logo

Deputy Continuing Airworthiness Manager (all genders)

Düsseldorf
Feste Anstellung
Hahn Air Lines GmbH
Deutschland
Vollzeit
Top jobs

Das Chaos begann am Freitag. Wind Jet begann erste Flüge zu annullieren. Andere Flieger flogen nur mit massiver Verspätung vom Flughafen Catania-Fontanarossa los. Am Samstag (11. August) setzte die italienische Luftfahrtaufsicht Ente Nazionale per l'Aviazione Civile (Enac) dann einen Krisenstab ein. Er organisierte Ersatzflüge mit Alitalia, Meridiana und Blu Panorama. Zuvor hatte sie die Fluggesellschaft mit Sitz in Catania auf Sizilien gewarnt, sie könnte ihre Betriebslizenz bald verlieren. «Wind Jet weiß genau, dass sie nicht mehr in der Lage ist, für ihre Kosten aufzukommen. Die Lage ist dramatisch, sowohl für die Passagiere, als auch für die 500 Mitarbeitenden des Unternehmens», kommentierte Enac-Chef Vito Riggio öffentlich.

Das brach Wind Jet dann wohl das Genick. Am Samstagabend handelte das Management und gab bekannt, alle Flüge umgehend einzustellen. Die bereits verkauften rund 300'000 Tickets in der Periode bis Oktober sollen von anderen Anbietern honoriert werden. Die Passagiere könnten für einen Zuschlag von 80 Euro auf nationalen Strecken umbuchen, so die Ansage der Luftfahrtaufsichtsbehörde Enac. Internationale Routen würden mehr kosten.

Alitalia brach Verhandlungen ab

Auslöser des Endes mit Schrecken sind gescheiterte Verhandlungen über einen Verkauf der Billigfluggesellschaft. Im April gab Alitalia bekannt, dass sie Wind Jet vollständig übernehmen wolle. Ende Juli erhielt die italienische Nationalairline dann die Genehmigung der Wettbewerbsbehörden. Doch am 1. August wurden die weit fortgeschrittenen Verhandlungen überraschend abgebrochen. Uneinigkeit über den Kaufpreis soll den Ausschlag gegeben haben. Auf Dienstag wurden nun Krisengespräche in Rom angesagt. Die Regierung will Alitalia und Wind Jet nochmals an einen Tisch bringen. Doch die Aussichten wurden nach dem Grounding wohl nicht besser.

Die 2003 gegründete Wind Jet betrieb eine Flotte aus fünf Airbus A319 und sieben A320. Damit flog sie ab italienischen Städten 33 verschiedene Ziele in zehn Ländern an. Am größten war ihr Angebot ab Catania, Palermo und ab Rimini. Wind Jet beförderte im vergangenen Jahr 2,8 Millionen Passagiere.

Mehr zum Thema

sri lankan airlines airbus a330 300

Sri Lankan Airlines will forsch wachsen - doch es fehlen Flugzeuge

Ryanair Malta Air Boeing 737-800 Landung

Können Sie diese Falschaussagen über die Luftfahrt aufdecken?

Flieger von Air Canada: Kanada erlebt einen Tourismusboom.

USA sind out - noch nie gab es so viele Flüge aus Europa nach Kanada

Die Golden Gate Bridge am Eingang der San Francisco Bay: Beide Flughäfen in der Nähe.

Sommerflaute: Nachfrage für Flüge zwischen Europa und USA erholt sich kaum

Video

03cb5639-a63e-4644-b420-139634c38344
Die abgelegenste bewohnte Insel der Welt kämpft mit der Angst vor einem Hantavirus-Ausbruch. Nun warf ein britischer Airbus A400 M medizinisches Material über Tristan da Cunha ab – begleitet von Fallschirmjägern und Notfallmedizinern.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Der Airbus A321 Neo von Frontier: Die Passagiere verließen das Flugzeug über die Notrutschen.
Dramatische Szenen am Flughafen Denver: Ein Airbus A321 Neo von Frontier Airlines stoppte den Startlauf abrupt, nachdem das Flugzeug eine Person auf der Piste erfasst hatte.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
Absturzstelle: Hier prallte der Jet ins Gebirge.
Der Absturz von Flug MU5735 beschäftigt Ermittlungsbehörden seit mehr als vier Jahren. Jetzt deuten neue Daten darauf hin, dass es im Cockpit der Boeing 737 von China Eastern Airlines vor dem Crash zu einem Kampf um die Kontrolle kam.
Laura Frommberg
Laura Frommberg