ATR 72: Müssen in Israel ausgemustert werden.

Israel: Flugverbot für ATR

Zwei Fluglinien müssen ihre Flotte auf Geheiß der Regierung umbauen. Ihre heutigen Flieger besitzen keine Raketenabwehr.

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Bis 2013 soll es soweit sein. Nahezu alle israelischen Passagierflugzeuge werden dann mit dem vom Namen her wohl klingenden, aber keineswegs harmlosen System C Music ausgestattet sein. Hinter der Bezeichnung versteckt sich ein badewannenförmiges Gerät, welches am Rumpf befestigt wird und Dronen und Raketen mit neuster Lasertechnik ablenken und dadurch abwehren kann. Doch nicht alle Flieger lassen sich offenbar mit dem Lasermechanismus ausrüsten. Deshalb verlangt das Transportministerium deshalb nun von den beiden Fluggesellschaften Arkia und Israir ihre Flotten entsprechend umzubauen. Dies meldet die Tageszeitung Yedioth Ahronoth.

Konkret müssen die zwei nationalen Airlines ihre Flieger vom französisch-italienischen Hersteller Avions de Transport Régional ausmustern. Arkia besitzt vier Stück des Typs 72-500, Israir hat drei vom Typ 42-320 und zwei vom Typ 72-500 in ihrem Besitz. Sie erhielt die beiden letzten der Turbopropmaschinen erst gerade letzten Sommer ausgeliefert. Die Regierung gibt den beiden Unternehmen nun zwei Jahre Zeit, um die ATR außer Betrieb zu nehmen, wie das Blatt berichtet. Die Maschinen mit Platz für rund 70 Passagiere werden vor allem für Flüge von Tel Aviv in den Badeort Eilat am Roten Meer verwendet.

Angst vor Raketen

Israel hat Angst, dass libysche Raketen könnten in die Hände der verfeindeten Staaten gelangt sein. Ägyptische Behörden berichteten der Zeitung Washington Post letzten Herbst, dass Kampfdronen in den Gaza Streifen geschmuggelt wurden. Auch zu Gruppen, die im Zusammenhand mit Al Kaida stehen, könnten an Raketen gelangt sein. Deshalb werden alle zivilen Flieger nun mit Anti-Raketen-Systemen ausgerüstet.

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