Superjet 100: Iranische Fluggesellschaften bekommen den Russenflieger vorerst nicht.

Lieferungen nicht möglichIranische Fluglinien bekommen keine Superjets

Das Embargo der USA verunmöglicht es iranischen Fluggesellschaften bei Airbus, Boeing und CO. einzukaufen. Die Hoffnung lag deshalb auf russischen Fliegern - und wurde nun geknickt.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Head of Mechanical Final Assembly PC-12 (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugmechaniker Experimental Shop (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
bwlv

Fluggerätmechaniker (m/w/d)

BWLV-Motorflugschule Hahnweide
Vollzeit
Kirchheim/Teck
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Flugschule
ticker-dfs-deutsche-flugsicherung

Fluglotse (w/m/d)

Deutsche Flugsicherung DFS
Studium
Langen b. Frankfurt
Top jobs
Deutschland

Die iranischen Fluggesellschaften nutzten das politische Tauwetter 2016 und bestellten Hunderte von neuen Flugzeugen bei Airbus, ATR, Boeing und Embraer. Doch geliefert wurden am Ende fast nichts. Denn mit Donald Trump hatte ein neuer Präsident die Kontrolle über dir Beziehungen Zwischen den USA und den Iran. Am 6. August 2018 setzten die USA ein neues Embargo gegen den Iran in Kraft, das Flugzeuglieferungen einschließt.

Die staatliche Iran Air erhielt lediglich zwei Airbus A330, ein A321 und 13 ATR 72. Zuvor erteilte Lizenzen wurden von Washington für nichtig erklärt und weitere Lieferungen dadurch unmöglich. Denn das Embargo der USA gilt für jedes Produkt, das mehr als zehn Prozent amerikanische Teile enthält. Und das ist bei allen Flugzeugen der Fall. Die Luftfahrtbranche des 80-Millionen-Staates in Vorderasien steht deshalb wieder fast am gleichen Punkt, an dem sie zuvor stand. Sie braucht dringend neue Flugzeuge, um die überalterten Flotten zu erneuern. Doch sie kommt nicht an sie heran.

Washington sagt Nein

Rund 500 neue Flieger benötigen die iranischen Fluggesellschaften, erklärte Ali Abedzadeh, Chef der nationalen Luftfahrtbehörde, kürzlich. Der Iran setzte darum zuletzt alle Hoffnungen auf Russland. Doch die wurden jetzt zumindest kurzfristig geknickt. Das Office of Foreign Assets Control des Finanzministeriums der USA hat das Begehren von Sukhoi abgelehnt, Superjets an den Iran zu liefern. Die Russen scheiterten an der Zehn-Prozent-Regel. Eine Lieferung sei deshalb unmöglich, so Maqsoud Asadi Samani, Präsident der Association of Iranian Airlines zum Sender Press TV.

Die Fluglinien Iran Aseman und Iran Airtour unterzeichneten im April bereits Vorverträge über je 20 Superjets, die nun definitiv blockiert sind. Sukhoi gibt aber noch nicht auf. Der Hersteller plant eine neue Variante des Kurz- und Mittelstreckenfliegers. Sie heißt RRJ-95R SSJ100R und soll weniger als 10 Prozent der Teile aus Amerika enthalten.

Viele Lieferanten aus den USA

Konkret ist aber noch nichts. Denn in den aktuellen Superjets steckt viel Technologie aus den USA. So liefert beispielsweise Honeywell das Hilfstriebwerk (APU), UTC-Tochter Collins Aerospace die Elektronik, Goodrich das Bremssystem, Parker die Hydraulik.

Mehr zum Thema

Airbus A330 von Iran Air: Auf nach Schweden und Frankreich.

Trump stoppt Flugzeugverkäufe nach Iran

ATR 72 von Iran Air: Es wird bei 13 neuen Fliegern bleiben.

ATR platziert Flieger von Iran Air anderswo

Airbus A330 Siam Wings: Die Airline hat enge Verbindungen nach Russland.

Thailands neue Langstrecken-Airline hat eine brisante Vorgeschichte

Blauer Traktor am Flughafen Novosibirsk: Drei Flugzeuge mussten durchstarten.

Blauer Traktor zwingt drei Flugzeuge in Novosibirsk zum Durchstarten

Video

6767 bitte? Der Wunsch wurde dem Piloten erfüllt.
Ein Privatpilot in den USA wollte beim Funken offenbar ein bisschen Spaß haben. Also fragte er die Flugsicherung nach einem ganz bestimmten Transpondercode: 6767. Der Fluglotse verstand die Anspielung auf das Internet-Meme Six Seven und musste lachen.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
Anflug auf Tel Aviv mit Airbus A330 von Swiss: Vorerst nicht mehr möglich.
Jahrelang gehörte der Airbus A330 auf der Strecke zwischen Zürich und Tel Aviv zum gewohnten Bild. Doch damit ist vorerst Schluss: Swiss stellt im Sommer 2027 sämtliche Flüge auf Airbus A321 Neo um.
Luca La Rocca
Luca La Rocca
latam airbus a320 lima feuer
Notfall am Flughafen Lima: Aus einem Triebwerk eines Airbus A320 schlugen so lange Zeit Flammen, dass auch eine Tragfläche des Jets von Latam Feuer fing.
Timo Nowack
Timo Nowack