Superjet 100: Iranische Fluggesellschaften bekommen den Russenflieger vorerst nicht.

Lieferungen nicht möglichIranische Fluglinien bekommen keine Superjets

Das Embargo der USA verunmöglicht es iranischen Fluggesellschaften bei Airbus, Boeing und CO. einzukaufen. Die Hoffnung lag deshalb auf russischen Fliegern - und wurde nun geknickt.

Top-Jobs

Smartline

Commander / First Officer Cessna Latitude C680A (m/f/d)

Smartline Luftfahrt GmbH
Vollzeit
Airport St. Gallen Altenrhein
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Smartline

Commander / First Officer Cessna C560XLS (m/f/d)

Smartline Luftfahrt GmbH
Vollzeit
Airport St. Gallen Altenrhein
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Smartline

Commander / First Officer Cessna 525 (m/f/d)

Smartline Luftfahrt GmbH
Vollzeit
Airport St. Gallen Altenrhein
Top jobs
Österreich
Feste Anstellung
Business Aviation
Interpersonal

Trainer (SFI/TRI/TRE, all genders)

Interpersonal trainerpool
Vollzeit
Hamburg
Top jobs
Deutschland
Feste Anstellung
Luftfahrt

Die iranischen Fluggesellschaften nutzten das politische Tauwetter 2016 und bestellten Hunderte von neuen Flugzeugen bei Airbus, ATR, Boeing und Embraer. Doch geliefert wurden am Ende fast nichts. Denn mit Donald Trump hatte ein neuer Präsident die Kontrolle über dir Beziehungen Zwischen den USA und den Iran. Am 6. August 2018 setzten die USA ein neues Embargo gegen den Iran in Kraft, das Flugzeuglieferungen einschließt.

Die staatliche Iran Air erhielt lediglich zwei Airbus A330, ein A321 und 13 ATR 72. Zuvor erteilte Lizenzen wurden von Washington für nichtig erklärt und weitere Lieferungen dadurch unmöglich. Denn das Embargo der USA gilt für jedes Produkt, das mehr als zehn Prozent amerikanische Teile enthält. Und das ist bei allen Flugzeugen der Fall. Die Luftfahrtbranche des 80-Millionen-Staates in Vorderasien steht deshalb wieder fast am gleichen Punkt, an dem sie zuvor stand. Sie braucht dringend neue Flugzeuge, um die überalterten Flotten zu erneuern. Doch sie kommt nicht an sie heran.

Washington sagt Nein

Rund 500 neue Flieger benötigen die iranischen Fluggesellschaften, erklärte Ali Abedzadeh, Chef der nationalen Luftfahrtbehörde, kürzlich. Der Iran setzte darum zuletzt alle Hoffnungen auf Russland. Doch die wurden jetzt zumindest kurzfristig geknickt. Das Office of Foreign Assets Control des Finanzministeriums der USA hat das Begehren von Sukhoi abgelehnt, Superjets an den Iran zu liefern. Die Russen scheiterten an der Zehn-Prozent-Regel. Eine Lieferung sei deshalb unmöglich, so Maqsoud Asadi Samani, Präsident der Association of Iranian Airlines zum Sender Press TV.

Die Fluglinien Iran Aseman und Iran Airtour unterzeichneten im April bereits Vorverträge über je 20 Superjets, die nun definitiv blockiert sind. Sukhoi gibt aber noch nicht auf. Der Hersteller plant eine neue Variante des Kurz- und Mittelstreckenfliegers. Sie heißt RRJ-95R SSJ100R und soll weniger als 10 Prozent der Teile aus Amerika enthalten.

Viele Lieferanten aus den USA

Konkret ist aber noch nichts. Denn in den aktuellen Superjets steckt viel Technologie aus den USA. So liefert beispielsweise Honeywell das Hilfstriebwerk (APU), UTC-Tochter Collins Aerospace die Elektronik, Goodrich das Bremssystem, Parker die Hydraulik.

Mehr zum Thema

Airbus A330 von Iran Air: Auf nach Schweden und Frankreich.

Trump stoppt Flugzeugverkäufe nach Iran

ATR 72 von Iran Air: Es wird bei 13 neuen Fliegern bleiben.

ATR platziert Flieger von Iran Air anderswo

ticker-russland

Russland erhöht Finanzierung für Leasing heimischer Flugzeuge deutlich

Tu-214 und drei Mann im Cockpit: S7 Airline könnte deswegen einen Deal platzen lassen.

Auftrag von S7 Airlines für 100 Tupolev Tu-214 wackelt

Video

Airbus A350 F bei den Bodenschwingungstests: Der Flieger wird kräftig durchgeschüttelt.
Vor dem Einsatz muss ein neues Flugzeug zahlreiche Erprobungen bestehen. Airbus hat nun die Bodenvibrationstests des A350 F abgeschlossen. Sie liefern wichtige Erkenntnisse über das Schwingungsverhalten des Frachters und bilden die Grundlage für die Flugerprobung.
Stefan Eiselin
Stefan Eiselin
alaska airlines missionarin
Eine christliche Influencerin hielt in einem Flugzeug von Alaska Airlines unaufgefordert eine Rede über Gott und Jesus - und das nicht zum ersten Mal. Nun musste sie am Gate weiterpredigen.
Timo Nowack
Timo Nowack
airbus a321 neo jetsmart sprayer
Sprayer haben am Flughafen Santiago de Chile einen Airbus A321 Neo besprüht, der noch nicht mal ein Jahr alt ist. Es handelt sich um einen von drei Jets im Besitz von Jetsmart, die Wizz-Air-Farben tragen.
Timo Nowack
Timo Nowack