Flughafen Maribor: Pläne für Nonstop-Flüge nach Asien sind abgesagt.

Investoren aus China packen die KofferDas Wunder von Maribor ist zu Ende

Aus dem slowenischen Flughafen sollte ein Drehkreuz nach Asien werden. Nun gibt der chinesische Betreiber von Maribor auf. Das erinnert an einen Fall aus Deutschland.

Top-Jobs

Pilatus Logo

Lizenzierter Luftfahrzeugmechaniker (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Luftfahrzeugmechaniker Flugbetrieb (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Teamleiter Montage & Support (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller
Pilatus Logo

Leiter Zerspanung Kleinteile / Stv. Abteilungsleiter (a)

Pilatus Flugzeugwerke AG
Vollzeit
Top jobs
Schweiz
Feste Anstellung
Flugzeughersteller

Der Traum hielt nicht lange. Die niederländische SHS Aviation übernahm vor zwei Jahren den slowenischen Flughafen Maribor und wollte ihn zum Asien-Drehkreuz ausbauen. Mit den Geldern chinesischer Aktionäre im Rücken sollten dafür insgesamt 660 Millionen Euro in den Airport der zweitgrößten Stadt Sloweniens fließen. Der Konzern plante, mit einem neuen slowenischen Ableger Nonstop-Flüge von Maribor nach China anzubieten.

Doch die Pläne von SHS Aviation waren zu ambitioniert. Im vergangenen Jahr ging ihre Tochter VLM Airlines pleite und auch für den Flughafen wurde die Finanzierung ungewiss. Nachdem Hilfszahlungen von der Regierung Sloweniens verweigert wurden, wird das Unternehmen seine Konzession am Flughafen nun zum 15. Juli auslaufen lassen.

Mieten nicht bezahlt

Bereits im letzten Jahr war die slowenische Regierung stutzig geworden und hatte die Zahlungsfähigkeit des neuen Flughafenbetreibers überprüft. Zwar konnten Mittel nachgewiesen werden, jedoch baten die Investoren bereits kurze Zeit später den Staat um Finanzhilfen, wie das Portal Aviation Net Online berichtet. Zuvor habe es SHS Aviation bereits mehrmals versäumt, Mietgebühren zu zahlen.

Das sich die Versprechen des niederländischen Unternehmens somit als leer erwiesen, verärgerte scheinbar die Behörden. Jegliche Hilfen wurden abgesagt. SHS Aviation blies daraufhin das Projekt nun komplett ab. Wie das Fachportal Ex-Yu Aviation schreibt, war das Unternehmen vorab bereits unglücklich über die Zusammenarbeit mit den slowenischen Behörden, da nötige Baugenehmigungen zu spät erteilt worden seien.

Erinnerung an Parchim

Was ab Mitte Juli in Maribor geschieht, ist bisher unklar. Damit der Betrieb am Flughafen weitergehen kann, muss bis dahin eine neue Betreibergesellschaft gefunden werden. Laut des slowenischen Ministeriums für Infrastruktur suche man derzeit nach einer Lösung.

Der Fall erinnert an Schwerin-Parchim in Mecklenburg-Vorpommern. Der chinesische Investor Jonathan Pang hatte den Flughafen 2007 übernommen, um ihn mit Fracht- und Tourismusflügen mit China verbinden. Trotz Investitionen wurde nichts aus den Plänen. Ende 2018 wurde 20 von 25 verbliebenen Mitarbeitern gekündigt. Offiziell zurückgezogen wie die Investoren in Maribor hat sich Pang laut dem Sender NDR jedoch nicht.

Mehr zum Thema

Flughafen Maribor: Hier soll bald deutlich mehr los sein.

Maribor soll Asien-Drehkreuz werden

Flughafen Schwerin-Parchim: Wenig los.

Kahlschlag am Flughafen Schwerin

CRJ900 von Adria Airways: Im Sommer für AUA unterwegs.

Adria Airways erneut unter Lupe der Behörden

sri lankan airlines airbus a330 300

Sri Lankan Airlines will forsch wachsen - doch es fehlen Flugzeuge

Video

privatjet nigeria landung
Eine Bombardier Challenger 600 musste in Nigeria außerhalb des Flughafens Asaba auf einer Straße aufsetzen. Während alle Insassen unverletzt blieben, sorgte wenige Stunden später ein eigenmächtiger Start des Privatjets für Ermittlungen der Luftfahrtbehörden.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
Papst Leo: Offenbar auch ein Luftfahrtfan.
Kampfjet-Eskorte, Funkkontakt und ein Platz auf dem Jumpseat: Papst Leo XIV. erlebte bei einem Flug durch Spanien einen besonderen Moment.
Laura Frommberg
Laura Frommberg
Draco Aircraft will die Draco Hyper-Stol in Serie bauen: Entwickelt wurde sie von einem Tüftler aus den USA.
Ein Motorausfall über Utah brachte Mike Patey dazu, ein Buschflugzeug mit einer Turboprop-Turbine auszustatten. Das Flugzeug wurde zum Hit. Nun will ein polnisches Startup das Konzept zur Serienreife bringen.
Benjamin Recklies
Benjamin Recklies