Flughafen Maribor: Hier soll bald deutlich mehr los sein.

VLM AirlinesMaribor soll Asien-Drehkreuz werden

Der slowenische Flughafen hat neue chinesische Besitzer. Sie wollen ihn massiv ausbauen. Bald schon sollen Nonstop-Flüge von Maribor nach China gehen - mit VLM Airlines.

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Eines muss man SHS Aviation lassen. An Ehrgeiz fehlt es den Managern des niederländischen Unternehmens nicht. Vergangenen September kauften sie die insolvente VLM Airlines. Im Dezember übernahmen sie auch noch den slowenischen Flughafen Maribor. Mit beiden Unternehmen haben sie globale Pläne.

Nun haben die Verantwortlichen erstmals konkretere Pläne vorgelegt. SHS Aviation will das Aerodrom Maribor in Rekordzeit zu einem Asien-Drehkreuz machen. 300 Millionen Euro wollen die Manager des Unternehmens, hinter dem neben niederländischen auch kanadisch-chinesische Aktionäre stehen, in den Ausbau des Flughafens der zweitgrößten Stadt Sloweniens stecken.

Piste wird auf 3800 Meter verlängert

Geplant sind im Rahmen der Expansion ein Hotel, ein Einkaufszentrum, ein neues Frachtgebäude, eine Wartungsanlage, ein neues Terminal und eine Verlängerung der Piste. Die Start- und Landebahn 15/33 soll von heute 2500 Meter in einem ersten Schritt auf 3300 Meter ausgebaut werden. Schon in neun Monaten soll das in die Tat umgesetzt sein. In einem zweiten Schritt innerhalb der kommenden zwei Jahre ist eine Erweiterung der Piste von Maribor auf 3800 Meter vorgesehen, wie einer Präsentation zu entnehmen ist, welche das Fachportal Ex-Yu Aviation veröffentlichte.

Ein zentrales Element bei der Vorwärtsstrategie ist VLM Airlines. Sie bekommt zwei Einheiten, die beide unter dem Namen VLM Airlines fliegen werden. Die belgische VLM wird wie früher mit 6 Fokker 50 ab Antwerpen regionale Flüge in Europa anbieten. Die slowenische VLM dagegen wird eine neue, international ausgerichtete Fluggesellschaft sein.

Regierung unterstützt

VLM Slowenien bekommt eine Flotte von 6 Airbus A320-200 und 15 A330-200. Noch in diesem Jahr sollen elf Strecken damit bedient werden. In Europa stehen Belgrad, Berlin, Hamburg, London, Podgorica, Split und Zürich im Plan. In Asien werden Chongqing, Nanchang und Xian angepeilt. Dabei soll es nicht bleiben. Für 2018 planen die SHS-Chefs einen massiven Ausbau des Streckennetzes. Dann soll es etwa auch nach Shanghai, Teheran oder Peking gehen. Damit wäre VLM Slowenien größer als die Nationalairline Adria Airways.

Das soll man in Maribor spüren. Bis 2028 planen die Verantwortlichen mit einem Anstieg der Passagierzahlen von heute weniger als 30'000 auf fast 2 Millionen. Die umgeschlagene Frachtmenge steigt in den Plänen von 0 auf über 160.000 Tonnen. SHS Aviation wird dabei von der lokalen und der nationalen Regierung unterstützt.

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