Eine Embraer 170: Venezuela will neue Flieger bei den Brasilianer kaufen.

Chávez kauft Embraer und Airbus

Der venezolanische Präsident will die Flotte der Staatsairline Conviasa verjüngen. Er kündigte deshalb einen Großeinkauf an.

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Man müsse sich nur einmal die Karte anschauen. «Dann kommt man schnell zum Schluss, dass es dringend notwendig ist, eine sehr starkeAirline undeinige der bestenFlughäfen zu haben» sagte Hugo Chávez am Sonntag vergangener Woche (22. Januar) in seiner traditionellen wöchentlichen TV-Talkshow «Alo Presidente». Er sei entschlossen, zu handeln und man werde das Ziel erreichen. «Venezuelaistdas Epizentrumdes Kontinents» so die Begründung des Staatspräsidenten. Seine Bestimmtheit hat einen guten Grund. Venezuela ist nicht gerade für eine zuverlässige Luftfahrt bekannt. Die Flotten der nationalen Fluggesellschaften sind überaltert, Zwischenfälle fast schon an der Tagesordnung.

Dem will Chávez nun Abhilfe schaffen. Man werde zwanzig neue Flugzeuge bei Embraer kaufen, gab er der Bevölkerung vor dem Fernseher bekannt. Zur Finanzierung der Flieger verhandle man mit der brasilianischen Entwicklungsbank BNDES über ein Darlehen über 814 Millionen Dollar. «Wir danken der brasilianischen Präsidentin Dilma Rousseff für den Kredit, den sie uns geben wird» kommentierte Chávez. Um welchen Flugzeugtyp es sich handeln soll, sagte der Präsident nicht. Früher aber nannte er einmal die Embraer 190AR als Objekt des Interesses.

Weitere vier Flieger

Die neuen Jets werden nach dem Kauf in die Flotte der staatlichen Airline Conviasa integriert. Mit den Embraer alleine gibt sich Chávez noch nicht zufrieden. Man verhandle auch mit einer staatlichen Airline aus Saudi Arabien über den Kauf von vier gebrauchten Airbus A340-500. Die Flieger seien fünfjährig und kosteten rund 60 Millionen Dollar pro Stück, so der Staatschef. «Wenn die Mittel dafür freigegeben werden, brauchen sie sich nur noch um die Kredite zu kümmern», so Chávez zu den Ministern, die im TV-Studio saßen.

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