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Ausstieg bei Azul

HNA verabschiedet sich aus Brasilien

Nach drei Jahren steigt die chinesische HNA Group wieder aus. Sie verkauft ihren Anteil an der brasilianischen Azul.

Azul

Blick aus einem Azul-Flieger: Die Fluggesellschaft bekommt viele neue Aktionäre.

HNA schrumpft und schrumpft. Um sich dringend notwendige Liquidität zu beschaffen, verkauft der chinesische Mischkonzern seit einigen Monaten eine Beteiligung nach der anderen. Nun steigt er auch bei Azul Linhas Aéreas aus. Dies gab er in einer Pflichtmitteilung an die Börse bekannt.

HNA Group war 2015 mit einer Beteiligung von 23,7 Prozent bei Azul eingestiegen. Zusammen hatten der Mutterkonzern von Hainan Airlines und die Brasilianer viel vor. Sie wollen nicht nur vom «substanziellen Verkehr zwischen den beiden Ländern» profitieren und zusammen neue Strecken eröffnen. Sie planten auch ein Codeshare-Abkommen für diverse Routen und eine Verknüpfung ihrer Treueprogramme.

Nummer drei in Brasilien

Viel wurde daraus nichts. HNA Group baute ihre Beteiligung an der brasilianischen Fluggesellschaft seit dem Einstieg bereits leicht ab und verkaufte dann im Mai 2018 einen Anteil von 4,3 Prozent an United Airlines, die nun 8 Prozent besitzt. Nun veräussern die Chinesen die restlichen 17,8 Prozent. Das Aktienpaket soll über verschiedene Banken breit platziert werden.

Azul Linhas Aéreas wurde 2008 von Jetblue-Gründer David Neeleman gegründet. Sie besitzt heute eine Flotte von 118 Flugzeugen. Damit bedient sie 107 Ziele in sechs Ländern. Im Inland hat Azul das dichteste Netz. Gemessen an den transportierten Passagieren ist sie Brasilien mit einem Marktanteil von 19,1 Prozent die Nummer drei nach Latam (28,9 Prozent) sowie Gol (27,9 Prozent) und vor Avianca (10,6 Prozent).



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