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Transaviabaltika fliegt nach Saaremaa

Große Ostsee-Insel bekommt größere Flieger

Die estnische Regierung will den Tourismus auf der Ostseeinsel Saaremaa fördern. Dazu subventioniert sie die Flugstrecke mit Millionen.

Sie gehört zu den 23 größten Inseln Europas und ist damit größer als Korfu, Madeira oder Rügen. Und doch ist Saaremaa kaum bekannt. Das Eiland vor der Küste Estlands mit einer Fläche von 2672 km² ist touristisch noch kaum erschlossen.

Das soll sich nun ändern. Der estnische Regierung unterstützt die Flugverbindung von der Hauptstadt Tallinn nach Kuressaare auf Saaremaa über die kommenden fünf Jahre mit 19,3 Millionen Euro. Gleichzeitig wird die Strecke von Tallinn nach Kärdla auf der Nachbarinsel Hiiumaa mit 6,2 Millionen bezuschusst.

40-minütiger Flug

Die öffentliche Ausschreibung der zwei PSO-Routen (PSO steht für: Public Service Obligation) hat die litauische Transaviabaltika gewonnen. Sie fliegt bereits jetzt unter der Marke Saartelennuliinid auf den beiden Strecken. Eingesetzt werden Jetstream 32 und manchmal auch Let L-410. Der Flug nach Kuressaare dauert 40, der nach Kärdla 30 Minuten. Beide werden unter der Woche zwei Mal pro Tag durchgeführt, am Wochenende ein Mal.

Jetzt aber schafft sich Transaviabaltika eine ATR 42 an, wie die Zeitung Postimees schreibt. Denn die Regierung hat in der Ausschreibung festgehalten, dass zwischen Tallinn nach Kuressaare Flugzeuge mit 40-Plätzen eingesetzt werden. Das entspricht mehr als einer Verdoppelung des Angebots auf der Strecke. Nach Kärdla kommt weiterhin die 19-plätzige Jetstream 32 zum Einsatz.